1/2012: Modellvorhaben „LandZukunft“ – GEFAK berät Landkreis Cochem-Zell
Der rheinland-pfälzische Landkreis Cochem-Zell will Modellregion „LandZukunft“ werden. Der vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) initiierte Wettbewerb richtet sich an periphere Regionen im gesamten Bundesgebiet. In vier der 17 Bewerberregionen sollen ab Mitte 2012 innovative Wege und Projekte zur ländlichen Regionalentwicklung gefördert werden. In der bis Ende Februar 2012 laufenden Qualifizierungsphase kann der Landkreis Cochem-Zell optimal auf das mit der GEFAK erarbeitete „Zukunftsprogramm“ aufbauen. Durch Beratung und Moderation unterstützt die GEFAK den Landkreis nun bei der Bewerbung für das Modellvorhaben.
Ansprechpartner: Josef Rother
12/2011 Wissen, was gewollt ist
Planegg hat seine Unternehmen befragt und richtet die Wirtschaftsförderung danach aus
Planegg – Bärbel Zeller hat einen Traum. Es ist der Traum einer Frau, deren Job es ist, alles zu tun, damit sich die Unternehmen in ihrer Gemeinde wohlfühlen. Was könnte es da Besseres geben, als dass sich Betriebe zusammentun und ein Produkt „Made in Planegg“ schaffen? In Augsburg, erzählt Bärbel Zeller, sei dies schon gelungen. Dort hätten sich eine Handvoll holzverarbeitender Betriebe entschlossen, gemeinsam eine Holzfassade zu entwickeln und zu vermarkten. Den Impuls dazu habe die Wirtschaftsförderung gegeben, sagt Zeller. In Planegg könnte es ein Fabrikat aus dem Bereich Gesundheit und Medizin werden. „Da tummeln sich viele Betriebe bei uns.“
Seit zweieinhalb Jahren ist Zeller als Wirtschaftsförderin im Amt, und sie spricht immer noch von „Antrittsbesuchen“ bei den örtlichen Unternehmen. Bei 820 Betrieben kann sich das noch ein wenig hinziehen. Einen verlässlichen Überblick über die Struktur der Unternehmen und ihre Bedürfnisse hat sich die Wirtschaftsförderin auf anderem Wege verschafft. Zeller beauftragte eine Beratungsfirma im Frühjahr 2011 damit, die Unternehmen per Fragebogen zu löchern: Wie zufrieden sind sie mit dem Standort Planegg? Welchen Bedarf an Flächen und Arbeitskräften haben sie? Welche Produkte und Dienstleistungen stellen sie her? Mit wem würden sie gerne zusammenarbeiten? Was sollte die kommunale Wirtschaftsförderung im Angebot haben? Immerhin 200 Unternehmenschefs machten sich die Mühe, ausführlich zu antworten.
Die Ergebnisse kann Bärbel Zeller jetzt nicht nur in die kommunale Datenbank einspeisen und „auf Knopfdruck zum Beispiel herausfiltern, welche Firma in den nächsten Jahren einen Fachkräftemangel hat“, erläutert sie. Die Wirtschaftsförderin hat über die Unternehmensbefragung auch einen Katalog an Hausaufgaben aufgegeben bekommen. „Die wichtigste Erwartung an uns ist, dass wir Unternehmensnetzwerke aufbauen“, sagt Zeller. Jeder dritte befragte Betrieb äußerte dies. Der zweithäufigste Wunsch: Planegg solle den Unternehmern eine repräsentative Online- Plattform bieten. Gewünscht, getan: Die Gemeinde lasse gerade ein virtuelles Portal entwickeln, berichtet die Wirtschaftsförderin. Überrascht zeigt sich Bärbel Zeller von dem Anliegen der Betriebe, das an dritter Stelle in der Rangliste landete: die Energieberatung. „Uns kommt da eine Lotsenfunktion zu“, sagt Zeller. Denn den Unternehmen gehe es in erster Linie darum zu erfahren, wo es die richtigen Anlaufstellen gebe, und welche Art der Förderung für sie in Frage komme, wenn sie den Betrieb energetisch sanieren wollen.
Speziell den hohen Stellenwert der Energieberatung findet Josef Rother „sensationell“. Rother ist Geschäftsführer der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) und präsentierte jüngst dem Gemeinderat die Ergebnisse der Unternehmungsbefragung. „Vor zehn Jahren war das überhaupt noch kein Thema“, sagt der Diplom-Geograf. Noch ein Ergebnis hält er für richtungsweisend. Immerhin 15 Prozent der Unternehmen wünschten sich von der Wirtschaftsförderung Planeggs Hilfestellungen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Für Rother hat dies einen eindeutigen Hintergrund: „Der Fachkräftemangel ist jetzt schon ein dominantes Thema.“ Gerade in der Biotechnologiesparte im Ortsteil Martinsried ist der Bedarf hoch – 64 Prozent der Angestellten sind Frauen. Und denen will man Perspektiven bieten.
Bärbel Zeller hat sich fürs kommende Jahr vorgenommen, Firmen mit Schulen in Kontakt zu bringen und den Betrieben „Best-Practice-Beispiele“ für Kinderbetreuung in Unternehmen zu vermitteln. Auf ihrer To-do-Liste steht auch das Stichwort „Branchentreffen“. Mit etwas Glück wird ja vielleicht etwas aus ihrem Traum, dem Planegger Gesundheitsprodukt.
Michael Ruhland
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 21.12.2011
12/2011 Unternehmen und Betriebe sehen vermehrt Bedarf an qualifizierten Fachkräften
Gute Chancen für junge Menschen
Bereits im April 2011 hatte der Landkreis Northeim eine Befragung der Unternehmen und Betriebe im Landkreis durchführen lassen. Das Ergebnis wurde den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaft, Kultur, Tourismus und Verkehr jetzt von Dr. Jürgen Bunde, dem Geschäftsführer der mit der Durchführung beauftragten Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH, vorgestellt.
Von 890 angeschriebenen Betrieben hatten sich 335 an der Befragung beteiligt. Mit 37,5 % lag die Rücklaufquote damit im Bundesvergleich an der Spitze vergleichbarer Befragungen.
Der Landkreis Northeim wird als Unternehmensstandort demnach im Durchschnitt mit 2,6 und damit deutlich besser als befriedigend eingestuft. Am positivsten wurde übrigens die landschaftliche Lage als Grundlage für ein Leben im "Grünen" eingestuft. Positiv wurde auch die gute überregionale Verkehrsanbindung bewertet.Deutlichster Handlungsbedarf besteht allerdings im Zusammenhang mit der Sicherstellung des künftigen Fachkräftebedarfs. Dieser Punkt wurde von den Unternehmen insgesamt am negativsten bewertet, indem hier über 50 % der Befragungsteilnehmer künftig Probleme sehen.
"Hier müssen wir, und sind es bereits, aktiv werden, denn immerhin 60% der antwortenden Unternehmen planen erfreulicherweise in Zukunft Neueinstellungen", so Landrat Michael Wickmann. "Was sich als Gefahr für den Standort auswachsen könnte ist zugleich aber auch eine große Chance für junge Menschen, denen sich damit im Landkreis Northeim gute Perspektiven für eine qualifizierte Ausbildung und auch Arbeitsplätze bieten", so Landrat Michael Wickmann weiter, der zugleich davon ausgeht, dass die Möglichkeiten oftmals nicht oder zu wenig bekannt sind.
Genau hier knüpft „Spotlight", das Jobkino, als neuestes Projekt der Wirtschaftsförderung des Landkreises an. „Spotlight" ermöglicht es Unternehmen, sich mit für diesen Zweck gedrehten Unternehmensfilmen bei potenziellen Auszubildenden in Szene zu setzen. Für den Filmdreh wurde seitens der Verwaltung ein Auftrag an die Werbeagentur „Nortia" aus Göttingen erteilt, welche sich bereits durch kurze Unternehmensportraits im Rahmen des Innovationspreises des Landkreises Göttingen einen Namen gemacht hat. Die Unternehmen präsentieren sich per Film auf der Internetseite www.spotlight-dasjobkino.de. Parallel dazu sollen an allen Schulen im Landkreis Northeim die Schüler ab Klasse 8 mit einem speziell für sie gestalteten Flyer auf die Seite gelotst. Für jedes Unternehmen, das sich beteiligt, werden zwei Filme gedreht. Im Unternehmensporträt wird die Firma vorgestellt und die Geschäftsführung kommt in einem Interview zu Wort. Im Azubi-Rundgang stellen die Auszubildenden die Bereiche vor, in denen sie während ihrer Ausbildung tätig sind. Ergänzend werden sich auf der Internetseite kurze Steckbriefe befinden, die Daten und Fakten zur jeweiligen Firma auf einen Blick liefern. Das Projekt wird unterstützt durch die Bundesagentur für Arbeit, die „Spotlight" als zusätzlichen Baustein in ihre Beratertätigkeit integrieren wird und über eine Verlinkung auf die „Spotlight"-Internetseite verweisen wird. Weitere finanzielle Unterstützung erfährt das Projekt durch die Sparkasse Einbeck. Die Kosten für den Filmdreh, das Unternehmensportrait sowie den Azubi-Rundgang, werden von den Unternehmen getragen.
Verbessern lässt sich nach dem Ergebnis der Befragung auch die Kooperation der Unternehmen und Betriebe innerhalb des Landkreises Northeim. "Auch hier wiederum scheint Unkenntnis das Problem, aber auch hier sind wir mit dem regelmäßig durchgeführten Unternehmerfrühstück auf einem guten Weg", so Landrat Michael Wickmann und auch Stefan Wolfgang, Leiter der Stabstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus weiß zu berichten, dass beim "Frühstück am See" schon zahlreiche Kontakte geknüpft und Kooperationen auf den Weg gebracht wurden.
Die Ausschussmitglieder nahmen von den Darstellungen zustimmend Kenntnis, wobei deutlich wurde, dass insbesondere das „Spotlight"-Projekt ausdrücklich auch über die Kreisgrenzen hinaus beworben und eingesetzt werden solle.
Quelle: Deutschland today 8.12.2011
10/2011 Firmen geben die Note Drei plus
Die Unternehmen in den Landkreisen Mühldorf und Altötting wurden zum zweiten Mal befragt.
Mühldorf/Waldkraiburg - Zufrieden zeigen sich die Unternehmen der Landkreise Mühldorf und Altötting mit ihrem Standort, im Durchschnitt haben sie die Note 2,75 vergeben. Das hat die zweite Unternehmerbefragung der Landkreise Mühldorf und Altötting ergeben. Das Ergebnis wurde am Rand des Wirtschaftsempfangs vorgestellt.
1360 Betriebe wurden im Mai befragt, 562 oder 41 Prozent haben geantwortet. Die Betriebe, die sich beteiligt haben, beschäftigen mit 32400 Mitarbeitern ein Drittel aller Arbeitskräfte in der Region. Ausgewertet wurden die Antworten von Josef Rother von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung Gefak. "Bei den wichtigen Faktoren herrscht Zufriedenheit", bilanzierte er. Der Schwerpunkt der Unternehmen, die teilgenommen haben, liegt im produzierenden Gewerbe, 40 Prozent kommen aus dem Handwerk, 16 Prozent aus der Industrie, davon wiederum sind 30 Prozent aus der Bauwirtschaft, gefolgt von Mechatronik, Maschinenbau und Ernährungsbranche. Die Chemie folgt abgeschlagen im Mittelfeld. Der Großteil der befragten Betriebe beschäftigt zwischen fünf und 49 Mitarbeitern.
Hauptkritikpunkte der Unternehmen war die überregionale Straßen-, Schienen- und Flughafenanbindung sowie der öffentliche Personennahverkehr, die alle mit Noten schlechter als drei bewertet wurden. Schlechte Noten erhielten auch die Verfügbarkeit von Fachkräften (3,24) und die Nähe zu Forschungseinrichtungen (3,63), die am schlechtesten überhaupt bewertet wurde.
Positiv bewertet haben die Unternehmen die örtliche Verkehrsanbindung (2,47), sowie die Internetanbindung (2,38) und die Nähe zu den Hauptkunden (2,37). Die besten Noten erhielten die weichen Standortfaktoren, wie soziale Einrichtungen (2,09), Kultur- und Freizeitangebote (2,4) und die Landschaft (1,87). Gut bewertet haben die Unternehmen auch den Service des Landratsamtes und der Standortgemeinden mit der Note 2,4. Insgesamt ergibt sich mit einem Notendurchschnitt von 2,75 eine Drei plus.
Gleichzeitig wurde abgefragt, wie wichtig den Unternehmen die einzelnen Standortfaktoren seien, erklärte Rother. Als wichtige Handlungsfelder für die Wirtschaftsförderung ergebe sich daraus die überregionale Straßenanbindung sowie die örtliche Straßenanbindung, die zwar zufriedenstellend sei aber einen hohen Stellenwert bei den Unternehmen habe. Auch die Internetanbindung gewinne an Bedeutung. Am wichtigsten, noch vor der Infrastruktur, sei den Unternehmen der regionale Arbeitsmarkt und die Verfügbarkeit von Fachkräften.
Zwischen den beiden Landkreisen ergäben sich nur geringe Unterschiede, erklärte Rother weiter. Altötting habe einen Vorteil bei weichen Standortfaktoren, dagegen schneide Mühldorf aufgrund der westlicheren Lage bei der Infrastruktur etwas besser ab.
Zudem hat Gefak die Daten nach Gemeinden aufgeschlüsselt. Liegen Neuötting und Haag bei der örtlichen Verkehrsanbindung mit 1,97 und 2,13 weit vorne, sind Polling (2,91), und Waldkraiburg (2,65) weit abgeschlagen. Auch bei der Internetanbindung gewinnt Neuötting (1,88), gefolgt von Töging (1,89), Buchbach (2,06) und Waldkraiburg (2,08). Am hinteren Ende rangieren wieder Polling (2,55), Burgkirchen (2,45), Garching (2,38) aber auch Mühldorf (2,32). Beim Service der Standortgemeinde erhält Burghausen Bestnoten mit 1,88, gefolgt von Ampfing (1,96), Altötting (2,12) und Mühldorf (2,21). Schlechte Noten erhalten Haag (3,14), Polling (3,1), Burgkirchen (3,0), Garching (2,69) und Neumarkt-St. Veit (2,6).
Im Vergleich mit den Daten der ersten Befragung 2004 hat sich die Unzufriedenheit bei der Verkehrsanbindung entspannt, verschärft hat sich dagegen die Unzufriedenheit mit der Arbeitsmarktsituation und der Verfügbarkeit von Gewerbegebieten. Problematisch werde dieser Punkt vor allem, so Rother, da dynamische und expansive Entwicklungsabsichten in der Region überwögen. 83,6 Prozent der Unternehmen planen Neueinstellungen bis 2014, 67,6 Prozent neue Produkte und 24,5 Prozent neue Verfahren - ein Indikator für Innovationskraft, der hoffen lasse, dass die Region weiter gewinne.
Größter Bedarf an Arbeitskräften besteht bei Fachkräften. Zu denken gebe, dass vor allem in der Industrie fast 2300 Beschäftigte älter als 55 Jahre seien, ähnliches gelte für ander Branchen. Nur im Handwerk überwiege der Anteil junger Arbeiter. Großen Stellenwert messen die Unternehmen den Kontakten zu Hochschulen und Schulen bei, 40 Prozent seien an einer Hochschuleinrichtung in der Region interessiert, als gewünschte Fachrichtung dominiere Technik.
Quelle: Mühldorfer Anzeiger, 29./30.11.2011
10/2011 Schüler kennen kaum Ausbildungsbetriebe
Befragung in Prignitzer Gymnasien und Oberschulen brachte ernüchterndes Ergebnis / Informationsangebote sollen verbessert werden
Prignitzer Gymnasial- und Oberstufenschüler haben keine oder nur unzureichende Kenntnisse über regionale Ausbildungsbetriebe. Zu diesem Ergebnis kam die Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) bei der Auswertung einer Schülerumfrage der 9. und 11. Klassen.
Die Befragung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Regionalen Wachstumskerns Perleberg-Wittenberge-Karstädt (RWK) und Autobahndreieck Wittstock/Dosse e.V. Gemeinsam mit dem Landkreis beauftragten sie die Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz (WFG), Schüler aus der Region nach ihren Ausbildungs- und Berufswünschen sowie Zukunftsvorstellungen zu befragen. Dr. Jürgen Bunde von der GEFAK, die die fachliche Auswertung der über 500 Fragebögen übernahm, präsentierte gestern die Ergebnisse der Studie.
Insgesamt zeigten sich die Mädchen deutlich informierter und motivierter als die Jungen. Die Schülerinnen können laut Studie nicht nur häufiger einen Berufswunsch äußern, sie möchten auch eher studieren als ihre männlichen Mitschüler. Außerdem sind Mädchen mehr als die Jungen an ihren beruflichen Perspektiven interessiert. Ziel der Befragung war es auch herauszufinden, wie junge Menschen dazu bewegt werden können, in der Region zu bleiben.
Hier zeigte sich erheblicher Aufklärungsbedarf. Auf die Frage nach konkreten regionalen Ausbildungsbetrieben taten sich die Schüler besonders schwer. Hier mussten drei Viertel der Befragten passen: „Von diesem Ergebnis sind wir wirklich enttäuscht", sagt Bunde. Auch über die Möglichkeit eines dualen Studiums wussten die wenigsten Bescheid. Nur drei Prozent konnten hier konkrete Angebote nennen. Als Konsequenz der größtenteils unbefriedigenden Ergebnisse sollen die Informationsangebote über den Ausbildungsmarkt verbessert werden.
Quelle: Der Prignitzer, 28.09.2011
10/2011 KWIS.web-Gewerbeimmobilienbörse im Hochsauerlandkreis freigeschaltet

- Detlef Schlüter, Michael Bison und Melanie Schreckenberg (v.l.n.r.) schalten das auf KWIS.web basierende Portal unter www.sauerland-flaechen.de frei.
Am 4. Oktober um 14.30 war es so weit: Pünktlich zur Expo Real in München, der größten europäischen Messe für Gewerbeimmobilien und Investitionen, hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK) ihre Gewerbeimmobilienbörse freigeschaltet. Mit vereinten Kräften gaben Michael Bison (Geschäftsführer der WFG HSK), Melanie Schreckenberg (WFG HSK) und Detlef Schlüter (Fachbereichsleiter Bauen, Kataster und Vermessung, Straßen des Hochsauerlandkreises) den symbolischen Startschuss zur Freischaltung des Portals unter www.sauerland-flaechen.deDie WFG HSK verfolgt konsequent die Strategie, sich informationstechnisch nach innen und nach außen professionell aufzustellen. Ein wichtiger Schritt war die Einführung von KWIS.net im November 2010. Dabei hatte das Team um den Geschäftsführer Michael Bison nicht nur die Nutzung von KWIS.net als CRM für die interne Arbeit im Blick. Darüber hinaus war die Perspektive wichtig, die Immobilienangebote im Landkreis von KWIS.net aus für die geplante öffentliche Immobilienbörse zu steuern. Dazu arbeitete die WFG HSK eng mit den Kollegen aus den 12 Kommunen des Landkreises zusammen. Diese stellten in den vergangenen Wochen ihre Immobilienangebote online in das Portal ein – das Ergebnis wurde nun auf der ExpoReal präsentiert.Auch zukünftig werden die kommunalen Wirtschaftsförderer ebenso wie die WFG HSK ihre Immobilienangebote unter www.sauerland-flaechen.de pflegen. Von dort aus fließen die Daten ins zentrale KWIS.net bei der WFG HSK, von wo aus die Freischaltung der neuen oder geänderten Angebote für die Immobilienbörse erfolgt.Nach den Immobilienbörsen in den Landkreisen Nürnberger Land, Schweinfurt und Coburg sowie in den Städten Dachau und Gera ist www.sauerland-flaechen.de die sechste Lösung, die auf der neuen Technologie KWIS.web erfolgreich durch die GEFAK umgesetzt wurde. KWIS.web-Lösungen zu Unternehmen finden sich in den Landkreisen Nürnberger Land, Schweinfurt, Garmisch-Partenkirchen und in der Stadt Dachau. Auch hier pflegen die Unternehmen online ihre Unternehmensprofile, und die Informationen fließen in der KWIS.net-Datenbank der jeweiligen Wirtschaftsförderung zusammen.
09/2011 Schülerumfrage: Lehrstellensuche im Netz
Experte empfiehlt Betrieben, jugendgemäße Webseiten anzulegen
Standen bis vor einigen Jahren noch die Prignitzer Unternehmen im Zentrum statistischer Erhebungen, um etwa auszuloten, was ihre Investitionsfreude heben könnte, so hat sich der Fokus inzwischen etwas verschoben. In den Chefetagen geht derzeit die Sorge um, dass der Bestand der Firmen eines Tages mangels qualifizierter Fachkräfte in Gefahr geraten könnte. Das ergaben Erhebungen der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung GmbH (Gefak) aus Marburg (Hessen) unter Prig-nitzer Firmen. Gemeinsam mit der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz entstand deshalb die Idee, die potentiellen Auszubildenden selbst danach zu befragen, unter welchen Umständen sie bereit wären, in der Region zu bleiben. Die Ergebnisse wurden gestern in Perleberg vorgestellt.
Wie Gefak-Geschäftsführer Jürgen Bunde mitteilte, nahmen die Gymnasien und Oberschulen in Pritzwalk, Perleberg, Wittenberge, Wittstock und Glöwen sowie das elbestädtische Oberstufenzentrum an der Umfrage teil. Insgesamt füllten 1042 Schüler die Fragebögen aus. „Wir wollten etwas zu den Schulabschlüssen, Berufswünschen, etwaigen Praktika und Neigungen der jungen Leute herausbekommen“, erklärte Bunde das Ziel der Erhebung. Dabei sollte deutlich zutage treten, dass die befragten Mädchen viel ambitionierter sind als ihre männlichen Altersgenossen. Die weiblichen Probanden legten durchweg größeren Wert auf Bildung, zeigten sich interessierter an kulturellen Themen. Viele von ihnen gaben an, nach der Ausbildung studieren zu wollen. Sie beurteilen die Infrastruktur in der Prignitz durchweg kritischer als die Jungen. Ihre Bereitschaft, den Landkreis später zu verlassen, ist daher sehr ausgeprägt.
Auch was die beruflichen Neigungen anbelangt, zeigten sich deutliche Unterschiede, wobei das Ergebnis nicht wirklich überraschen dürfte: Während die Mädchen zu 80 Prozent den Gesundheits- und Sozialbereich favorisieren, streben 78 Prozent der Jungen eher eine technische Ausbildung oder eine Lehre im produzierenden Gewerbe an. Aus dem Rahmen fiel in diesem Zusammenhang die Freiherr-von Rochow-Oberschule auf. Dort gab es überdurchschnittlich viele Interessenten für die Bereiche Verkehr, Logistik und Dienstleistungen. Zwei Drittel aller Probanden haben schon einmal ein Praktikum abgelegt und zwar 80 Prozent der Gymnasiasten und 44 Prozent aller Oberschüler.
Bunde merkte kritisch an, dass erschreckend wenig Jugendliche Kenntnisse über Ausbildungsmöglichkeiten und Betriebe in der Prignitz haben. Ein Viertel der Befragten habe sogar angegeben, keinen Betrieb zu kennen. Aus dem Publikum wurde indes angemerkt, dass es in diesem Fall auf die Fragestellung ankomme. Unter Umständen hätten die Schüler sich darauf bezogen, dass es in der Prig-nitz keine Ausbildungsbetriebe gemäß ihrem Wunschberuf gibt. Angeregt wurde auch, die erhobenen Daten dahingehend auszuwerten, ob es womöglich Schulen gibt, die in punkto Ausbildungsinformationen noch der Unterstützung bedürfen.
Erfragt wurde auch, auf welchem Wege sich Schüler über Ausbildungsplätze und Betriebe informieren. Dabei stand das Internet mit 87 Prozent als Quelle an der Spitze, gefolgt von Auskünften aus dem Freundeskreis oder der Verwandtschaft. Die Lehrstellenbörsen von Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer kamen nicht einmal über die Fünf-Prozent-Hürde. Interessant war auch, dass nur 11,11 Prozent der Jugendlichen die Karriereplaner des Regionalen Wachstumskerns kennen.
An die Betriebe gerichtet, empfahl Bunde, mehr Gewicht auf jugendgemäße Internet-Auftritte zu legen. Da sich viele Schüler im Netz bewegen, sei dies unabdingbar. Auch die enge Zusammenarbeit mit dem Nachbarlandkreis Ostprignitz-Ruppin sei zu empfehlen. Bevor die Jugendlichen ganz abwandern, könne man ihnen so Ausbildungsplätze in einem engeren geografischen Radius bieten. Während es in OPR viele Lehrstellen im Gesundheits- und Sozialbereich gebe, zeichne sich die Prignitz durch mehr Angebote im produzierenden Gewerbe aus.
Die Ergebnisse der Befragung sollen übrigens einem größeren Kreis von Interessenten in der Prignitz zugänglich gemacht werden, kündigte Bunde an.
Quelle: Märkische Allgemeine, 28.09.2011
08/2011 Professoren leben gerne in Marburg

- Die im Auftrag von Stadt und Universität befragten Professoren schätzen die Lebensqualität in Marburg. Kritisiert wird jedoch die schlechte Anbindung Marburgs an das Bahnnetz.
Die Note gut geben mehr als 100 befragte Uni-Professoren der Stadt Marburg als Wohn- und Lebensstandort. Das ergab jetzt eine von der Stadt Marburg und der Philipps-Universität in Auftrag gegebene Befragung.
Auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) erhielt Marburg als Wohn- und Lebensstandort die Note 2,24.
Der Wissenschaftsstandort wurde mit 2,50 etwas schlechter bewertet. Die Ergebnisse der von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung ausgeführten Befragung stellten am Dienstag Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) und Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne bei einer Pressekonferenz im Rathaus vor.
Gezielt wurden Hochschullehrer aus den Fachbereich Medizin und Pharmazie sowie weiteren naturwissenschaftlichen Fächern sowie Wirtschaftswissenschaftler und Informatiker befragt. Ein Ziel der Befragung ist es, das Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft am Standort Marburg zu stärken.
Deswegen soll derselbe Fragebogen nun auch Führungskräften aus der Wirtschaft vorgelegt werden. Sehr positiv bewertet wurden von den Professoren unter anderem die Qualität der medizinischen Versorgung (1,90) und die Umweltqualität (1,98) sowie Marburg als lebenswerte Sadt im Grünen (1,75).
Schlechtere Noten gaben die Befragten für die Verfügbarkeit und das Preisniveau von Wohnungen in Marburg (3,0). Auch für die Qualität des Kulturangebots gab es eher eine schlechte Bewertung (3,10). Als besonders verbesserungswürdigen Standortfaktor sehen die Hochschullehrer die überregionale Anbindung Marburgs per Straße (3,24) oder über die Schiene (3,60).
Quelle: Oberhessische Presse, 16.08.2011
07/2011 Engere Kooperation mit der Hochschule Harz

- Jürgen Stember (rechts) und Jürgen Bunde bei der Vertragsunterzeichnung
Zukünftig werden der Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz und die GEFAK mbH enger zusammenarbeiten. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde am 19.07.2011 in Halberstadt von Prof. Dr. Jürgen Stember und Dr. Jürgen Bunde unterzeichnet. Herr Dr. Stember ist seit 1999 Professor am damals neu eingerichteten Fachbereich Verwaltungswissenschaften und steht diesem seit 2006 auch als Dekan vor. Das Lehrangebot am Fachbereich ist interdisziplinär ausgerichtet und bereitet die Absolventen optimal auf eine Tätigkeit in sich modernisierenden Verwaltungen vor.
Die Vereinbarung zwischen der Hochschule Harz und der GEFAK mbH knüpft an eine bereits bestehende langjährige Zusammenarbeit an. So nutzt der Fachbereich Verwaltungswissenschaften seit nunmehr acht Jahren KWIS für seine Lehrtätigkeit. Die vielfältigen Überschneidungen zwischen den Kompetenzen und den Forschungsinteressen beider Institutionen sollen nun offensiver genutzt werden. Ziel ist es, die Ressourcen und Kompetenzen für gemeinsame Projekte und Studien zu bündeln und eine noch engere Kooperation bei der Entwicklung und Beratung zu Instrumenten der Wirtschaftsförderung (Kennziffern, Informationsmanagement, Strukturanalysen) einzugehen.
03/2011 Anwenderkonferenz in Thüringen

Thüringens Wirtschaftsförderer trafen sich im GIS Eisenach
25 Wirtschaftsförderer aus 15 thüringischen Städten und Landkreisen kamen in dieser Woche nach Eisenach. Das Gründer- und Innovationszentrum (GIS) war Austragungsort des nunmehr schon 12. Jahrestreffens der Thüringer Wirtschaftsförderer, die für ihr Informationsmanagement das "Kommunale Wirtschafts-Information-System" (KWIS) nutzen. Die bundesweit marktführende Software für die Wirtschaftsförderung wird in Deutschland von über 200 Wirtschaftsförderungs-Einrichtungen genutzt. Im Rahmen des Anwendertreffens wurden verschiedene thüringische Wirtschaftsförderungsprojekte präsentiert.
Das GIS Stedtfeld stellte seine Internetlösung für die Präsentation von Unternehmen der Wartburgregion vor, die bei den Teilnehmern der Veranstaltung auf großes Interesse stieß. So beabsichtigen bereits mehrere Kommunen Thüringens basierend auf den in Eisenach gemachten Erfahrungen, künftig ähnliche Internet gestützte Informationsplattformen zu betreiben.
Quelle: Eisenach online, 18.03.2011
02/2011 Unternehmensbefragung Ludwigsburg 2010: Unternehmer sind zufrieden
Ludwigsburg: mehr Flächen und Fachkräfte gewünscht
Josef Rother von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung ist gern nach Ludwigsburg gefahren, um die Ergebnisse der jüngsten Unternehmerbefragung vorzustellen - denn insgesamt sind sie sehr erfreulich.
Drückt man es in Schulnoten aus, erhält die Stadt Ludwigsburg in der Kategorie Gesamtzufriedenheit die Note »gut«. Im Vergleich zu den Ergebnissen der letzten Studie im Jahr 2008 habe sich die Standortzufriedenheit der befragten Unternehmerinnen weiter verbessert.
»Ludwigsburg ist noch attraktiver geworden«, erklärte Rother beim gemeinsamen Pressegespräch mit OB Werner Spec, Albert Geiger, dem Leiter des Referats Nachhaltige Stadtentwicklung, und dem Wirtschaftsförderer Frank Steinert. Befragt wurden rund 1000 Firmen - 241 haben sich zurückgemeldet. »Mit einer Rücklauf quote von 24 Prozent haben wir eine gute Resonanz bekommen - vor allem von Kleinbetrieben«, betont Rother.
Als positiv bewertet wurde die gesamte Verkehrsanbindung, das Kultur- und Freizeitangebot sowie der Service von Behörden. Trotz gutem Gesamtergebnis gab es aber auch kritische Antworten hinsichtlich fehlender Fachkräfte und der Verfügbarkeit und den Preisen von Gewerbeflächen.
Auch die Gewerbesteuerabgaben werden als zu hoch empfunden. Außerdem fehle in Teilen der Stadt die Breitbandversorgung - am schlimmsten sei es im Stadtteil Poppenweiler. Abhilfe soll jetzt ein Förderprogramm schaffen, in das die betroffenen Straßen aufgenommen werden sollen, versprach OB Spec.
Auf dem richtigen Weg
Vom Ergebnis sei man in der Verwaltung »nicht nur angetan«, so der OB, es sei auch der Beweis, dass die Stadt insgesamt auf dem richtigen Weg sei. Allerdings wolle man sich der Aufgabe auch stellen.
Einfacher werde die Kommunikation mit den einzelnen Unternehmen, weil die Befragung nicht anonym durchgeführt wurde. »Das bietet eine ausgezeichnete Grundlage dafür, zu sehen, wo bei einzelnen Firmen der Schuh drückt«, sagte OB Spec.
Auf diese Weise wisse man jetzt genau, wo Bedarf an Flächen gewünscht werde oder Standortverlagerungen geplant sind. »Neben den regelmäßigen Unternehmensbesuchen können wir die Belange jetzt systematisch abarbeiten«, kündigte OB Spec an.
Zehn Hektar Fläche benötigt
Die Befragung hat unter anderem ergeben, dass insgesamt ein Flächenbedarf von rund zehn Hektar bestehe. »Wir müssen behutsam mit unseren Vorratsflächen umgehen, aber soweit ich es überblicke, können wir den Großteil des Bedarfs abdecken«, erklärte OB Spec. Man könne jedoch nicht alle Faktoren direkt beeinflussen wie zum Beispiel das bundesweite Problem des Fachkräftemangels, das eher kleinere und mittlere Betriebe betreffe. Dennoch wolle die Stadt »alles dafür tun«, in Sachen Bildung und Betreuung bestehende Hemmnisse abzubauen.
»Das ist eine entscheidende Herausforderung für die nächsten Jahre - zugleich ist es aber auch eine große Chance«, unterstrich der Stadtchef. Außerdem sei die betriebliche Gesundheitsvorsorge ein Thema der Zukunft. Ludwigsburg beteilige sich derzeit bei einem gemeinsamen Projekt mit verschiedenen Krankenkassen und dem Landratsamt. »Hier können Betriebe voneinander lernen und neue Impulse setzen«, sagte OB Spec.
Quelle: Ludwigsburger Stadtanzeiger, 16.02.2011
02/2011 Energiewirtschaft in Brandenburg: Branchenstruktur und Fachkräftebedarfe
LASA-Studie Nr. 50
Dr. Jürgen Bunde, GEFAK
Prof. Dr. Stefan Zundel, IMWB an der HS Lausitz
Dr. Carsten Kampe, LASA Brandenburg GmbH
ISBN 978-3-929756-65-4 - Die Printversion der Studie ist kostenfrei.
Die Energiewirtschaft hat sich in Brandenburg nach der Wiedervereinigung zu einem stabilen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Abzeichnende Fachkräfteengpässe drohen jedoch immer stärker zu einem hemmenden Faktor für die Entwicklungschancen der deutschen Wirtschaft insgesamt und der brandenburgischen im Besonderen zu werden. Die LASA hat deshalb im Rahmen des Projektes „Regionalbüros für Fachkräftesicherung“ eine Branchenstudie in Auftrag gegeben, mit der die Entwicklung der Fachkräftesituation und der Fachkräftebedarfe in der Brandenburger Energiewirtschaft mit dem Ziel analysiert werden, einem drohenden Fachkräftemangel präventiv entgegenzuwirken. Die Untersuchung der Brandenburger Energiewirtschaft, der arbeitsmarktrelevanten Strukturen des Sektors und der kurz- bis mittelfristigen Entwicklungen auf der Angebots- und der Nachfrageseite des Arbeitsmarkts ist wie folgt gegliedert: Bestandsaufnahme der Energiewirtschaft (Kapitel 2), Fachkräftesituation und -bedarf in der Brandenburger Energiewirtschaft (Kapitel 3), Szenarien der Nachfrage nach Akademikern und Fachkräften (Kapitel 4), Analyse und Auswertung der kurz- bis mittelfristigen Angebotssituation an Arbeitskräften (Kapitel 5), Handlungsempfehlungen (Kapitel 6). Die Entwicklung und Initiierung von konkreten Maßnahmen der Fachkräftesicherung für die Energiewirtschaft wie auch für Brandenburg insgesamt ist die Aufgabe der kommenden Jahre. Hier will die vorliegende Studie einen Beitrag leisten, indem sie zentrale Entwicklungslinien herausarbeitet und mögliche Handlungsansätze zur Diskussion stellt.
02/2011 Unternehmensbefragung Ludwigsburg 2010: Stadt Ludwigsburg als Wirtschaftsstandort bestens gerüstet
Gute Noten für Ludwigsburg
In der zweiten Unternehmensbefragung nach 2008 erhielt die Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung wieder ergebnisstarke Rückmeldungen. Nachdem man 2008 noch 30% Rückläufer hatte, beantworteten bei der Befragung 2010 nur 24% aller angeschriebenen Unternehmen den Fragebogen. Die Hälfte der Rückläufer kam von Kleinbetrieben mit weniger als 10 Beschäftigten.
Zielsetzung von OB Werner Spec und Wirtschaftsförderung war es, ein branchenübergreifendes und betriebsgrößenunabhängiges Meinungsbild zu den Standortbedingungen zu erhalten. Hierzu zählen unter anderem so wichtige Punkte wie örtliche Verkehrsanbindungen, überregionale Verkehrslage, Verfügbarkeit von Arbeitskräften und Azubis, Preisniveau von Gewerbeflächen, soziale Einrichtungen, Telekommunikations- und Datenverkehrsinfrastruktur sowie Behördenservice und Gesamtzufriedenheit mit dem Standort Ludwigsburg.
Aus all diesen Antworten lassen sich wichtige Erkenntnisse zum Ist-Zustand der Stadt Ludwigsburg und zu den sinnvollen Erweiterungen ziehen.
Generell erfreut sich Ludwigsburg als Wirtschaftsstandort sehr großer Beliebtheit bei kleinen, mittleren aber auch großen Unternehmen. Ein wichtiger Aspekt hierfür ist die ausgezeichnete Telekommunikations- und Datenverkehrsinfrastruktur, die nun auch in Poppenweiler Einzug halten wird. Somit ist der letzte weiße Fleck auf der Karte abgearbeitet. Gerade der Datenverkehr gewinnt immer mehr Bedeutung für moderne Unternehmen. Telearbeitsplätze, weltweite Datenvernetzungen innerhalb von Konzernen und schnelle Datentransfers für komplizierte Unternehmensziele benötigen hohe und stabile Transferqualität.
Bei aller Euphorie über das doch recht gute Befragungsergebnis habe sich aber auch Punkte für dringenden Handlungsbedarf herauskristallisiert. So besteht im Bereich Fachkräfte dringender Handlungsbedarf. So muss die Wirtschaftsförderung so wichtige Aspekte wie Verfügbarkeit und Preisniveau von Wohnflächen überprüfen, ebenso wie soziale Einrichtungen und Kultur- und Freizeitangebote. Auch das Schulangebot ist ein wichtiger Standortfaktor. Stimmen diese Faktoren nicht, ist es schwer, geeignete Fachkräfte nach Ludwigsburg zu bekommen. Doch ist die Stadt Ludwigsburg in diesem Bereich schon sehr gut aufgestellt, sieht hier aber noch Verbesserungsbedarf.
Zum Thema Gewerbeflächen äußerte sich Oberbürgermeister Werner Spec, dass man das vorhandene Kontingent an Freiflächen auf der Gemarkung sehr zielgerichtet verteilt. So werden Freiflächen in für Unternehmen und Gewerbe interessanten Lagen wie beispielsweise der Schwieberdinger Straße nicht für Wohnbebauung freigegeben. Spec sieht hier die Differenz im Bodenpreis zwischen Wohn- und Gewerbegrundstück als Aspekt, warum Bauträger Wohnbebauung bevorzugen. Der Bodenpreis pro m² liegt hier eben um mindesten 300,- € höher.
Um weiterhin effektiv planen zu können, will die Wirtschaftsförderung weiterhin solche Unternehmensbefragungen im 3-Jahres-Rhythmus durchführen lassen. OB Werner Spec ist überzeugt, dass die Stadt Ludwigsburg durch diese Maßnahme optimal vorangebracht wird.
Quelle: Webzeitung Ludwigsburg, 9. Februar 2011
02/2011 Unternehmensbefragung Ludwigsburg 2010: Fachkräfte und Flächen fehlen
Die Stadt hat Firmen befragt. Mit dem Standort sind die Betriebe großteils zufrieden.
Der Oberbürgermeister Werner Spec hat es gern gehört: "Ludwigsburg ist noch attraktiver geworden", sagte Josef Rother. Der Experte von der Gesellschaft für angewandte Kommunikationsforschung (Gefak) hat gestern die Ergebnisse der Unternehmensbefragung für 2010 vorgestellt - und die fällt unterm Strich besser aus als vor drei Jahren. Insgesamt bekommt die Stadt in puncto Gesamtzufriedenheit die Note "gut". Bewertet wurde unter anderem die Verkehrsanbindung, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und Gewerbeflächen, aber auch das Kultur- und Freizeitangebot sowie die sozialen Einrichtungen. Befragt wurden im Stadtgebiet 1000 Firmen verschiedener Branchen mit mehr als einem Beschäftigten. Die Rücklaufquote lag bei rund 24 Prozent. Das entspricht 240 Fragebögen. "Das ist streng genommen nicht repräsentativ, aber sehr aussagekräftig", sagte Josef Rother von Gefak. Klare Tendenzen ließen sich erkennen und damit Handlungsfelder für die Stadt und die Wirtschaftsförderung.
Trotz des Gesamtlobes für die Stadt hat die Befragung auch ergeben, dass der Wirtschaftsstandort Ludwigsburg noch Defizite hat: Die Firmen befürchten vor allem einen Mangel an Fachkräften, in Teilen der Stadt fehlt das Breitbandkabel, und zu wenig Gewerbeflächen seien verfügbar. "Die Untersuchung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Spec. "Aber wir werden uns auch den Aufgaben stellen."
Die Kritik der Firmen an fehlenden Breitbandkabeln stammt aus Poppenweiler. Die betroffenen Straßen sollen in ein Förderprogramm aufgenommen werden, mit dessen Hilfe die Kabel gelegt werden.
Bei den Gewerbeflächen haben die Unternehmen einen Bedarf von rund zehn Hektar angemeldet. Spec ist überzeugt, dass "wir einen Großteil der Wünsche abdecken können". Da die Befragung der Unternehmen nicht anonym gewesen ist, weiß die Stadt nun genau um den Bedarf jeder Firma. Deshalb seien einzelne Betriebe bereits gezielt angesprochen worden.
Quelle: Stuttgarter Zeitung, 9.02.2011
02/2011 Unternehmensbefragung Ludwigsburg 2010: Note 2 für den Wirtschaftsstandort Ludwigsburg
Ludwigsburg – Zahlreiche Ludwigsburger Firmen sind mit dem Wirtschaftsstandort Ludwigsburg mehr als zufrieden – sei es mit der Verkehrsanbindung, dem öffentlichen Nahverkehr, dem Kultur- und Freizeitangebot, sozialen Einrichtungen oder gar dem Service der Behörden. Und trotz der etwas kritisierten Standortkosten reicht es unterm Strich bei der Gesamtzufriedenheit für eine glatte „Note 2“.
Als wichtige Handlungsfelder für die Zukunft gelten vor allem der Fachkräftemangel, das Angebot von Gewerbeflächen sowie der Ausbau von Breitbandkabel.
Zu diesem Ergebnis kommt die zweite Unternehmensbefragung vom November 2010, die die Stadt Ludwigsburg bei der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Marburg) in Auftrag gegeben hatte. So sei der Wirtschaftsstandort Ludwigsburg für die Unternehmen „noch attraktiver geworden“, lautet das Fazit von Josef Rother, der das Ergebnis gestern zusammen mit Oberbürgermeister Werner Spec, Albert Geiger, Leiter des Referats Nachhaltige Stadtentwicklung, und dem Wirtschaftsförderer Frank Steinert vorgestellt hat.
Mit der Befragung, die erstmals 2008 gemacht wurde und künftig alle drei Jahre stattfinden soll, will die Stadt sowohl eine systematische Bestandsaufnahme der Wirtschaftsstruktur als auch eine Einschätzung der Firmen über den Standort erhalten. Ziel ist es, die Ludwigsburger Wirtschaftsförderung, deren bisherige Arbeit von den Firmen positiv beurteilt wird, stärker auf die Bedürfnisse der Betriebe auszurichten.
• Strukturdaten: Die Untersuchung ergab unter anderem, dass 91 Prozent der befragten 241 Betriebe ihren Hauptsitz in Ludwigsburg haben und mehr als 7700 Beschäftigte repräsentieren. 70 Prozent der angegebenen 4000 Vollzeitstellen entfallen dabei auf Männer; dafür ist jeder dritte Teilzeitarbeitsplatz von einer Frau besetzt, aber nur jeder 20. von einem Mann. Als rückläufig erwies sich die Ausbildungsquote: 2010 bildeten von den Unternehmen nur noch 35 Prozent aus; 2008 waren es noch 42 Prozent. „Deshalb wollen wir verstärkt Schulen mit Betrieben in Kontakt bringen“, kündigte OB Spec an.
• Bewertung der Standortfaktoren: Mit etwas besser als „Gut“ bewerteten die Firmen die Anbindung ans örtliche und überregionale Straßennetz sowie an den öffentlichen Personennahverkehr. Das gilt ebenso auch für das Kultur- und Freizeitangebot. Noch gut schneiden auch Schulen und Kindergärten ab, wobei sie 2008 noch etwas besser beurteilt wurden. Mit 2,3 wird auch der Service der Stadt bewertet. Ebenfalls gut eingestuft werden das Arbeitskräfteangebot und die Telekommunikationsinfrastruktur. Kritisch beurteilten die Firmen dagegen die hohen Preise für Gewerbe- und Wohnflächen oder die Gewerbesteuer. Im Vergleich zur Untersuchung von 2008 hat sich die Gesamtzufriedenheit weiter verbessert.
• Anforderungen an den Standort: Für die Zukunft sind den Firmen vor allem das Angebot von Fachkräften und die Telekommunikationsinfrastruktur von Bedeutung. „Die Datenautobahn ist wichtiger als die tatsächliche Autobahn“, sagte Rother. „Fachkräftesicherung und Breitbandausbau“ seien daher Handlungsfelder, zumal die Unternehmen angaben, bis 2013 verstärkt qualifizierte Mitarbeiter einstellen zu wollen. OB Spec sieht daher die Notwendigkeit, „bei Bildung und Betreuung alles dafür zu tun, dass Hemmnisse abgebaut werden“.
Der Ausbau des Breitbandkabels, das im Stadtteil Poppenweiler ganz fehlt, aber auch in einigen wenigen Straßenzügen in der Innenstadt, soll auch bald angepackt werden. Und angesichts des ermittelten Bedarfs von Gewerbeflächen – immerhin gibt es eine Nachfrage nach rund zehn Hektar Fläche – könne die Wirtschaftsförderung gezielt auf die Unternehmen zugehen, so Spec. Derzeit werde zu diesem Thema bereits eine Bestandsanalyse gemacht, ergänzte Albert Geiger.
An zukunftsweisenden Projekten nannten die Firmen das Thema Energieeffizienz an erster Stelle.
241 Firmen
„Von 1000 angeschriebenen Firmen hatten 241 an der nicht-anonymisierten Unternehmensbefragung teilgenommen, weshalb die Ergebnisse sehr aussagekräftig“ seien, sagte Josef Rother von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung. Die befragten Betriebe erstrecken sich auf die Branchen Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistung sowie Hotel/Gastronomie. (hdw)
Quelle: Ludwigsburger Kreiszeitung, 9. Februar 2011
09/2010 Albstadt: Unternehmensbefragung 2010
Unternehmer sind zufrieden
Befragung durch die Wirtschaftsförderung: Großteils positive Ergebnisse
Wirtschaftsförderer Andreas Hödl kann zufrieden sein. Eine Untersuchung bestätigt deutlich: Albstadts Unternehmer sind überwiegend zufrieden mit ihrem Standort. Dennoch gibt es noch Aufgaben.
Als „Stadt im Aufbruch“ lobte Referent Josef Rother gestern Abend die Stadt Albstadt. Der Fachmann von der GEFAK (Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung) hat im Auftrag der Stadt eine Untersuchung über die Zufriedenheit der Albstädter Wirtschaftsunternehmen durchgeführt. Ziel, erklärte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow, sei es, zu erfahren, wie die Wirtschaftsförderung sich noch besser auf die Unternehmen ausrichten könne und wie die Verwaltung, vor allem aber auch der Standort Albstadt von den Unternehmen gesehen würden.
Rothers ermutigendes Fazit: Die 'Stadt im Aufbruch' könne mit berechtigtem Optimismus nach vorne schauen. Denn die Albstädter Wirtschaft sei ganz offenbar motiviert, auch in Zukunft stark dazustehen. „Darauf“, schloss Rother, „können Sie bauen“.
30 Fragen wurden an 455 ausgewählte Betriebe ausgegeben, 178 Fragebögen wurden beantwortet. Ein im vergleich mit anderen Städten „enormer Rücklauf“.
Stärken sahen die Betriebe vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Technische Textilien/textile Technologien und Automotive. Positiv wurden Punkte wie Verfügbarkeit von Arbeitskräften, Angebote für Fort- und Weiterbildung und die Verfügbarkeit von Gewerbe- und Wohnflächen. Zu gering ist die Zusammenarbeit der Unternehmen mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, hier muss noch stärker zusammengeführt werden. Kritisch wurde selbstverständlich die schlechte Verkehrsanbindung gesehen, hohe Standortpreise und auch die Telekommunikations- und Datenverkehrsstruktur wurde bemängelt. Hier hakte Uli Metzger (Freie Wähler) ein. Hier erfahre man eigentlich, was man eh schon wisse, nämlich dass Albstadt im Verkehrsschatten liege. Und gerade in diesem Punkt sei man relativ machtlos.
Gerade deshalb, entgegnete der Kommunalforscher, sei es wichtig, in den Bereichen, in denen einem die Hände nicht gebunden seien, aktiv zu werden, sei dies die Verbesserung der Telekommunikations- und Datenverkehrsstruktur oder speziell die Stärkung regionaler Netzwerke. Und gerade im letzten Punkt sei man in Albstadt auf einem sehr guten Weg.
Wichtig war den Unternehmen vor allem die Beratung in Sachen Fördermittel. Auch die Imageförderung der Stadt wurde ganz oben genannt, ebenso die Bedeutung des Wirtschaftsförderers als zentrale Anlaufstelle im Rathaus. Ein Befragter nannte als wichtigen Standortfaktor sogar: „Hödl“.
Quelle: Zollern-Alb-Kurier, 17.09.2010
09/2010 RWK Fürstenwalde/Spree: Qualitative Unternehmensbefragung im Branchenkompetenzfeld Kunststoffe/Chemie
Qualitative Unternehmensbefragung zur Erhebung von Fachkräfte- und Qualifikationsbedarfen im RWK Fürstenwalde/Spree im Branchenkompetenzfeld Kunststoffe/Chemie
Im Auftrag der LASA Brandenburg GmbH und des RWK Fürstenwalde/ Spree hat die GEFAK im Zeitraum Januar bis Juni 2010 eine Fachkräftebedarfsanalyse für den Wirtschaftsbereich Kunststoffe/ Chemie für den Regionalen Wachstumskern Fürstenwalde/ Spree durchgeführt. Anhand einer schriftlichen Befragung von Betrieben in der Region Ostbrandenburg, mündlichen Befragungen in der Stadt Fürstenwalde, Experteninterviews und statistischen Analysen von Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Landesamts konnte die aktuelle Situation zur Fachkräftesicherung dieses brandenburgischen Branchenkompetenzfelds ermittelt werden. Aufgrund der Attraktivität dieses Wirtschaftsbereichs und der überdurchschnittlich guten Bezahlung sind die Schwierigkeiten dieser Branche bei der Akquisition von qualifizierten Arbeitskräften bisher gering geblieben. Die sinkenden Schülerabgangszahlen, die abnehmende Ausbildungsneigung der Schüler in einigen für die Branche wichtigen Berufsgruppen sowie verstärkte Renteneintritte werden jedoch bereits in Kürze auch diesen Wirtschaftsbereich vor Schwierigkeiten bei der Mitarbeiterrekrutierung stellen. Die Durchsetzung einer Reihe von Handlungsempfehlungen aus der Studie soll dazu beitragen, dass der Wirtschaftsbereich seinen Vorsprung beim Wettbewerb um qualifizierte Facharbeits- und Nachwuchskräfte gegenüber anderen Branchen beibehalten kann.
Quelle: www.lasa-brandenburg.de/Regionalbuero-Ost-Brandenburg.1322.0.html
08/2010 Landkreis Cochem-Zell: Unternehmensbefragung 2010
Unternehmensbefragung im Landkreis Cochem-Zell:
Gute Anbindung an die Datenautobahn und Bedarf von Fachkräften besonders wichtig für die Betriebe
Wie werten die heimischen Betriebe und Unternehmen ihren Standort im Kreis? Wo ist Handlungsbedarf? Was bewerten sie hier für gut? Um Antworten auf diese und ähnliche Fragen zu bekommen, hat der Landkreis gemeinsam mit dem Fachbüro GEFAK bei rund 1.280 Betrieben eine Befragung durchgeführt. Dabei stellte man fest:
Durchweg zufrieden sind die heimischen Unternehmen mit den weichen Standortfaktoren. Hierzu zählen neben der Landschaft (Leben im Grünen) auch die Verfügbarkeit von Sozialen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten oder von freien Wohnflächen. Dagegen gibt es dringenden Handlungsbedarf in der Frage der Anbindung an eine Datenverkehrsinfrastruktur und die Gewinnung von Fachkräften für den Betrieb „Die Unternehmensbefragung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem Standortmarketingkonzept oder besser ausgedrückt unserem Zukunftsprogramm für den Landkreis, dessen Erstellung der Kreistag im vergangenen Jahr beschlossen hatte,“ erläuterte Landrat Manfred Schnur das Vorgehen der Verwaltung. „Und die Ergebnisse aus dieser Umfrage sind für uns wichtige Hinweise und Impulse, die wir analysieren werden, um mögliche Lösungen zu suchen.“ Auch Josef Rother vom Fachbüro GEFAK, das vom Kreis für die Erstellung des Konzeptes beauftragt wurde, bestätigte, dass die Unternehmensbefragung wichtige wegweisende Punkte gebe. „So ist aufgefallen, dass viele Betriebe auch an möglichen Kooperationen untereinander interessiert sind,“ berichtete Rother.
Weiter erläuterte er, dass der Landkreis eine ungewöhnliche Wirtschaftsstruktur habe. „Dies erklärt sich aber mit den vielen touristischen Betrieben.“ Gerade von dieser Branche sei auch das Fehlen von qualifizierten Kräften sowie Auszubildenden sehr bemängelt worden.
Kritisch wurde auch von vielen Betrieben die Verkehrsanbindung des Landkreises an die überregionalen Knotenpunkte gesehen. Besonders positiv bei den Ergebnissen der Unternehmensbefragung war jedoch, dass ca. 52 % der befragten Betriebe über die Aufnahme neuer Dienstleistungen bzw. Produkte nachdenken. Ebenfalls rund 52 % überlegen zurzeit eine Kapazitätserweiterung. Ca. 40 % der Arbeitgeber wollen Beschäftigte neu einstellen. Dagegen denken nur ca. 4 % über mögliche Entlassungen nach.
Landrat Schnur betonte, dass der Landkreis die Wünsche der Betriebe ernst nehmen werde. „In Sachen DSL werden wir gemeinsam mit den Verbandsgemeinden eine Lösung den heimischen Betrieben anbieten. Auch im Bereich der Ausbildung hat der Landkreis schon einiges getan, so z. B. das von Bund und EU geförderte Projekt BaSiC, das gerade die Unternehmen in Sachen Ausbildung unterstützen soll. „Insbesondere im Bereich der Gastronomiebranche wollen wir hier unsere Aktivitäten und Unterstützungen für die Betriebe ausbauen“.
Jeder 5. Kleinstbetrieb hat geantwortet
Befragt auf die Rücklaufquote, meinte Josef Rother, dass sie mit 19 % aller Befragten in einem sehr guten Mittelwert liege. „Man muss sehen, dass mit dieser Rücklaufquote jeder 5. Kleinstbetrieb im Landkreis geantwortet hat. Auf die Zahl der Arbeitsplätze bezogen liegt die Rücklaufquote bei ca. 5.000 Arbeitsplätzen im Landkreis.“ Der Rücklauf spiegelt daher einen repräsentativen Querschnitt der Wirtschaft im Kreis wider.
Als nächsten Schritt kündigte der Fachexperte die Befragung von Schülern im Kreis an. Schnur ergänzte hierzu: „Die Schülerinnen und Schüler sind die Zukunft des Landkreises. Deshalb wollen wir rund 600 junge Menschen befragen, wo ihre beruflichen Ziele liegen.“ Auch auf die Abiturienten des Jahrgangs 2006 will man mit einem Fragebogen zugehen, um sie vielleicht wieder – als Arbeitskraft oder Bürger – für den Landkreis Cochem-Zell gewinnen zu können.
Quelle: Kreiszeitung Cochem-Zell, 21.08.2010
08/2010 Landkreis Cochem-Zell: Betriebe wollen DSL und Fachkräfte
Kreis stellt Unternehmensbefragung vor – Lokale Wirtschaft lobt weiche Standortfaktoren, sieht aber auch etliche Schwächen
Wie sieht die heimische Wirtschaft den Kreis? Wo gibt es Stärken, was ist zu verbessern? Alle Unternehmer wurden angeschrieben, damit sie ihre Meinung sagen. Viele machten mit und lieferten überraschende Ergebnisse.
Cochem-Zell. Die Cochem-Zeller Unternehmer sind zufrieden: Sie loben die weichen Standortfaktoren des Kreises, haben trotz Wirtschaftskrise eher expansive Tendenzen, wollen einstellen statt entlassen, erweitern statt abbauen und sehen viele Anknüpfungspunkte für Kooperationen. So weit, so gut. Denn es gibt auch Schwachpunkte: Es fehlt an qualifizierten Arbeitskräften, die Verkehrsanbindung könnte besser sein. Und die DSL-Anbindung ist schlecht. Dies sind Resultate einer Unternehmensbefragung, die der Kreis vorstellte. „Für uns sind das viele wichtige Hinweise und Impulse, die wir beachten werden“, sagt Landrat Manfred Schnur. Der Kreis will alles genau analysieren.
Viele Ergebnisse der Umfrage dürften den Landrat durchaus gefreut haben. 44 Prozent der Betriebe erlösen derzeit mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes durch Kunden aus dem Kreis, 44 Prozent der Betriebe exportieren aus dem Kreis heraus. Und was die weichen Standortfaktoren wie Landschaft, Sozialeinrichtungen, Wohnflächen und Preisniveau angeht, erreicht der Kreis sehr gute Werte.
Lange Wege zu Kunden
„Hier zeigt sich, dass der Kreis ein beachtliches Potenzial hat“, meint Josef Rother von der Gesellschaft für Angewandte Kommunalforschung in Marburg. Wegen des starken Tourismus habe Cochem-Zell eine ungewöhnliche Wirtschaftsstruktur. Dennoch spielten Handwerk und Industrie keine unwichtige Rolle.
Fachkräftemangel und große Entfernungen zu Kunden oder Lieferanten sind Schwächen des Kreises, wenn man die Unternehmer fragt. So ist es in vielen ländlich geprägten Räumen. Die Gastronomie dagegen kritisiert vor allem das fehlende Arbeitskraft- und Ausbildungsangebot deutlich stärker als andere Wirtschaftszweigen.
Fragt man nach der Bedeutung von Standortfaktoren für die Unternehmen, so sind Telekommunikation und Datenverkehrsinfrastruktur am wichtigsten. Außerdem ist die Verkehrsanbindung mitentscheidend. „Dies sind Punkte, in denen die Unternehmen den Kreis kritisch sehen“, sagt Rother. Für die Kreispolitik sind das wichtige Ansatzpunkte. „Immerhin versuchen wir schon jetzt, was DSL-Anbindung und die Ausbildungsmöglichkeiten für unsere Jugendlichen angeht, die Situation zu verbessern“, so Landrat Schnur.
Überraschend ist, dass viele Unternehmen zu Kooperationen mit anderen Betrieben bereit sind, vor allem bei PR und Marketing, bei Qualifizierungen und Einkauf. Und sie halten auch eine Wirtschaftsförderung durch den Kreis für wichtig. Grund für eine Kreis-Wirtschaftsfördergesellschaft? Schnur: „Hier müssen wir genau analysieren und mit den Verbandsgemeinden und den Betrieben das Gespräch suchen. Jetzt steht so eine Entscheidung jedenfalls nicht an.“
Bald werden Schüler befragt
19 Prozent der 1253 angeschriebenen Betriebe haben an der Umfrage teilgenommen. Ein guter Wert, wie Rother betont – zumal der Rücklauf einen repräsentativen Querschnitt der Wirtschaft erfasst. Bald will der Kreis Schüler befragen. Und er will sich danach erkundigen, was beruflich aus dem Abi- Jahrgang 2006 geworden ist. Dazu wird es Workshops geben, die in ein Konzept müden.
Quelle: RZ Mittelmosel vom Dienstag, 24. August 2010, Seite 13
05/2010 Stadt Freising: Unternehmer listen Wünsche auf

- Quelle: Süddeutsche Zeitung 21.05.2010
03/2010 Weißenburg-Gunzenhausen: Aufbruchstimmung in den Betrieben

- Quelle: Weißenburger Tagblatt 24.03.2010
03/2010 Weißenburg-Gunzenhausen: Gute Stimmung im Landkreis

- Quelle: Altmühl-Bote 24.03.2010
03/2010 Weißenburg-Gunzenhausen: Landrat sichert Unternehmen Unterstützung zu

- Quelle: Altmühl-Bote 24.03.2010
03/2010 Weißenburg-Gunzenhausen: Unternehmensbefragung 2009
Die Wirtschaftsförderung des Landratsamts Weißenburg-Gunzenhausen hat im Herbst 2009 eine Unternehmensbefragung im Landkreis durchgeführt. Die Auswertung der Fragebögen wurde mit Spannung erwartet - und brachte überraschende Ergebnisse.
Hunderte Fragebogen verließen Ende 2009 das Landratsamt. Der Rücklauf war beachtlich: 42 Prozent der insgesamt 650 angeschriebenen Unternehmen nutzten die Chance, sich an dem Dialog zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung des Landkreises zu beteiligen. „Das ist ein absoluter Spitzenwert", lobte Josef Rother.
Der Referent von der GEFAK (Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung) hat die Untersuchungsergebnisse rund 120 Unternehmern in der Stadthalle in Gunzenhausen vorgestellt. Laut Rother punktet der Landkreis bisher vor allem mit seiner grünen Landschaft, dem Angebot sozialer Einrichtungen, der Verfügbarkeit und dem Preisniveau von Wohnflächen und dem Service der örtlichen Behörden. „Vor allem die Dienstleister sind damit sehr zufrieden", kommentierte Rother die entsprechende Graphik in seiner Präsentation.
Nachbesserungsbedarf haben die Befragten dagegen bei den harten Wirtschaftsfaktoren angemeldet: bei der überregionalen Verkehrsanbindung, der Verfügbarkeit qualitativer Arbeitsplätze, der Telekommunikations- und Datenverkehrsinfrastruktur sowie bei der Nähe zu den Hauptlieferanten. Denn trotz der Wirtschaftskrise wollen viele Unternehmen im Landkreis expandieren: Gut 40 Prozent möchten bis 2012 neue Dienstleistungen und/oder Produkte auf den Markt bringen. Über ein Viertel der Befragten will sogar sein Personal aufstocken. Und jeder neunte Betrieb im Landkreis steht in den nächsten zwei Jahren vor einer Betriebsübernahme.
Zu dieser positiven Tendenz kommt eine weitere: 60 Prozent der Betriebe zeigten sich in dem Fragebogen Kooperationen gegenüber aufgeschlossen. Großer Bedarf besteht vor allem bei den Themen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Energieberatung, Marketing/Vertrieb und Weiterbildung.
Landrat Franz Xaver Uhl sicherte den Unternehmern die Unterstützung des Landkreises zu: „Wir werden dafür kämpfen, dass der ländliche Raum stark bleibt und stark wird!" Unter anderem würden von seinen Mitarbeitern gerade ein regionales Entwicklungskonzept und die öffentliche Nahverkehrsplanung erarbeitet.
Quelle: www.landkreis-wug.de
03/2010 Bundesweites Pilotprojekt „Flächen ins Netz“ in der Otto-Dix-Stadt freigeschaltet

- Freuen sich über die gelungene Kooperation beim bundesweiten Pilotprojekt „Flächen ins Netz“: Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (2.v.l.), die Flitz-Projektverantwortlichen Dr. Stefan Blümling von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH (GEFAK) und Dr. Busso Grabow vom Deutschen Institut für Urbanistik, GEFAK-Geschäftsführer Dr. Jürgen Bunde und Rene Döring, Regionalsprecher Gera und Umgebung des Immobilienverbandes Deutschland (v.r.n.l.) sowie die Fachdienstleiterin Wirtschaftsförderung/Stadtentwicklung, Maren Ritter, bei der Freischaltung der Gewerbeimmobilienbörse
Gera vermarktet Gewerbeimmobilien über die Datenautobahn
Bundesweites Pilotprojekt „Flächen ins Netz“ in der Otto-Dix-Stadt freigeschaltet – OB Dr. Norbert Vornehm: Neuer Service ist Standortvorteil im Wettbewerb um Investoren
Gera vermarktet Gewerbeimmobilien künftig über die Datenautobahn. Eine entsprechende Börse auf der Website der Otto-Dix-Stadt www.gera.de wurde am 16. März im Beisein aller beteiligten Partner im Geraer Rathaus freigeschaltet.
Mit dem Vorhaben „Flächen ins Netz“ (Flitz) gehe Gera im Rahmen eines Pilotprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ganz neue Wege in der Wirtschaftsförderung, sagte Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm. „Wir erfassen und vermarkten Gewerbeflächen unterschiedlicher Eigentümer mit Hilfe moderner Informationstechnologien. Dieser neue Service ist ein Standortvorteil im Wettbewerb um Investoren, weil wir die Gewerbeimmobilien in unserer Stadt nicht nur besser und schneller vermarkten, sondern sie auch zielgerichtet weiter entwickeln sowie letztlich effizient und sinnvoll auslasten können“, macht er deutlich.
Er forderte alle Privateigentümer und gewerblichen Anbieter auf, von dieser neuen Offerte regen Gebrauch zu machen, um so eine schnelle Nachnutzung brachliegender Gewerbeflächen zu ermöglichen. Außerdem bündele die Immobilienbörse das bislang auf verschiedene Stellen innerhalb der Stadtverwaltung verteilte Wissen um gewerbliche Immobilien und sei damit ein weiterer Baustein für eine wirtschaftsfreundliche, service- und kundenorientierte Verwaltung und bietet neue Chancen für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Koordiniert von dem Fachdienst Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung hatten seit Anfang 2008 auch die Fachdienste Zentrale Dienste, Stadterneuerung und Immobilien der Stadtverwaltung Gera gemeinsam mit Experten vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) Berlin und der GEFAK Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH Marburg an der Börse für Gewerbeimmobilien gearbeitet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte das Projekt mit 230.000 Euro.
Ab sofort sind brachliegende Grundstücke sowie nicht oder nur teilweise genutzte Objekte unter www.gera.de, Menüpunkt Wirtschaft/Europa, Unterpunkt Gewerbeimmobilienbörse zu finden. Dort gibt es nicht nur ein Verzeichnis, sondern auch einen interaktiven Stadtplan, über den sich die Standorte einfach erschließen. Gestartet mit einem Grundangebot von circa 40 privaten und städtischen Gewerbeflächen und –objekten, können private Eigentümer und kommerzielle Anbieter von Gewerbeimmobilien diesen Service nutzen, um ihre Objekte über die städtische Homepage zu bewerben und so potenzielle Interessenten gezielt über ihre Angebote zu informieren. Einmal registriert, haben sie über ihr ganz persönliches Login die Möglichkeit, solche dort einzustellen und die Daten immer auf den aktuellsten Stand zu bringen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit können alle Interessierte über das Internet nach freien Gewerbeimmobilien in der Stadt Gera suchen. Der Datenaustausch läuft dabei weitestgehend automatisiert ab. Die Mitarbeiter des Fachdienstes Wirtschaftsförderung versetzt diese neue Offerte in die Lage, verlagerungsbereite Unternehmen, ansiedlungswillige Investoren, Existenzgründer und Projektentwickler in Sachen Gewerbeimmobilien schneller und kompetenter zu beraten.
„Das neue Gewerbeflächenportal der Stadt Gera wurde im Rahmen eines großen Forschungsprogramms des Bundesministerium für Bildung und Forschung realisiert“, erläuterte Difu-Wissenschaftler und Projektverantwortlicher Dr. Busso Grabow. Dieses ziele auf herausragende Konzepte zum verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Flächen. Er bewerte die Zusammenarbeit der wissenschaftlichen und der Umsetzungspartner mit der Stadt Gera als „hervorragend“, und auch seitens der Makler und privaten Flächeneigentümer sei die Unterstützung erfreulich gewesen. Das entwickelte und nun freigeschaltete Portal konzentriere sich auf den Bedarf der in der Stadt und der Region ansässigen Gewerbeflächenanbieter und -nachfrager. „Es ist vorbildhaft für andere Städte in Deutschland, da die realisierte Lösung grundsätzlich auf andere Städte und Gemeinden übertragbar ist.“
Als Partner in diesem Projekt freue sich die GEFAK, zusammen mit der Stadt Gera und dem Difu eine innovative technische Gesamtlösung erarbeitet zu haben, betonte GEFAK-Geschäftsführer Dr. Jürgen Bunde. „Als Ergebnis steht ja nicht nur das entwickelte Portal zu Buche, sondern auch die im Hintergrund aufgebaute Bündelung von vielen Informationen, die in Gera zu Gewerbeimmobilien vorliegen.“ Nicht zuletzt sei es auch gelungen, die relevanten Akteure innerhalb wie außerhalb der Stadtverwaltung zusammenzubringen. Der in Gera erarbeitete Ansatz habe in anderen Städten und Landkreisen ein überaus positives Echo gefunden. Den Grund dafür sieht er in der Verknüpfung einer gelungenen Nutzeroberfläche im Internet mit dem professionellen Arbeitswerkzeug KWIS.net in der Wirtschaftsförderung. „Dadurch ist die Wirtschaftsförderung in Gera viel näher an ihren Kunden, als dies bei den andernorts vorherrschenden isolierten Immobilienportalen der Fall ist“, machte er deutlich.
„Flitz“ mache den Geraer Gewerbeflächenmarkt transparenter, biete zusätzliche Vermarktungschancen und sofort den richtigen Ansprechpartner, schätzte René Döring, Regionalsprecher für Gera und Umgebung des Immobilienverbandes Deutschland IVD Region Mitte e.V., ein. Sein Unternehmen gehörte zu einem der Geraer Immobilienbüros, die an dem Projekt mitgearbeitet haben. „Bisher nutzen Akteure aus unterschiedlichen Gründen verschiedene Immobilienportale. Kaum ein Anbieter ist auf allen Portalen vertreten“, betonte er. Das bedeutete für sie bislang aufwendige Recherchen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der Erfolg des Geraer Pilotprojektes hänge nun davon ab, wie Anbieter - etwa Wohnungsgesellschaften, Makler, Projektentwickler, Unternehmer und private Eigentümer – dieses moderne Medium zur Vermarktung ihrer Gewerbeflächen zu nutzen.
Quelle: www.gera.de
01/2010 Ergebnisse Unternehmensbefragung Stadt Pforzheim
„Darin liegt Potenzial“ - Unternehmerfrühstück zu Standortstudie
PFORZHEIM. Wie mit einem neuen Schuh verhalte es sich mit den Ergebnissen der Unternehmensbefragung Stadt Pforzheim: „Es gibt zwar ein paar Druckstellen, aber im Großen und Ganzen passt er gut“, fasste Oberbürgermeister Gert Hager am Donnerstagmorgen beim Unternehmerfrühstück der Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) – erstmals im Turm der Sparkasse Pforzheim Calw – humorvoll zusammen. Er sei optimistisch gestimmt.
Tatsächlich hat die im Mai 2009 durchgeführte Befragung (PZ hat berichtet) eine überdurchschnittliche Investitionsbereitschaft sowie ein hohes Niveau in Forschung und Entwicklung der Pforzheimer Unternehmen ergeben, präzisierte Referent Josef Rother, Prokurist und Gesellschafter der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK), die die Befragung durchgeführt hat. Kritik gab es hingegen für die hohe Gewerbesteuer, die unzureichende Schienenanbindung, den Fachkräftemangel sowie das Preisniveau für Gewerbeflächen. Insbesondere das Image der Goldstadt in der Außendarstellung wurde bemängelt.
Für diesen Kritikpunkt hatten jedoch nicht alle Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks Verständnis: „Stehen wir beim Image wirklich so schlecht da“, wollte ein Jungunternehmer wissen. Rother gab ihm insofern recht, als dass ein Unterschied zwischen der Eigen- und der Fremdwahrnehmung gemacht werden müsse. Allerdings, so der Referent, dürfe auch das Feedback nicht unterschätzt werden, das Unternehmer regelmäßig von außen mit in die Stadt brächten. „Ich habe gestern den Marburger Oberbürgermeister gefragt, was er mit Pforzheim verbindet“, erzählte Rother. Die Antwort: Gold und René Weller, Pforzheimer Ex-Profiboxer. Eine überraschende Antwort, deutet man das Raunen, das daraufhin durch den Panoramasaal im Sparkassen-Turm ging. Allerdings relativierte der Referent im Gespräch mit der PZ anschließend diesen Ausspruch mit einer weiteren Anekdote: „Eine junge Frau im Zug hat mir auf diese Frage geantwortet: ‚Mode und Design – muss ganz trendig da sein’.“ Und darin liege Potenzial, so Rother.
„Auf Unternehmen angewiesen“
„Wie bekommen wir hochqualifizierte Leute oder halten Studenten der Hochschule in der Stadt“, fragte ein Unternehmer. Auch das sei ein Punkt, der eng mit der Kritik am Image der Stadt verwoben sei. Eine prompte Antwort kam von Oberbürgermeister Hager: „Von Stadtseite her greifen wir das Thema stark an, aber wir sind auch auf die Unternehmen angewiesen.“ Um den Standort für die Studenten interessanter zu machen, müsse es mehr Praktika-Möglichkeiten und Plätze für Werkstudenten geben, so Hager.
Verbesserungsbedarf sahen die befragten Unternehmen unter anderem auch bei der Telekommunikations- und Datenverkehrsinfrastruktur in den Industriegebieten. „Jammern wir auf hohem Niveau, oder sind wir tatsächlich schlecht aufgestellt“, fragte ein Unternehmer. „Wir haben Stimmungen, Meinungen abgefragt“, so Rother. Ob diese Einschätzung der Unternehmer den Tatsachen entspreche, könne er nicht sagen. Da die Befragung jedoch personalisiert sei, habe die WSP nun die Möglichkeit, die Themen gemeinsam mit den Unternehmen anzugehen. „Diese Analyse war erst der Anfang“, so der GEFAK-Prokurist.
Quelle: PZ-News, 28.01.10
01/2010 GEFAK erarbeitet Standortmarketingkonzept für den Landkreis Cochem-Zell
Mehr als nur eine Urlaubsregion - Landkreis Cochem-Zell mit neuem Standortmarketing
Mit einem neuen Marketingkonzept will der Landkreis Cochem-Zell sich dem wachsenden Wettbewerb der Wohn- und Wirtschaftsstandorte in Deutschland stellen. So soll der Landkreis mit seinen Chancen und nach Möglichkeiten analysiert und neu positioniert werden. Im Januar 2010 starten die Aktivitäten mit drei Workshops zu zentralen Themen der künftigen Entwicklung.
Wohnen und Infrastruktur, Tourismus sowie Wirtschaft, Arbeit und Bildung – das sind die Themen der Workshops, mit denen der Landkreis Cochem-Zell in die Entwicklung seines neuen Standortmarketingkonzeptes einsteigt. Im Fokus steht dabei vor allem das Verhältnis von Tourismus und gewerblicher Wirtschaft, das eine zentrale Rolle für die künftige Profilierung des Kreises spielen soll. „Mit dem neuen Konzept wollen wir einen aktiven Beitrag leisten, um junge Menschen in der Region zu halten und zukunftsfähige Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen", unterstreicht Manfred Schnur, Landrat des Kreises Cochem-Zell.
Im Mittelpunkt der Entwicklung müsse die Steigerung der Attraktivität des Landkreises als Wohn- und Arbeitsstandort stehen, so Schnur weiter. Eine ausschließliche Konzentration auf den Fremdenverkehr halte er für nicht ausreichend. Vielmehr gehe es darum, ein effizientes Nebeneinander von Tourismus und gewerblicher Wirtschaft zu etablieren. Beide könnten als gleichbedeutende Standbeine entscheidend zur Entwicklung der Region beitragen. Wichtig sei es zudem, die Akteure vor Ort von Beginn an in den neuen Prozess einzubinden. Daher habe man die Workshops bewusst an den Beginn des Prozesses gesetzt.
Los geht es am 25. Januar mit dem Thema „Wohnen und Infrastruktur". Es folgen der Tourismus-Workshop am 3. Februar und zum Thema Wirtschaft, Arbeit und Bildung am 8. Februar 2010. Alle drei Veranstaltungen sollen dazu beitragen, eine möglichst breite Akzeptanz für das neue Konzept und seine Umsetzung zu erzielen. Um auch die Wirtschaft frühzeitig „mit ins Boot" zu bekommen, wird zudem eine breit angelegte Unternehmensbefragung im Landkreis durchgeführt. Sie richtet sich an 850 Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen (einschließlich Tourismus) und ergänzt die bereits seit Ende des Vorjahres durchgeführte Analyse der wichtigsten Strukturdaten. Ein besonderes Ziel ist es dabei, das Mitwirken der Unternehmen bei künftigen Maßnahmen der Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung zu erhöhen.
Insgesamt wird die Entwicklung des neuen Standortmarketingkonzeptes bis zum Sommer 2010 abgeschlossen sein. Dann, so die Erwartung der Beteiligten, wird der Landkreis Cochem-Zell sowohl sein Image als Tourismusstandort als auch seine Qualitäten als Wohn- und Arbeitsstandort gestärkt haben und mit einem klar definierten Profil in die Zukunft gehen.
Landrat Manfred Schnur jedenfalls ist angesichts der anstehenden Neuorientierung optimistisch. „Uns geht es darum, die Strukturen und die Lebensqualität im Landkreis nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu verbessern und so die Zukunftsfähigkeit des Kreises zu untermauern", betont er. Die attraktive Kulturlandschaft, der Erhalt und Ausbau qualifizierter Arbeitsplätze sowie die Entwicklung innovativer Ansätze in Wirtschafts- und Entscheidungsprozessen sind wichtige Meilensteine auf diesem Weg.
Begleitet wird der Prozess vom Marburger Büro GEFAK, Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH. Das Unternehmen berät bundesweit rund 200 Kunden in den Bereichen Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung.
Quelle: http://www.cochem-zell.de/
12/2009 Projektstart zur kartografischen Darstellung der "Key Technologies in Bavaria"-Firmendatenbank

- Josef Rother, Geschäftsführer der Firma GEFAK, die die Key Technologies Datenbank betreut, zusammen mit Barbara Baur bei der Präsentation zum Kick-off des Projektes
lmmer mehr ausländische Firmen suchen mithilfe der 0nline-Datenbank ihre Partner in Bayern. Mittlerweile enthält die Datenbank über 18.000 Eintrage von bayerischen Unternehmen. Die Datenbank wird in 33 Lädern von Bayern International online vermarktet und als CD-Version auf unseren weltweiten Veranstaltungen verteilt. Um die Attraktivität der Datenbank weiter zu steigern, wurde im August mit der Visualisierung der Datenbank begonnen. Mithi|fe der Kartografie auf Basis von Microsoft soll die Unternehmensdarstellung erweitert und verbessert werden. Unternehmensstandorte werden so in Landkarten, Stadtplänen und Luftbildern visualisiert und zugleich die räumlichen Konzentrationen von Kompetenzfeldern und Clustern dargestellt. Die neue Funktion in der Firmendatenbank wird ab Januar 2010 auf der neuen Homepage von Bayern International zur Verfügung stehen.
Quelle: Aussenwirtschaft im Focus, Dezember 2009, Seite 8
07/2009 Unternehmen befragen, um ihnen besser helfen zu können
Die Stadt Herrenberg hat vor Kurzem eine durchführen lassen, für Pforzheim werden die Fragebögen gerade ausgewertet: Unternehmensbefragungen sollen vielerorts der kommunalen Wirtschaftsförderung Impulse geben. Was können solche Befragungen tatsächlich leisten?
„Es hat sich im Wesentlichen eigentlich das verfestigt, was wir glaubten, zu wissen - aber einfach nicht mit der Sicherheit wussten, um darauf aufbauend zu handeln": So beantwortet Karl Sammet, seit zehn Jahren Wirtschaftsförderer bei der Stadt Herrenberg im Landkreis Böblingen, die Frage, ob ihn das Ergebnis der Unternehmensbefragung in seiner Stadt überrascht hat. Ende Juni wurden die Resultate in der Alten Turnhalle in Herrenberg vorgestellt, das Interesse daran war groß: Mehr als 130 Firmenvertreter folgten der Einladung der Stadt und kamen zur Präsentation von Josef Rother.
Information und Vernetzung sind zentral bei der Wirtschaftsförderung
Rother arbeitet bei der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak), die solche Befragungen im Auftrag von Städten durchführt. Das Beratungsunternehmen ist 1990 als Ausgründung der Universität Marburg entstanden und hat derzeit 19 Mitarbeiter. „Wirtschaftsförderung ist als Infobörse zu verstehen", sagt Rother. Betriebe zusammenzubringen, die trotz geografischer Nähe oft nichts voneinander wussten, und Netzwerke zu bilden, das sei die Kernaufgabe. Aus der Vogelperspektive, wie sie eine Unternehmensbefragung böte, seien Potenziale einer Stadt und der Unternehmen besser zu erkennen. Rother zufolge lohne sich das für Städte ab etwa 20000 Einwohnern.
Doch kennt ein Wirtschaftsförderer die Struktur der Wirtschaft und die Betriebe vor Ort nicht sowieso schon zur Genüge? Diesen Einwand lässt Rother nicht gelten. Mittelständler seien das Rückgrat der Wirtschaft. Sie beschäftigten gerade in Baden-Württemberg die meisten Mitarbeiter und seien das stabilisierende Element eines jeden Standorts. Unmöglich aber könne ein Bürgermeister oder Wirtschaftsförderer alle mittelständischen oder gar die kleinen Betriebe kennen.
Die Zahlen geben Rother recht. In der 32 000-Einwohner-Stadt Herrenberg verschickte die Gefak im Auftrag der Stadt 656 Fragebögen, im viermal so großen Pforzheim wurden sogar 1200 Betriebe angeschrieben.
Im Idealfall lässt sich als Folge einer solchen Befragung die Kreislaufwirtschaft vor Ort optimieren. Rother nennt das die „Abrundung des Unternehmensbesatzes" und gibt ein Beispiel für den konkreten Nutzen, der sich ergeben kann: So kam einmal zutage, dass ein geeigneter Zulieferer für eine Firma, die benötigte Werkteile aus Norddeutschland bezog, bloß einen Kilometer entfernt seinen Sitz hatte.
Die Städte erhoffen sich von der Befragung mehr als eine aktuelle Bestandsaufnahme und eine Aktualisierung teils schon vorliegender Unternehmensdaten. Sie wollen erfahren, wie Unternehmen den Standort einschätzen und ob sie mit der städtischen Wirtschaftsförderung zufrieden sind. Die Fragen zielen auch in die Zukunft: Welchen Bedarf an Arbeitskräften und Gewerbeflächen erwarten die Betriebe in absehbarer Zeit, welche Märkte wollen sie sich neu erschließen? In Herrenberg wurde die Umfrage auch dazu genutzt, nach der Einschätzung aktueller Vorhaben der Stadt seitens der Unternehmer zu fragen: Herrenberg plant ein Business-Center, ferner eine Kindertagesstätte und eine Kantine. Überrascht sei er, sagt Wirtschaftsförderer Karl Sammet, wie groß das Interesse kleinerer Unternehmen und Betriebe an diesen Projekten sei.
Nun lotet er aus, ob und welche auch finanzielle Beteiligung die aufgeschlossenen Firmen einzugehen bereit sind. Ferner hat die Unternehmensbefragung ergeben, dass sich fünf Firmen künftig in Fernost engagieren wollen. Sammet und seine Mitarbeiter bringen diese jetzt zusammen und vernetzen sie: „Es hat sich geradezu aufgedrängt, da schnell etwas zu tun", sagt Sammet.
Auch Reiner Müller, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung in Pforzheim, erhofft sich als Ergebnis der aktuellen Unternehmensbefragung nicht nur eine Antwort auf die Frage „Marschieren wir in die richtige Richtung?", sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen. Welche Veranstaltungen soll die Wirtschaftsförderung anbieten, an welchen Messen soll man sich beteiligen - und dort etwa für die Unternehmen der Stadt einen Gemeinschaftsstand organisieren?
Anstoß für die Unternehmensbefragung in Pforzheim gab eine Analyse: Demnach besitzt die metallverarbeitende Branche sowie die Medizin- und Dentaltechnik in Pforzheim einen sehr hohen Innovationsgrad und ist besonders zukunftsträchtig. Die Wünsche und Bedürfnisse der entsprechenden Unternehmen besser kennenzulernen und sie besser miteinander zu vernetzen, sogenanntes Clustermanagement, war ein Grund, eine Befragung in Auftrag zugeben - in die dann aber auch gleich alle anderen Betriebe miteinbezogen wurden.
Was Unternehmensbefragungen kosten und wie repräsentativ sie sind
Die Kosten der Unternehmensbefragung beliefen sich in Herrenberg auf mehr als 10000 Euro, in Pforzheim auf etwa 13 000 bis 14 000 Euro. Aber sind die Ergebnisse solcher Unternehmensbefragungen überhaupt repräsentativ? Wie viele Firmen beantworten den vierseitigen Fragenkatalog? Genug jedenfalls, meint Josef Rother. Bei wissenschaftlichen Befragungen betrage die Rücklaufquote oft bloß zehn bis 15 Prozent; ähnliches gelte für Umfragen von Kammern. In Herrenberg aber antwortete jeder dritte befragte Betrieb, in Pforzheim waren es kaum weniger.
Sinn und Zweck von Unternehmensbefragungen
Für die optimale Wirtschaftsförderung in einer Stadt müssen Wünsche und Anforderungen der Betriebe vor Ort bekannt sein, Unternehmensbefragungen gelten als geeignetes Instrument dazu - vor allem, wenn die Befragungen regelmäßig durchgeführt werden und nicht anonymisiert sind. Dann können die Wirtschaftsförderer gezielt Betriebe ansprechen, die mit den Standortbedingungen unzufrieden sind, neues Bauland benötigen oder Arbeitskräfte suchen.
Quelle: BSZ Nr. 27 vom 17.07.2009
07/2009 Unternehmensbefragung 2009 mit interessanten Ergebnissen
Hohe Standortverbundenheit der Herrenberger Unternehmen
Die Stadt Herrenberg hat im März und April eine Unternehmensbefragung durch die GEFAK, Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung im Marburg, durchgeführt. Die große Teilnahme der Herrenberger Unternehmen, sowohl an der Befragung als auch bei der Präsentation am vergangenen Mittwoch durch Josef Rother von der GEFAK in der Alten Turnhalle hat eine hohe Standortverbundenheit der Unternehmen zu Herrenberg gezeigt. Eine auch nach Auffassung der GEFAK hohe Teilnahme von über 33 Prozent der befragten Unternehmen und die Anwesendheit von über 120 Firmenvertretern bei der Präsentation bestätigen dies.
Die Stadt Herrenberg betreibt seit vielen Jahren eine aktive Wirtschaftsförderung. Für die strategische Ausrichtung der Wirtschaftsförderung auch in der Zukunft sind die Standortbewertungen und Anforderungen der im Stadtgebiet ansässigen Unternehmen von zentraler Bedeutung. Deren Kenntnis ermöglicht eine kundenorientierte Wirtschaftsförderung, weshalb die Stadt an einem kontinuierlichen Dialog mit der Wirtschaft interessiert ist. Sie hat deshalb eine wichtige Form des Dialogs über eine Unternehmensbefragung genutzt. Die Befragung zielte auf wichtige Handlungsfelder der Wirtschaftsförderung. Insbesondere war eine aktuelle Bestandsaufnahme der betrieblichen Strukturen von Interesse. Außerdem war die Ausgangslage zur Positionierung der Stadt in Zukunftsthemen wie Kompetenzfelder, Beschäftigungspolitik und Flächenmanagement wichtig. Gefragt waren insbesondere auch die künftigen Anforderungen an die Wirtschaftsförderung aus Unternehmersicht. Für die tägliche Arbeit war auch eine Aktualisierung des Datenbestandes für die laufende Ansprache der Unternehmen der Herrenberger Wirtschaftsförderung das Ziel.
Die Unternehmen waren gebeten, einen 4-seitigen Fragebogen mit 16 Fragekategorien auszufüllen, weshalb Ihnen auch an dieser Stelle von der Wirtschaftsförderung aus für ihre Mitwirkung „herzlichen Dank" gesagt wird. Um die praktische Verwertbarkeit der Befragungsergebnisse zu gewährleisten, wurde die Befragung in nicht „anonymisierter Form" durchgeführt. Die Angaben der Unternehmen wurden in dem seit kurzem bei der Wirtschaftsförderung als Arbeitswerkzeug eingesetzten Kommunalen Wirtschafts-Informations-System „KWIS" eingearbeitet und stehen der Wirtschaftsförderung nun jederzeit zur Verfügung.
Stadt als Wirtschaftsstandort
Die Befragung sollte auch Antwort darauf geben, wie die Wirtschaft in Herrenberg strukturiert ist und wie die Stadt als Wirtschaftsstandort von den ansässigen Firmen bewertet wird und welche Standortfaktoren ihnen dabei besonders wichtig sind. Die Wirtschaftsförderung hat auch darüber hinaus interessiert, wie die kurz- bis mittelfristigen Entwicklungspläne der Unternehmen aussehen und welche Standortrelevanz diese Pläne haben. Ganz wichtig war die Frage, ob es potenziale zum Ausbau regionaler Unternehmenskooperationen - und in welchen Kooperationsfeldern - es gibt. Des Weiteren war die Frage nach einem aktuellem Arbeitskräfte- und Flächenbedarf der Unternehmen gestellt und wie künftige Anforderungen einzelner Zielgruppen an die Wirtschaftsförderung aussehen. Ganz konkret und von zeitlicher Relevanz waren Fragen nach der Unterstützung des in Herrenberg geplanten Jugendforschungszentrums sowie eines Business-Centers mit Kindertagesstätte und Kantine in Herrenberg-Gültstein.
Jugendforschungszentrum, Business-Center
Um Letzteres gleich vorneweg zu nehmen: Erfreulicherweise zeigten über 46 Betriebe Interesse an einer Förderung und Unterstützung eines Jugendforschungszentrums in der Innenstadt. 30 Betriebe haben Interesse an einem Business-Center mit gemeinsam genutzter Infrastruktur. Die Verwaltung wird diese Vorhaben einer genaueren Prüfung unterziehen. Auch die Frage der Errichtung einer Betriebskindertagesstätte im Gewerbegebiet Gültstein wird vertieft bearbeitet werden müssen. Während 36 Betriebe grundsätzlich einen Kinderbetreuungsbedarf für ihre auswärtigen Beschäftigten äußern, sehen 17 Betriebe einen solchen Bedarf für zusammen etwa 40-45 Kinder. 11 dieser Betriebe gaben an, dass ihr Bedarf für etwa 32-28 Kinder im Gewerbegebiet Gültstein gedeckt werden könnte.
Zielgruppe der Befragung und Resonanz
Die Befragung richtete sich an alle der städtischen Wirtschaftsförderung vorliegenden Adressdaten von Unternehmen mit einer Betriebsstätte in Herrenberg mit zwei und mehr Beschäftigten. Darüber hinaus wurden weitere interessierte Betriebe durch öffentliche Bekanntmachung sowie durch Einstellung des Fragebogens auf der Internetseite der Stadt Herrenberg zur Teilnahme eingeladen. Von den 656 zugestellten Anschreiben haben 217 Betriebe einen verwertbaren Fragebogen zugesandt, was einer sehr hohen Rücklaufquote von über 33 Prozent entspricht. Von 205 der erreichten Betriebe waren zum Zeitpunkt der Befragung von Herrenberg über 4.800 Beschäftigte tätig. Die Ergebnisse der Unternehmensbefragung beziehen sich also auf jeden 3. Arbeitsplatz in Herrenberg.
Standortbindung und Absatzmärkte
Die allermeisten Betriebe, nämlich 86Prozent haben ihren Hauptsitz in Herrenberg. 7 Betriebe sind Niederlassungen von Betrieben, die Ihren Firmensitz außerhalb der Region haben. Der derzeit wichtigste Auslandsmarkt für die Herrenberger Unternehmen ist die Schweiz (21 Nennungen). Ebenfalls häufig wird genannt Österreich, Frankreich und die USA. Mehrere Betriebe möchten künftig bspw. erstmals in Japan oder Indien aktiv werden. Hierbei bietet sich eine Kooperationsanbahnung durch die Wirtschaftförderung an.
Kompetenzfelder der Unternehmen
Da mehr als die Hälfte der Unternehmen mit ihrer Zuordnung zu den Kompetenzfeldern auch der Weitergabe ihrer Basisdaten zugestimmt haben, ist die Wirtschaftsförderung aufgrund der Unternehmensbefragung unter anderem in der Lage, die in der Region Stuttgart oder auf Landesebene arbeitende Cluster bzw. Netzwerkinitiativen auf die für sie relevanten Unternehmen in Herrenberg aufmerksam zu machen und damit zu deren Berücksichtigung bei landesweiten oder (über-)regionalen Aktivitäten beizutragen. Mit Blick auf die Cluster- bzw. Innovationspolitik in Baden-Württemberg ist auch die Zahl von 16 Betrieben (7,5 Prozent) von Interesse, die angeben, an Ihrem Standort in Herrenberg Forschung und Entwicklung zu betreiben.
Die Präsentation der ausgewählten Befragungsergebnisse wurden von der Wirtschaftsförderung im Internet der Stadt unter www.herrenberg.de -> Wirtschaft -> Unternehmensbefragung eingestellt und kann dort jederzeit eingesehen werden.
Quelle: Amtsblatt Herrenberg, 02.07.2009
06/2009 Optimistische Signale aus der Wirtschaft
Unternehmensbefragung: Standort Herrenberg konkurrenzfähig
Überraschendes offenbarte die im März '09 im Auftrag der Stadt Herrenberg durchgeführte Befragung örtlicher Unternehmen. Fast ein Drittel der sich beteiligenden Firmen will in den nächsten drei Jahren neue Mitarbeiter einstellen, jede fünfte die Produktionskapazität erweitern. Resignation angesichts der Wirtschaftskrise sieht anders aus.
Gut 120 Firmenvertreter waren der Einladung zur Präsentation der Befragungsergebnisse in der Alten Turnhalle gefolgt. Ein „rekordverdächtiger Besuch", wie Josef Rother von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH (GEFAK) feststellte. Das sei er nicht gewohnt, genauso wenig die große Bereitschaft der Unternehmung an der Befragung mitzuwirken. Und die GEFAK habe schon viele solcher Befragungen durchgeführt. Normal sei eine Beteiligungsquote von zwölf bis 20 Prozent, in Herrenberg waren es 33 Prozent. 656 Unternehmen aus allen Branchen hatte die städtische Wirtschaftsförderung ausgesucht, 217 Unternehmen schickten den Fragebogen zurück. Sie stellen rund ein Drittel der Arbeitsplätze in der Gäustadt.
Fragebogen waren nicht anonymisiert
Da die Fragebogen nicht anonymisiert sind, weiß man auf dem Herrenberger Rathaus jetzt exakt, wo welche Unternehmen der Schuh drückt, kann möglicherweise Abhilfe schaffen oder die Unternehmen mit ähnlich gelagerten Sorgen oder Vorhaben in Kooperationen zusammen bringen.
Fast 60 Prozent der befragten Betriebe zählen mit bis zu neun Beschäftigten zu den kleinen, nur acht Prozent beschäftigen 50 und mehr Mitarbeiter. Erstaunlich, welch seltene Sparten in Herrenberg vertreten sind: Immerhin sieben Prozent geben Medizintechnik als Tätigkeitsfeld an, fünf Prozent beschäftigen sich mit neuen Werkstoffen und je zwei Prozent mit Nanotechnologie sowie mit Luft- und Raumfahrttechnik.
Den Standort Herrenberg - 86 Prozent der Betriebe haben hier ihren Hauptsitz - bewerten die Unternehmen insgesamt recht positiv. 54 Mal und damit am häufigsten nennen die Firmen die gute überregionale Verkehrslage Herrenbergs als wichtigsten Standortfaktor, gefolgt von der Nähe zu den Hauptkunden mit 28 Nennungen. 69 Unternehmen geben der Verkehrsanbindung die Note sehr gut, 100 die Note gut. Schlechter sieht des bei der Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften aus. Hier bezeichnen nur neun Unternehmen die Lage als sehr gut, 74 finden sie befriedigend, 29 nennen sie sie schlecht oder sehr schlecht.
Etwas kurios findet der städtische Wirtschaftsförderer Karl Sammet, dass 22 Unternehmen mit der Verfügbarkeit von Gewerbeflächen unzufrieden sind. Immerhin habe die Stadt in Gültstein knapp zehn Hektar im Angebot und 1,78 Hektar in kleineren, auch für Handwerksbetriebe geeigneten Segmenten in den Schanzenwiesen am Rande der Kernstadt. 14 Betriebe haben für die nächsten drei Jahre einen Gewerbeflächenbedarf von 4,1 Hektar angemeldet. Da die Stadt nun aufgrund der Befragung weiß, wer was benötigt, kann sie auf die Firmen zugehen. Nicht eingerechnet in diesen 4,1 Hektar sind zusätzlich geplante Büro-, Verkaufs- und Produktionsflächen sowieGrundstücke für Lagerhallen in einer Größenordnung von nochmals drei Hektar. Nicht gerade begeistert sind die Unternehmen von den Preisen für Gewerbeflächen, aber wie aus den von Rother präsentierten Sindelfinger und Ludwigsburger Umfrageergebnissen zu entnehmen war, ist es dort nicht anders. Dort aber sind die Grundstücke deutlich teurer. Man befinde sich in Herrenberg, so Karl Sammet, in einer Sandwich-Lage: In Richtung Böblingen, Sindelfingen und Stuttgart steigen die Preise rapid, in Richtung Rottenburg sinken sie.
Großes Interesse an Kooperation in vielen Bereichen
Laut Befragungsergebnis haben viele unternehmen Interesse zu kooperieren. Am meisten genannt wird hier der Bereich Vertrieb/Marketing, gefolgt von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Messeauftritten, Weiterbildung und Einkauf. Auch auf diesem Sektor kann die Stadt nun ähnlich gelagerte Interessen zusammen bringen. Etwas erstaunt war Rother, dass die Unternehmen so großes Interesse an dem geplanten Jugendforschungszentrum zeigen. 46 stellen finanzielle Unterstützung in Aussicht. Für ein Business-Center interessieren sich 30 Betriebe, 17 für eine Betriebskindertagesstätte und 26 für eine Kantine.
Insgesamt, so Rother, lasse die Umfrage als Momentaufnahme aus dem März den Schluss zu, dass die Unternehmen in der Gäustadt optimistisch in die Zukunft blicken.
Die Umfrageergebnisse können auch auf der Homepage der Stadt Herrenberg unter www.herrenberg.de eingesehen werden.
Quelle: Kreiszeitung Herrenberg, 25.06.2009
05/2009 Stadt erhält gute Noten
Ergebnis der GEFAK-Unternehmensbefragung im Finanzausschuss
Wohlwollend hat der Finanzausschuss das Ergebnis der GEFAK-Unternehmensbefragung aufgenommen, das der Wirtschaftsförderung eine wichtige Datenbank liefert und der Stadt gute Noten ausstellt.
"Orientierung für die nächsten Jahre" soll die im November 2008 von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) konzipierte Unternehmensbefragung zur Wirtschaftsförderung in Reutlingen darstellen, sagte Josef Rother von der Marburger Gesellschaft in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses des Reutlinger Gemeinderates.
Von den angeschriebenen Firmen haben sich laut Wirtschaftsförderer Dr. Christoph-Michael Pfefferle "unglaubliche 30 Prozent" rückgemeldet, Angaben zu Standortfaktoren, Aktivitäten der Wirtschaftsförderung, Arbeitskräfte- und Flächenbedarf sowie zu Entwicklungsabsichten gemacht.
Für Rother ist die Untersuchung durchaus repräsentativ, weil sie sich auf ein Viertel aller Arbeitsplätze in Reutlingen bezieht, folglich also "kein Gutachten für die Schublade" sei, sondern Handlungsanleitung und aussagekräftige Datenbank zugleich für die städtische Wirtschaftsförderung, die so gezielt die Unternehmen ansprechen kann. Freilich, räumt Rother ein, zeige der Rücklauf von 317 Fragebögen an 1075 angeschriebene Unternehmen auch, dass Industrie und Handwerk überrepräsentiert sind und der Dienstleistungsbereich doch etwas schwächer antwortete.
Als "Eckdaten" hat Rother herausgefiltert, dass 94 Prozent der Betriebe ihren Hauptsitz auch in Reutlingen haben, das bedeute, dass lediglich 1000 Arbeitsplätze "fremdgesteuert" sind. Angesichts der Wirtschaftskrise mit einhergehendem Arbeitsplatzabbau gerade bei „Filialen" sei dies für die Echazstadt schon beruhigend. Bei der Ausbildungsquote befinde sich Reutlingen mit 48 Prozent im Durchschnitt, bei der eigenen Internetdarstellung der Betriebe mit 75 Prozent sogar über dem Durchschnitt.
Im Ergebnis, so Rother, könne festgehalten werden, dass die Stadt Reutlingen für ihre Infrastruktur, die durch die Kommunalpolitik unmittelbar beeinflusst werden kann, gute Noten bekommt. Das heißt, bei der "Standortzufriedenheit" seitens der Unternehmen kommt die Stadt auf einen Schulnotenwert von etwa 2,5.
Im Detail sieht es in dem GEFAK-Gutachten so aus, dass Reutlingen besonders gut in den drei wichtigen Bereichen "soziale Einrichtungen", "Nähe zum Hauptlieferanten" und "Verkehrsanbindung" abschneidet, weniger gut hingegen bei der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte. Ein Blick auf andere Städte zeigt, dass es da "marginale Unterschiede" gibt, aber immerhin: Esslingen wird zum Beispiel schlechter, Ludwigsburg besser bewertet. Reutlingen kann außerdem beim Preisniveau von Gewerbe- und Wohnflächen punkten.
Was die Zukunftsperspektiven der Firmen angeht, hat Rother erkannt, dass zum Befragungszeitpunkt November 2008, als die krisenhafte Situation schon erkennbar war, in punkto Entwicklungsabsichten "wenig Negatives" erkennbar gewesen sei. In der Summe hätten sich die Unternehmen sogar positiv, geäußert: 40 Prozent wollen neue Dienstleistungen und Produkte entwickeln, 36 Prozent mehr Beschäftigte einstellen und 20 Prozent die Produktionskapazitäten erweitern. "Das sind keine schlechten Absichten", urteilt Rother.
Weitere Indizien für ein gutes Grundklima in Reutlingen sind, dass nahezu jedes vierte Unternehmen Gewerbeflächenbedarf hat, dass etwa 500 Beschäftigte gesucht werden, darunter rund 200 Facharbeiter. Gerade unter der Achalm ist das Niveau recht hoch, weil hier vergleichweise viele hoch qualifizierte Arbeitskräfte fehlen.
Erstaunlich ist für Rother, dass jedes zweite Unternehmen an Kooperationen mit anderen Betrieben in teressiert ist, aber offenbar nicht so recht den Türöffner findet, den die Wirtschaftsförderung spielen könnte. Hilfe wird auch gewünscht nicht nur bei der Fördermittelberatung, sondern bei der Image-Werbung für die Stadt und bei der Suche nach Gewerbeflächen.
Insofern, sagte Rother abschließend, habe die Expertise für die Stadt Reutlingen gezeigt, wo gezielt der Hebel angesetzt werden kann. So dürfte die Arbeit für Wirtschaftsförderer Pfefferle nicht ausgehen.
Quelle: Reutlinger Nachrichten, 2. Mai 2009, Seite 45
04/2009 Adressdatenabgleich zwischen KWIS.net und Outlook
Ein Musterformular und eine ausführliche Beschreibung zum Abgleichen von Adressdaten zwischen KWIS.net und Outlook können Sie unter http://www.gefak.de/files/Datenabgleich_mit_Outlook.zip heruntergeladen werden.
Weitere Informationen zur Funktionsweise können Sie auch in der neuen Ausgabe des GEFAK-Newsletters nachlesen.
04/2009 Frühjahrsnewsletter der GEFAK
Ab sofort steht der Frühjahrsnewsletter für Sie zum Download bereit.
03/2009 Glanz und Schatten des Wirtschaftsstandortes
Stadt gibt 14 000 Euro für Unternehmerbefragung aus – Ergebnisse wurden vorgestellt
Wo Straubing als Wirtschaftsstandort Glanzleistungen vollbringt und wo nicht, darum ging es am Donnerstagabend im Rathaussaal. Vor zahlreichen Wirtschaftstreibenden wurden die Ergebnisse einer groß angelegten Unternehmerbefragung der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung, kurz Gefak, vorgestellt. 14000 Euro hat sich die Stadt diese Erhebung kosten lassen. Jetzt weiß sie, woran es den Unternehmern mangelt: an Fachkräften zum Beispiel.
Für Klaus Hofmann vom Amt für Wirtschaftsförderung stehen arbeitsreiche Zeiten an. Denn seine Aufgabe ist es nun, die vielen Ergebnisse umzusetzen, die die Unternehmerbefragung gebracht hat. „Sie ist ganz bestimmt nicht für die Schublade gemacht worden“, so Hofmann. Vielmehr soll sich die Befragung unter 200 Unternehmern für die Wirtschaftsförderung bezahlt machen. Ihre Ergebnisse sollen es dem Chef- Wirtschaftsförderer der Stadt und seinen Kollegen ermöglichen, in Zukunft gezielt auf die Wünsche der Wirtschaftstreibenden einzugehen.
Aber welche Wünsche haben sie denn nun? Diese Frage beantwortete Josef Rother von Gefak am Donnerstagabend in einem umfassenden Vortrag. Ein Ergebnis ist etwa der Wunsch nach qualifizierten Arbeitskräften. An solchen mangelt es nach Ansicht vieler Unternehmer in und um Straubing nämlich gewaltig. Besser sah es da mit der überregionalen Verkehrslage aus. Als deutlicher Standortvorteil wurde die Anbindung an das Straßennetz bezeichnet. Weit schlechter wird allerdings die Anbindung an das Schienennetz gesehen.
Im Branchenvergleich sind es die Handwerker, die nach den Worten des Gefak-Prokuristen Rother etwas unzufriedener sind als ihre Kollegen in Industrie, Dienstleistung, Gastronomie und Verkehr. „Aber Klappern gehört nunmal zum Handwerk.“
Interessant war auch, wie die befragten Unternehmer aktuelle Stadtentwicklungsprojekte beurteilen. Zwei Beispiele nannte hier Josef Rother. Zum einen das Theresien- Center, bei dem ein Großteil der befragten Wirtschaftstreibenden keine Auswirkungen auf das eigene Unternehmen erwarten. Für die Stadt allerdings bewerten sie das Center als überwiegend positiv. „Dieses Projekt ist noch diskussionswürdig“, meinte Rother. Weit eindeutiger war da die Haltung der Unternehmer zur Ansiedlung der Fraunhofergesellschaft. Hier erwartet knapp ein Drittel aller Befragten positive Konsequenzen für den eigenen Betrieb. Für die Stadt wird die Entwicklung fast ausschließlich begrüßt.
Zahlen, Daten und Grafiken gab es viele in dem Vortrag von Josef Rother. Damit aber begnügte sich der Wissenschaftler nicht. Er gab den Straubingern auch einige Handlungsempfehlungen mit auf den Weg. In dem Problemfeld Fachkräftemangel etwa solle sich die Stadt überlegen, wie sie qualifizierten Arbeitskräften den Gang nach Straubing schmackhaft machen kann. In Sachen Gewerbeflächen riet er, eine stärkere Vermittlerrolle zwischen Anbietern und Nachfragern zu spielen. Denkbar wäre etwa eine entsprechende Internet-Börse. Auch hinsichtlich der Kooperation lokaler Unternehmen solle die Stadt doch öfter mal zum Geburtshelfer werden. Nicht zuletzt wünschen sich viele Wirtschaftstreibende, dass sich Straubing als Industriestandort besser vermarktet, also zu einer überregionalen Marke wird. Auch hier sei die Stadt gefragt.
Interessiert verfolgte auch Oberbürgermeister Markus Pannermayr die Ausführungen Rothers. „Die Botschaft des heutigen Abends ist für mich, eine stärkere Vernetzung zwischen Stadt und Unternehmen anzustreben“. Außerdem wolle er die Bedürfnisse der Wirtschaftstreibenden zukünftig stärker in die Stadtratsarbeit miteinbeziehen. Denn am Wohlergehen der Wirtschaft sei der Stadt ganz besonders gelegen. „Wenn es ihnen gut geht“, sagte Pannermayr mit Blick auf die Gewerbesteuer, „dann geht es auch uns gut.“
Quelle: Straubinger Tagblatt; Sonnabend, den 21. März 2009, Seite 37
03/2009 "Eine Stadt, ein Klick"
Dachauer Wirtschaftsförderung stellt die umfassende Informationsplattform Dachau Maps online
Wer bei Google nach einem Friseur in Dachau sucht, erhält tausende Treffer. Damit kann er wenig anfangen. Gibt er das Suchwort Friseur bei der Internetseite "Dachau Maps" (www.dachau.com/maps) ein, werden ihm 33 Treffer angezeigt, alle von Haarschneidern der Stadt. Man kann sie einzeln anklicken, erfährt die Telefonnummer und E-Mail-Adresse sowie gegebenenfalls die Homepage, kann diese Informationen mit einem Klick im Outlook-Programm speichern. Damit aber nicht genug: Man kann sich die Standorte der einzelnen Friseurgeschäfte auf einem Stadtplan oder einem Luftbild anschauen und gleich die Fahrtroute dorthin erstellen und den passenden Parkplatz anzeigen lassen. Wer den Bus nehmen will, kann sich auf Dachau Maps auch gleich die entsprechende Linie mit den notwendigen Haltestellen und dazu den Fahrplan anzeigen lassen.
Dachaus Wirtschaftsförderer Stefan Wolf, der mit den Firmen Gefak und Vianovis zwei Jahre lang an der Erstellung des Portals gearbeitet hat, ist stolz darauf. Das kann er auch sein, wie Josef Rother von Gefak meint, habe Dachau doch mit dieser Verknüpfung von Branchenbuch, Stadtplan, Routenplaner und City-Informationsplattform Pilotfunktion in Deutschland. Die Dachauer Wirtschaftsförderung hat ihr neues Internetportal, das gestern mit 1500 Einträgen von Firmen, Gewerbetreibenden, Freiberuflern und Behörden gestartet ist, angesichts der verschiedenen Funktionen, die man zusammengefügt hat, unter das Motto gestellt: "Eine Stadt, ein Klick".
Wolf betonte bei der Vorstellung aber, dass die Gewerbetreibenden auch mithelfen müssten. Wer in Dachau gewerblich tätig und noch in der Datenbank Kwis (Kommunales Wirtschaftsinformationssystem) erfasst ist, kann sich problemlos dort eintragen. Die Stadt prüft den Eintrag, ehe er in Dachau Maps online gestellt wird. Doch Wolf machte deutlich, dass die Firmen selbst ihre Einträge danach auf aktuellem Stand halten müssten.
In einem nächsten Schritt will die städtische Wirtschaftsförderung auch freie Baugrundstücke, leer stehende Läden und Bebauungspläne in Dachau Maps integrieren. Für Wolf ist das Internetportal "Innenstadt-Werbung reinsten Wassers". Bisher funktioniert das praktische Portal nur für die Stadt Dachau, doch versicherte Johann Liebl, der Wirtschaftsförderer des Landkreises, dass man noch in diesem Jahr kreisweit eine Kwis-Datenbank erstellen werde und zumindest in Maps einsteigen werde.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Nr. 59, Donnerstag, den 12. März 2009, Seite 3
2/2009: Den Stier bei den Hörnern packen
Politiker und Unternehmen der Städte und Ämter des Altkreises Neuruppin wollen gemeinsam gegen den Fachkräftemangel angehen
Qualifizierte Fachkräfte findet Olaf Grünheid kaum vor Ort. Er ist Geschäftsführer der PAS Deutschland, einem international tätigem Konzern mit Sitz in Neuruppin. Dort sind 230 der weltweit 1890 Mitarbeiter beschäftigt. Bis Mitte der 90er-Jahre bestand die Belegschaft zu 90 Prozent aus Bandarbeitern. „Die hier zu finden, war überhaupt kein Problem.“, berichtete Olaf Grünheid gestern vor 70 Teilnehmern des Fachkräfte-Forums in Neuruppin. Hochkarätige Vertreter von Politik, Wirtschaft und Verwaltung hatten sich am Nachmittag in der Agentur für Arbeit an der Trenckmannstraße versammelt, um über den Fachkräftemangel zu diskutieren und darüber, was man dagegen tun kann.
Olaf Grünheid war als Referent eingeladen worden, um das Problem aus Unternehmerperspektive zu schildern. Der Geschäftsführer hat inzwischen große Schwierigkeiten, neue Arbeitskräfte zu finden. Bandarbeiter braucht er nur noch wenige. Die Produktion der Blenden für Waschmaschinen und Herde wurde weitgehend ins Ausland ausgelagert. Dafür konzentrierte sich die Verwaltung am Firmensitz Neuruppin. 55 Prozent der Belegschaft sind hoch qualifizierte Fachkräfte. „Die finden wir hier so gut wie gar nicht“, berichtet Grünheid. Notgedrungen holt er sich das Personal aus Berlin. „Studierte Leute kommen nicht aus der Region“, sagt er. „und wer hier einen guten Abschluss macht, geht zum Studium in die weite Welt und kommt in den meisten Fällen nicht wieder.“
Ein Problem von vielen, mit denen sich die Wirtschaft herumschlagen muss. Wie man trotz sinkender Schülerzahlen und beginnender Überalterung in den Betrieben künftig die Fachkräfte für die Region sichern kann, darüber diskutierten auf dem Forum Geschäftsführer, Bürgermeister und Arbeits- und Ausbildungsmarktexperten.
Die Diskussionsgrundlage lieferte der Geschäftsführer der Gesellschaft für angewandte Kommunikation (Gefak) in Marburg, Jürgen Bunde. Er stellte die mit Spannung erwartete Fachkräfteanalyse für den Regionalen Wachstumskern Neuruppin vor, der den Altkreis Neuruppin umfasst. Bundes Fazit: Trotz Krise blicken die Unternehmen der Region überwiegend optimistisch in die Zukunft. 39 Prozent von ihnen wollen neue Dienstleistungen oder Produkte aufnehmen, 20 Prozent planen Neueinstellungen, zwölf Prozent wollen ihre Produktionskapazitäten sogar noch erweitern. Dafür werden in Zukunft noch mehr Fachkräfte gebraucht, doch schon jetzt ist der Arbeitsmarkt in einigen Branchen wie leergefegt. Jeder zweite Betrieb der Region erwartet, in Kürze Probleme bei der Suche von qualifiziertem Personal zu bekommen (siehe Kasten). Die Gründe dafür liegen laut Bunde einerseits bei den Bewerbern, denen es häufig an der richtigen Qualifikation, der Berufserfahrung, aber auch an Motivation und Flexibilität fehle. Andererseits gebe es auch regionale Gründe, so der Marburger Experte: vergleichsweise geringe Verdienstmöglichkeiten, unsichere Arbeitsplätze, kaum Zuwanderung von Arbeitskräften und ein fehlendes Standortmarketing. Neuruppin sei außerhalb des Landes Brandenburg nahezu unbekannt. Bunde riet der Region, gemeinsam die Betriebe und vor allem die Lebensqualität im Altkreis noch viel mehr bekannt zu machen.
Vor allem die Zusammenarbeit mit den Schulen müsse intensiviert werden. Das wünschen sich die Wirtschaftsleute auch. Dass die Vertreter der Schulen trotz Einladung nicht zum Fachkräfte-Forum, gekommen waren, wurde ihnen mit Unmut und mit Unverständnis quittiert.
Raunen entstand im Saal, als Wolfgang Britt von der Agentur für Arbeit einen Überblick über die neuen Förderprogramme für Kurzarbeit, Aus- und Weiterbildung gab. Wenn das Konjunkturpaket der Bundesregierung erst einmal verabschiedet wird, gibt es für Arbeitslose wieder Umschulungen und Weiterbildungen in Hülle und Fülle.
Quelle: Märkische Allgemeine, 18.02.2009
2/2009: Personal wird langsam knapp
Fachkräftemangel in Tourismus und Metallwirtschaft schon akut / Kommunen am runden Tisch
„Wir sind schon mittendrin im Fachkräftemangel“, sagt Jürgen Bunde. Der promovierte Volkswirt und Geschäftsführer der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak) in Marburg hat im Auftrag Neuruppins eine Studie über die Fachkräftesituation in und um Neuruppin erstellt. Sein Fazit: In der Region Neuruppin herrscht jetzt schon in einzelnen Branchen ein Fachkräftemangel, der sich mittelfristig verstärken wird. „Im Tourismus haben 50 Prozent der Betriebe in den letzten zwölf Monaten vergeblich versucht, einen freien Arbeitsplatz zu besetzen. Perspektivisch werden es dort sogar zwei Drittel der Betriebe sein. Im Metallbereich waren es 42 Prozent der Betriebe“, sagt Bunde. Damit sind zwei der vier wichtigsten Branchen akut vom Fachkräftemangel betroffen. Zu den wichtigsten Branchen der Region zählen noch der Bereich Ernährung, zu dem Bäckereien oder Fleischereien gehören, und die Energiewirtschaft.
Für seine Studie hat Jürgen Bunde zu 750 Unternehmen aus Neuruppin, Rheinsberg, Fehrbellin und den Ämtern Temnitz und Lindow Kontakt aufgenommen. Mit den Chefs von 50 Betrieben hat die Gefak Einzelinterviews geführt, um die Arbeitskräftesituation, aber auch die Bereitschaft zur Kooperation und ihre Einschätzung der Standortfaktoren zu erfragen. 120 weitere Firmen beteiligten sich per Fragebogen an der Bestandsaufnahme. „Damit haben wir fast 20 Prozent der Betriebe erreicht, da kann man schon eine Tendenz ablesen“, sagt Jürgen Bunde. Sehr positiv wertet er, dass sich an dieser Umfrage viele kleine Unternehmen beteiligt haben.
Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal und eine gute Verkehrsanbindung – das sind laut der Analyse der Gefak die beiden wichtigsten Standortfaktoren für die Firmen der Region. Die Verkehrsanbindung bezeichnen die Firmen überwiegend als gut. Mit der Fachkräftesituation sind aber nur 16 Prozent der Betriebe zufrieden oder sehr zufrieden, 36 Prozent finden sie befriedigend. 33 Prozent beurteilen sie als schlecht.
Jürgen Bunde wird seine Studie am 17. Februar auf einem Forum in Neuruppin vorstellen. Dazu haben die Bürgermeister von Neuruppin, Rheinsberg und Fehrbellin und die Direktoren der Ämter Lindow und Temnitz gemeinsam Experten aus Politik und Wirtschaft eingeladen. Gemeinsam soll dort diskutiert werden, was die Region tun kann, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.
Die Gefak kommt mit konkreten Vorschlägen in dieses Forum: Die Betriebe sollen ihre Netzwerkarbeit verstärken und aktiver um Azubis oder junge Facharbeiter werben. Kommunen können ihren Beitrag leisten, indem sie mit attraktiven Freizeitangeboten Jugendliche in der Region halten und beim Land konkrete Förderprojekte abfragen. „Die meisten Jugendlichen wollen gar nicht in den Westen gehen, sondern hierbleiben“, ist Jürgen Bunde überzeugt. Darüber hinaus sollten Schule und Wirtschaft enger zusammenarbeiten.
Bunde sieht für die Region sehr gute Chancen im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Seine Studie hat gezeigt, dass in der Ruppiner Wirtschaft echter Teamgeist herrscht. 66 Prozent der Firmen sind bereit, mit anderen Firmen zusammenzuarbeiten – das sind 16 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Nur in der Prignitz ist die Kooperationsbereitschaft mit 70 Prozent der Firmen noch höher. „Das ist total positiv, weil Betriebe, die regional kooperieren, die höchsten Umsatzzuwächse zu verzeichnen haben“, sagt Jürgen Bunde.
Quelle: Märkische Allgemeine, 09.02.2009
2/2009 Mangelware Fachkräfte

- Dr. Jürgen Bunde (2.v.l.) im Gespräch mit Teilnehmern der Auswertungskonferenz
Mehr als 46 Prozent von befragten Prignitzer Unternehmen erwarten Schwierigkeiten, ihren künftigen Fachkräftebedarf abzudecken. In der Metall- oder Energiebranche sind es gar 71,8 bzw. 64 Prozent. Ähnlich trübe sind die Erwartungen im Ausbildungsbereich.
Bereits jetzt hat jeder fünfte Betrieb Probleme bei der Besetzung von Arbeitsplätzen, die Verfügbarkeit an Fachkräften wird als schlecht bewertet. Chancen für eine überregionale Anwerbung werden kaum gesehen. Und: Schulische und soziale Kompetenzen bei den Azubis nehmen ab. Diese konkrete Zahlen und Fakten einer aktuellen Bedarfs anlyse für den Regionalen Wachstumskern Perleberg-Wittenberge-Karstädt und den Wirtschaftsraum Wittstock-Heiligengrabe sowie Handlungsempfehlungen stellte gestern Dr. Jürgen Bunde in Perleberg vor.
Für die Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak) ist es die dritte Erhebung in der Prignitz, so dass Vergleiche möglich wurden. Die besagen unter anderem, dass aktuell weniger qualifizierte Arbeitskräfte verfügbar sind als noch 2007. Angesichts der Halbierung der Schulabgängerzahlen in 2011/12 gegenüber 2006/07 (1128) wird die Lage noch dramatischer.
"Hinzu kommt der Ersatzbedarf für den Anteil der über 55-Jährigen, die absehbar in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden und Schnitt 14 Prozent, im Bereich Tourismus gar knapp 20 Prozent der Arbeitskräfte ausmachen", so Jürgen Bunde.
Laut Analyse werden derzeit 253 Arbeitskräfte benötigt: 43 Hochschulabsolventen, 18 kaufmännisch und 160 gewerblich Gelernte sowie 32 Ungelernte. An Azubis werden für 2009 und 2010 ca. 340 Bewerber gesucht. Diese Zahlen sind allerdings zu verdoppeln, denn von 1450 befragten Betrieben mit mindestens drei Beschäftigten antworteten nur 20 Prozent. Dr. Bunde wertete die Quote als normal. Geantwortet hätten vor allem größere Unternehmen, so dass die Ergebnisse als repräsentativ zu werten seien.
Gefragt wurde nicht nur nach dem Fachkräfte- und Azubi-Bedarf. Vergeben konnten die Unternehmen auch Noten für die Standortfaktoren der Prignitz. Positiv: Verkehrsverbindung, Flächenverfügbarkeit für Gewerbe und Wohnen sowie Landschaft. Schlechte Note: Verkehrslage Hafen und Verfügbarkeit an qualifizierten Fachkräften.
"Mehr als zwei Drittel der Befragten bekundeten ihr Interesse an der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, auch bei der Aus- und Weiterbildung", so Bunde. Wichtig sei, ein Unternehmensnetzwerk aufzubauen, das Internetportal durch eine Abfrage zum Arbeitskräfte- und Azubibefarf zu erweitern und Unternehmertreffen zu organisieren. Ebenfalls sollten alle Betriebe kontaktiert werden, die Fachkräftebedarf gemeldet bzw. Entlassungen oder Produktionsverlagerung geplant hätten.
An Handlungsempfehlungen nannte Bunde auch Schülerbefragungen zu Berufsvorstellungen, Neigungen, Verbesserung von Freizeitangeboten sowie die Intensivierung von Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten und des Projekts Schule-Betrieb, um Jugendliche an die Prignitz zu binden.
Quelle: Der Prignitzer, 13.02.2009
1/2009: Gute Noten für Standort Ludwigsburg
Unternehmen loben Verkehrslage – Bedarf an Flächen und Facharbeitern
Die Betriebe in der Stadt sind zufrieden mit der Verkehrsanbindung, klagen aber über Fachkräftemangel. Das hat eine Unternehmensbefragung ergeben, deren Ergebnisse dem Ausschuss für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung des Gemeinderats jetzt vorgestellt wurden.
Einen Nachteil hat die Studie: Nachdem die Präsentation der Ergebnisse wegen Haushaltsberatungen mehrfach von der Tagesordnung der Ausschüsse verschwunden war, droht sie zu veralten. Die Fragebögen hat die Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak) nämlich schon im Juni 2008 an 1000 Betriebe versandt.
In der Wirtschaft hat sich seitdem viel getan. Gefak- Geograf Josef Rother geht dennoch davon aus, dass die grundlegenden Trends nach wie vor wichtige Hinweise liefern. Denn die Studie zeigt: Ludwigsburg kommt als Standort bei den 300 Unternehmen, die den Fragebogen ausgefüllt haben, gut an.
Für die Zufriedenheit sorgen insbesondere die örtliche und überregionale Verkehrsanbindung und die Nähe zu den Hauptkunden. Laut Rother zählen diese Punkte zu den wichtigsten Standortkriterien. Die befragten Betriebe verteilten dafür Noten zwischen 1,8 und 2,0. Besonders die örtlichen Anbindungen bewerten 151 Firmen als gut, 92 als sehr gut, nur sieben finden sie schlecht. Mit der überregionalen Straßenanbindung sind 239 Firmen gut oder sehr gut zufrieden.
Doch es gibt auch Punkte, in denen Ludwigsburg weniger gut abschneidet. Darunter fällt die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte – sie wird mit 2,76 bewertet. Fast die Hälfte der Betriebe gab im Juni an, Bedarf an Arbeitskräften zu haben. Besonders gefragt waren gelernte Arbeitskräfte (33 Prozent) und Hochschulabsolventen (21 Prozent).
Kritik an Flächenpreisen
Die schlechtesten Noten gab es für die Barockstadt beim Preisniveau von Gewerbe- und Wohnflächen – sie wurden mit 3,2 bewertet. Dabei meldete jedes vierte Unternehmen an, bis 2011 Flächen zu benötigen. Das könnte sich inzwischen zwar etwas geändert haben, dennoch braucht die Stadt laut Gefak-Analyse eine Strategie, damit der steigende Bedarf die Grundstückspreise nicht weiter in die Höhe treibt.
Vorteile soll die Studie auch für die Wirtschaftsförderung der Stadt bringen: Die Befragungsergebnisse werden den einzelnen Betrieben zugeordnet – die Wirtschaftsförderung kann so mit Firmen, die einzelne Punkte für besonders problematisch halten, direkt in Kontakt treten.
Auch Eigenmarketing scheint gefragt: 46 Prozent der Betriebe gaben an, die Wirtschaftsförderung nicht zu kennen. Im Ausschuss kam die Idee auf, die Befragung regelmäßig zu wiederholen. Dann wird sich auch zeigen, ob die Ergebnisse sich in manchen Punkten verbessern.
Quelle: Ludwigsburger Kreiszeitung, 30.01.2009
12/2008: 10 Jahre ‚Key Technologies in Bavaria’ – die Online-Firmendatenbank für bayerische Unternehmen
Zeil: „Effektives Exportinstrument für den bayerischen Mittelstand“
Seit zehn Jahren ermöglicht die Firmendatenbank ‚Key Technologies in Bavaria' mit mittlerweile 17 000 Einträgen die gezielte Suche nach bayerischen Unternehmen aus 20 verschiedenen Branchen. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil: „Mit dieser Online-Datenbank von Bayern International bieten wir dem bayerischen Mittelstand eine kostenfreie, unkomplizierte und wirkungsvolle Möglichkeit, über das Internet weltweit Aufmerksamkeit zu schaffen und so neue Kunden und Kooperationspartner zu finden. Das Interesse aus dem Ausland ist groß. Das macht sich auch bei den stark wachsenden Zugriffszahlen bemerkbar.“ Die Datenbank nutze die Möglichkeiten des Internets optimal und sei damit eine wertvolle Ergänzung bei der Unterstützung des bayerischen Mittelstands im internationalen Wettbewerb.
Die Datenbank wird von der Außenwirtschaftsgesellschaft Bayern International besonders in wichtigten Auslandsmärkten wie USA, Österreich, Italien und den Staaten Mittel- und Osteuropas vermarktet. Die Statistik belegt den Erfolg der Datenbank: „Der Anteil der Zugriffe aus dem Ausland konnte von 44 Prozent 2007 auf fast 60 Prozent in diesem Jahr gesteigert werden“, so Zeil. Die durchschnittliche Zahl aller Aufrufe pro Monat stieg von 67 000 in 2007 auf aktuell 122 000. Bayern International Geschäftsführer Hans-Joachim Heusler: „Das Auslandsgeschäft ist nicht für internationale Konzerne reserviert. Auch unser Mittelstand sieht die Chancen des Auslandsgeschäfts und nutzt die Key Technologies-Datenbank als eine weltweite Präsentationsfläche. Über 90 Prozent der Einträge entfallen auf mittelständische Unternehmen.“
Bayern International ist ein Unternehmen des Bayerischen Wirtschaftsministeriums zur Förderung der Exportaktivitäten kleiner und mittelständischen Unternehmen in Bayern. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von Bayern International unter www.bayern-international.de. Die Datenbank selbst finden Sie unter www.key-technologies-in-bavaria.de.
Kontakt:
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
Prinzregentenstr. 28, 80538 München - Briefanschrift: 80525 München
Pressestelle: Dr. Regina Otto
Tel.: 089/2162-2290/91, 2553, 2747 - Fax: 089/2162-2614
E-Mail: pressestelle@stmwivt.bayern.de
Internet: www.stmwivt.bayern.de
Quelle: StMWIVT, 17.12.2008
12/2008: Mehr Expansion als Schrumpfung
Wie sind die Aussichten? Wo drückt der Schuh? Was erwartet man von der Stadt? Aus der Befragung von 226 Sindelfinger Unternehmen ergeben sich für Stadtverwaltung und Wirtschaftförderungs-GmbH interessante Aspekte.
Im September, als wegen der internationalen Finanzkrise schon dunkle Wolken am Konjunkturhimmel aufzogen, das Ausmaß aber nur andeutungsweise bekannt war, flatterte den rund 1500 Betrieben in Sindelfingen ein umfänglicher Fragebogen auf den Tisch. 226 von ihnen machten sich die Mühe und gaben der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak) Antworten auf Fragen nach der Struktur des Unternehmens, den Arbeitsplätzen oder auch der Zukunft.
Nicht nur mit dem Gesamtergebnis, auch mit den Botschaften sind Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer und Wirtschaftsförderer Dr. Olaf Krüger zufrieden. So wertet der Sindelfinger OB den Bau des Daimler-Entwicklungs- und Forschungszentrums „als Signal, das wir brauchen“. Auch die insgesamt optimistische Einschätzung der Lage registriert man auf dem Rathaus und bei der Wirtschaftsförderung als wichtige Botschaft. Die Entwicklungsaussichten seien so dynamisch, dass die meisten Firmen mehr von Expansion als von Schrumpfung sprechen, so Dr. Krüger. Auch Josef Rother von der Gefak liest aus der Befragung Zuversicht. „Wir haben Anlass, nicht pessimistisch zu sein“, sagte Rother vor den knapp 200 Firmenchefs und Geschäftsführern beim Sindelfinger Unternehmertreff.
Ein Großteil der befragten Firmen schätzt am Standort Sindelfingen die überörtliche Verkehrsanbindung, die Nähe zu ihren Hauptkunden und die Telekommunikations-Infrastruktur. Gleichzeitig diktierten die Unternehmer der Stadt und der Wirtschaftsförderung aber auch Hausaufgaben ins Stammbuch. So kritisieren die Firmenvertreter das Preisniveau bei Wohnungen und Gewerbeflächen und die Höhe der Gewerbesteuer. Mit dem Start der S 60 wird sich der Kritikpunkt Schienenanbindung im Jahr 2010 erledigt haben.
Reagieren muss die Stadt beim Thema Gewerbegebiete. Jedes fünfte der befragten Unternehmen will expandieren und sucht ein Gewerbegrundstück, Büroflächen, Lagerhallen oder Verkaufsflächen.
Quelle: Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung, 5.12.2008
12/2008: Keine gravierende Kritik am Standort Sindelfingen
Wirtschaftsförderung Sindelfingen GmbH stellt Ergebnisse ihrer Unternehmensbefragung vor
Die Sindelfinger Unternehmer sind mit ihrem Standort zufrieden. Das ist das Fazit der Unternehmensbefragung der Wirtschaftsforderung Sindelfingen GmbH. Deren Ergebnisse wurden jetzt beim Unternehmertreff in der Stadthalle vorgestellt.
"Was wollen die Sindelfinger Unternehmerinnen und Unternehmer?" Das Motto des Abends sorgte für eine große Resonanz. Etwa 200 Interessierte lauschten den Worten von Josef Rother von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK), dessen Unternehmen die Sindelfinger Befragung ausgewertet hatte.
Die Wirtschaftsförderung Sindelfingen GmbH (WSG) hatte im Sommer etwa 1500 Unternehmen angeschrieben. 226 Fragebögen wurden beantwortet, was einer Rücklaufquote von 16 Prozent entspricht. "Im Ergebnis sind die Sindelfinger Unternehmen mit ihren Standortbedingungen weitestgehend zufrieden", heißt es in einer Pressemitteilung der WSG. "Zudem signalisieren sie ihre Bereitschaft, gemeinsam mit der Stadt an der weiteren Attraktivitätssteigerung Sindelfingens als Wirtschaftsstandort zu arbeiten."
Die von den Unternehmen als besonders wichtig erachteten Standortfaktoren der Nähe zu den Hauptkunden und der Straßenanbindung erhalten die besten Bewertungen. Weniger zufrieden sind die Sindelfinger mit dem Potenzial an Arbeitskräften; insbesondere Akademiker und Facharbeitskräfte fehlen. Die kritischen Töne bezüglich der Gewerbeflächenpreise und der Gewerbesteuerbelastung würden sich bei einem Blick auf die vergleichbar schlechten Bewertungen dieser Standortfaktoren in Städten wie Esslingen und Ludwigsburg relativieren. Ein überregionaler Vergleich zeige, dass die Standortkosten der Region Stuttgart im oberen Niveau liegen.
Neben der Bereitstellung von Gewerbeflächen könnte die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte zum möglichen Engpassfaktor für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt werden. Denn trotz abgekühlter Konjunktur sucht fast jedes dritte Unternehmen neue Mitarbeiter. Ein Kritikpunkt in diesem Zusammenhang sind die Kosten für Wohnraum.
Die Befragung zeigt künftige Handlungsfelder der WSG auf: Die Unternehmer wünschen sich neben der Lotsenfunktion der Wirtschaftsförderung innerhalb der Verwaltung und zu Fachbehörden vor allem Fördermittelberatung. Außerdem werden von der Wirtschaftsförderung vermittelnde Tätigkeiten erwartet, sei es bei der Suche nach Gewerbeflächen oder nach Kooperations- und Netzwerkpartnern.
Für Dr. Olaf Krüger, den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, haben die Ergebnisse der Unternehmensbefragung den von der WSG eingeschlagenen Weg bestätigt. "Außerdem haben wir nun konkrete Ansatzpunkte für unsere Arbeit und die Möglichkeit, gezielt auf einzelne Unternehmen einzugehen." Krüger möchte eine derartige Befragung von nun an regelmäßig unternehmen. Damit soll vor allem auch die Datenbank der WSG, deren zentrale Arbeitsplattform, ausgebaut und stetig aktualisiert werden.
OB Dr. Bernd Vöhringer sieht Sindelfingen als starken Standort bestätigt. Und das trotz der Finanzkrise. "Wir werden auch diese Krise überstehen", ist der OB zuversichtlich, "es ist schließlich nicht die erste." Zudem sei Sindelfingen trotz der MonoStruktur und der Abhängigkeit von der Automobilindustrie im Vergleich mit anderen Standorten noch in einer guten Lage. In diesem Zusammenhang verwies Vöhringer auf den Ausbau des Mercedes-Benz Technology Centers, mit dem 3000 qualifizierte Arbeitsplätze nach Sindelfingen kommen werden. "Das sind die Signale, die wir hier in Sindelfingen brauchen", betonte er, "das ist ein Stück Zukunftssicherung für Sindelfingen."
Quelle: Böblinger Zeitung, 5.12.2008
11/2008: Firmen brauchen Gewerbeflächen
Wichtige Erkenntnisse für Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung: Sindelfinger Firmen brauchen Gewerbeflächen und suchen qualifizierte Mitarbeiter.
Großes Interesse beim 2. Sindelfinger Unternehmertreff: Fast 200 Inhaber und Geschäftsführer informierten sich in der Stadthalle über die Ergebnisse einer aktuellen Unternehmensbefragung. Die Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak) hatte im September fast 1500 Betriebe aus allen Branchen angeschrieben und von 226 Firmen Antwort bekommen.
Großes Interesse haben die Sindelfinger Firmen an der Sicherung und Erweiterung ihres Standorts. So hat jedes fünfte Unternehmen bis zum Jahr 2011 Bedarf an Gewerbeflächen. 39 Unternehmen suchen kurz- oder mittelfristig Gewerbegrundstücke, Büroflächen, Lagerhallen, Produktions- oder Verkaufsflächen. Geschäftsführer Dr. Olaf Krüger kündigte beim Unternehmertreff an, dass die Wirtschaftsförderungs -GmbH dieses Thema verstärkt bearbeiten wird.
Sindelfinger Firmen sind aber auch auf der Suche nach Mitarbeitern. So werden von den befragten Unternehmen aktuell rund 150 Akademiker gesucht. Insgesamt hat jeder dritte Betrieb zurzeit Arbeitskräftebedarf.
Quelle: Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung, 29.11.2008
11/2008: Newsletter Herbst 2008
Themen:
- Nachhaltiges Fachkräftemonitoring per Internet
- KWIS.net bietet Immobilienvermarktung aus einem Guss (Teil II)
- KWIS.net-Anwenderkonferenz Bayern 2008 in Garmisch-Partenkirchen
- ExpoReal 2008: großes Interesse an KWIS.net
- Nachhaltigkeit in der GEFAK
- GEFAK intern
- Strategie-Eintwicklung bei der GEFAK
- Steckbrief Ortwin Schick
- Termine
09/2008: Wirtschaft hat Dynamik
Mehr Expansionspläne als Schrumpfungsabsichten
mm Nordhorn. „Wir haben mit beinahe 33 Prozent eine ausgesprochen gute Rücklaufquote bei der Unternehmensbefragung gehabt“, erklärte Dr. Jürgen Bunde von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses des Kreistages. Insgesamt 945 ausgewählte Unternehmen sind angeschrieben worden, 310 haben geantwortet.
Es wurden vornehmlich große Unternehmen mit mindestens sechs Beschäftigten befragt sowie Unternehmen, die in den vergangenen Jahren Kontakt zur Wirtschaftförderung des Landkreises hatten. Ziel der Befragung waren typische „Kundengruppen“ der Wirtschaftsförderung, diese bilden aber keinen repräsentativen Querschnitt der Grafschafter Wirtschaft ab. Die meisten hiesigen Betriebe haben weniger als sechs Beschäftigte.
Mit der Dynamik der Wirtschaft einher geht „ein steigender Personalbedarf“, betonte Landrat Friedrich Kethorn. Insgesamt würden 53 Prozent der befragten Betriebe Neueinstellungen planen. Das seien in den antwortenden Betrieben fast 1000 Arbeitskräfte. Immerhin 41,3 Prozent der befragten Unternehmen planen die Aufnahme neuer Produkte und Dienstleistungen, 37,4 Prozent wollen darüber hinaus ihre Produktionskapazitäten erweitern.
Diese Absichten lassen sich jedoch nur in die Tat umsetzen, wenn genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen oder ausgebildet werden. „Interessant ist, dass nicht etwa vorrangig Hochschulabsolventen gesucht werden, sondern vor allem Facharbeiter“, ergänzte Dr. Michael Kiehl, Leiter der Wirtschaftsförderung beim Landkreis. Hier bestehe Handlungsbedarf, da dieser Standortfaktor (Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften) einer der am schlechtesten bewerteten Faktoren in der Grafschaft sei.
Die befragten Unternehmen haben zudem einen Bedarf von 240 ungelernten Arbeitskräften
gemeldet. Doch allein 190 dieser 240 gesuchten Arbeitskräfte werden von nur zwei Zeitarbeitsfirmen angefragt.
Bei der Suche nach Arbeitskräften setzen die meisten Unternehmen (zwei Drittel) auf das klassische Instrument der Stellenanzeige in den gedruckten Medien. Etwa die Hälfte der Betriebe nutzt die Leistungen der Arbeitsvermittlung, nur etwa ein Fünftel die Stellenbörsen im Internet.
Und wie sehen Unternehmen den Standort Grafschaft Bentheim? Die am besten bewerteten Standortfaktoren sind die Landschaft („Leben im Grünen“), die Wohnflächenverfügbarkeit und die überregionale Anbindung. Schlechte Noten gaben die befragten Unternehmen dem Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie der Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften. Die schlechteste Note gab es für den Bereich Beiträge und Gebühren sowie kommunale Abgaben. Insgesamt betrachtet ist die Standortzufriedenheit der befragten Unternehmen gut bis befriedigend.
Die Wirtschaftsförderung des Kreises will den direkten Kontakt mit den Betrieben suchen und sie über das geplante Zukunftsforum Wirtschaft noch weiter einbinden, versprach Michael Kiehl.
Quelle: Grafschafter Nachrichten, 12.09.2008
08/2008: Standorte im Luftbild
GEFAK bietet kartenbasierte Wirtschaftsdaten an
Die Firma GEFAK, Anbieter des Wirtschaftsinformationssystems Kwis, hat eine neue Schnittstelle zu „visitcity", einer kartografischen Lösung des Unternehmens Vianovis, entwickelt. Dadurch können laut GEFAK die Standortdaten aus Kwis in einer Karte, einem Luftbild oder einem Stadtplan visualisiert werden. Vor allem Städte und Landkreise würden dies für die Unternehmensbetreuung oder das Gewerbeflächenmanagement nutzen. Funktionen wie Such- und Filtermöglichkeiten sollen dabei helfen, Wirtschaftsstrukturen zu analysieren und Zielgruppen zu identifizieren. Die neue Schnittstelle soll der intuitiveren Darstellung von Zahlen, Daten und Fakten dienen. „Sie bietet auch die Möglichkeit, die räumliche Verteilung mehrerer Unternehmen darzustellen" sagt Josef Rother, Prokurist bei GEFAK. Gleiches gilt auch für Flächen- und Objektdaten mit denen beispielsweise gezeigt werden kann, "wo freie Gewerbegrundstücke in Autobahnnähe liegen oder wo sich derzeit ungenutzte Ladenlokale in der Innenstadt befinden. Neben der Information, wo sich der Standort eines einzelnen Unternehmens befindet, eröffnet die Schnittstelle auch die Möglichkeit, die räumliche Verteilung mehrerer Unternehmen darzustellen. Auf der Grundlage entsprechender Analysen in Kwis lassen sich so etwa Branchenschwerpunkte oder auch die Lage von Unternehmen mit bestimmten Merkmalen (etwa stark emittierende Betriebe, Betriebe mit schlechter Verkehrsanbindung oder Erweiterungsbedarf) innerhalb einer Stadt oder Region auf einen Blick erkennen.
Quelle: Wirtschaftszeitung "Business Geomatics", 18.08.2008, Nr. 7, S.4
08/2008: Standortinformation

- „Wer, was, wo": Die Lösung Visitcity macht Standortinformationen aus dem Datensystem KWIS anschaulich
Rund 200 Städte und Regionen nutzen das Kommunale Wirtschafts-Informations-System KWIS der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) mit Sitz in Marburg für die Unternehmensbetreuung, das Gewerbeflächenmanagement und die Dokumentation der eigenen Tätigkeit. Mit differenzierten Such- und Filtermöglichkeiten lassen sich im System unter anderem Wirtschaftsstrukturen analysieren und Zielgruppen identifizieren. Das gilt sowohl für Unternehmen und Kontaktpersonen als auch für Gewerbeflächen und -immobilien. Eine wertvolle Zusatzinformation für viele Fragestellungen ist die räumliche Lage eines oder mehrerer Unternehmen oder Gewerbeobjekte.
Mit der neuen Schnittstelle zwischen KWIS und Visitcity, den kartografischen Lösungen der Firma Vianovis, lassen sich Standortdaten aus KWIS mit einem Klick in einer Karte, einem Luftbild oder einem Stadtplan visualisieren. Dabei verlinkt das Programm auf webbasierte Karten, sodass dem Wirtschaftsförderer der Zugriff auf das häufig schwerfällige verwaltungsinterne Geografische Informationssystem erspart bleibt. Von den Präsentationsmöglichkeiten dieses Programms und der neuen Schnittstelle profitieren Wirtschaftsförderer und Citymanager zum Beispiel bei der Standortberatung des Einzelhandels oder beim Leerstandsmanagement. Ansprechend visualisierte Standort- und Betriebsdaten können beispielsweise auch in Form eines Branchenbuches dargestellt werden. Die Bündelung von Informationen etwa über Freizeiteinrichtungen, Parkplätze, Bushaltestellen oder Radwege ergibt ein „Schaufenster" der Stadt für Bürger, Touristen und Investoren.
Quelle: Der Gemeinderat Spezial August 2008, S. 43
06/2008: Wirtschaftsförderer aus ganz Bayern trafen sich in Garmisch-Partenkirchen
GARMISCH-PARTENKIRCHEN: Bürgermeister Thomas Schmid erläutert Gästen touristische Infrastruktur
(gw) -Die GEFAK, Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH, richtet einmal im Jahr ein Treffen für ihre Mitglieder aus. Diesmal war Garmisch-Partenkirchen die gastgebende Kommune für die Teilnehmer aus ganz Bayern. Die Kernkompetenz der GEFAK liegt im Informationsmanagement. So wird zum Beispiel das Kommunale Wirtschafts-Informationssystem KWIS in rund 200 Institutionen, vor allem Städten und Landkreisen, eingesetzt. Damit ist KWIS die deutschlandweit marktführende Software für die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung. Seit 2007 bietet die GEFAK die neue Programmgeneration auch im Internet an. Bevor man sich aber im Forsthaus Graseck mit solchen Themen zum gegenseitigen Meinungs- und Erfahrungsaustausch zusammensetzte, gab es erst einmal eine Ortsführung und einen Streifzug durch die Geschichte Garmisch-Partenkirchens. Bürgermeister Thomas Schmid ließ es sich nicht nehmen, die Gäste selbst zu begrüßen und die Rolle des Fremdenführers zu übernehmen. Nach einem Streifzug durch den Ort - teilweise mit Fiakern - ging es, diesmal motorisiert, zur Neuen Sprungschanze. Dort, am Fuße des in seiner Art weltweit einmaligen Bauwerkes, beeindruckte Schmid die Gäste mit den enormen Investitionen des Marktes in die Zukunft und der laufenden Modernisierung der sportlichen und touristischen Infrastruktur. Schmid: „Die Ausrichtung der Alpinen Ski- Weltmeisterschaften 2011 und die Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2018 sind das Ergebnis dieser Aufbruchstimmung im Ort. Im Schatten dieses wichtigen wirtschaftlichen Aktivpostens sind wir jetzt angetreten, mit der kommunalen Wirtschaftsförderung ein zweites, wirtschaftliches Standbein zu schaffen, das wir in diesem Jahr noch verstärken werden." Bevor die Wirtschaftsförderer den Aufschwung an der neuen Schanze am eigenen Leib erproben konnten vermittelten sie ihrerseits einen Eindruck davon, wie stark man andernorts in Bayern in Sachen Standortwettbewerb aufgestellt ist. Unter der Moderation von Josef Rother und Hans-Peter Wildermuth von der GEFAK beschäftigte man sich dann im Forsthaus Graseck mit dem aktuellen Entwicklungsstand von KWIS.net, sprach über neue KWIS-Internetverbindungen und tauschte Erfahrungen zu Branchenschwerpunktanalysen aus. Trotz des nicht ganz optimalen Wetters zeigten sich die 40 Fachleute aus allen bayerischen Regierungsbezirken vom Markt Garmisch-Partenkirchen, seinen Investitionen in die Zukunft und seinem Bestreben, die Wirtschaftsförderung zu intensivieren, beeindruckt.
Quelle: Kreisbote Werdenfelser Land 25.06.2008
06/2008: Newsletter Frühjahr 2008
Themen:
- So kann sich Ihr Standort "sehen" lassen - kartografische Darstellung von KWIS-Daten
- Die Einbindung der Wirtschaftsförderung in die Entwicklungsstrategie der Stadt Kleve
- KWIS.web - Aufbau einer zentralen sächsischen Unternehmensdatenbank bei der WFS Sachsen
- KWIS.net bietet Immobilienvermarktung aus einem Guss
- "Klein, aber oho!" - Neuer KWIS-Anwender Entwicklungsgesellschaft Lorsch bietet mehr als ein Weltkulturerbe
- GEFAK intern
- GEFAK im Fußball-EM-Fieber
- Verstärkung KWIS.net - Team
05/2008 Hoher Job-Abbau in Kleve
KLEVE: Wirtschaftsanalyse in der Stadt Kleve ist Unternehmern bei der Planungswerkstatt vorgestellt worden. Firmen klagen über Facharbeiter-Mangel und Verkehrsanbindung. Standort-Stärke: Kundennähe. Kleve ist überaltert.
(RP) - In Kleve hat es einen deutlichen Verlust sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze gegeben. Das hob gestern Josef Rother von der Firma GEFAK hervor. Der Experte von der Gesellschaft für angewandte Kommunalwerkstatt (GEFAK) stellte die Wirtschaftsdatenanalyse über die Stadt Unternehmern und Politikern bei der Planungswerkstatt im Getreidespeicher des Hafens hervor. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter sei nach aktuellen Werten von 100 Prozent im Jahr 1995 auf 91 Prozent gefallen. „Bis 2006 gab es in Kleve keine Trendwende wie in anderen Städten“, so der Referent. Das Institut hatte die Kreisstadt mit Emden, Gronau, Wesel, Borken oder Bocholt verglichen.
Kleve habe zwar mit fast 50 Prozent der Beschäftigten den höchsten Anteil im Dienstleistungssektor, aber den geringsten Wert im produzierenden Gewerbe, sagte Rother. Hier seien zwischen den Jahren 2000 und 2005 mehr als ein Viertel aller Jobs weggebrochen. Das könnten andere Branchen nicht auffangen. „Der Rückgang ist ein Indiz dafür, dass der Strukturwandel schon stattgefunden hat“, betonte der Fachmann. Das gelte auch für die Industrie, die „sehr zukunftsfähig“ sei. Zahlen für das Jahr 2007 hatte Rother nicht. Er stellte allerdings fest, dass die anziehende Konjunktur erst spät auf dem Arbeitsmarkt in Kleve gegriffen hat.
Gute Note
Die Betriebe in der Kreisstadt geben dem Standort eine Note zwischen gut und befriedigend, sagte der Referent zu dem Ergebnis einer Befragung von 220 Unternehmen. Schlecht seien die Verkehrsanbindung und die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften bewertet worden. Lob habe es dagegen für die günstigen Preise der Wohn- und Gewerbegrundstücke gegeben. Die Nähe zu den Hauptkunden als wichtigster Standortfaktor sei mit dem Wert 2,37 „sehr gut“. Jede zweite Firma in der Stadt exportiere ihre Produkte, erklärte Rother. Die Bedeutung der Niederlande für die Lieferung ins Ausland sei aber gering.
„Kleve ist überaltert. Jeder Dritte in der Stadt wird im Jahr 2020 über 60 Jahre sein“, kommentierte der Fachmann eine weitere Erhebung zu den Vergleichskommunen. Die Kreisstadt habe mit einem Bevölkerungsanteil von über 20 Prozent bei den über 65-Jährigen die meisten Senioren und mit 18 Prozent bei Kindern und Jugendlichen die wenigsten jungen Einwohner. Die Geburtenrate sei zwischen 1995 und 2005 die geringste.
Wanderungsgewinn
Seit 2006 gebe es mit dem Wanderungsgewinn von 3,2 Einwohnern pro 1000 Bürger eine Trendumkehr, so Rother. Mehr Deutsche gingen zwar weg, aber dafür ließen sich mehr Ausländer nieder. Insgesamt gebe es eine überdurchschnittliche Zuwanderung von Senioren.
Quelle: Rheinische Post am 29.05.2008
01/2008 Gemeinderat stärkt dem Lotsen der Wirtschaft den Rücken
ESSLINGEN: Verwaltung kann neue Stelle besetzen - Gute Noten für den Standort - Tauziehen um Wiederbesetzung freier Positionen
(do) - Der Esslinger Gemeinderat hat für das Vorhaben, die Wirtschaftsförderung im Rathaus personell zu stärken, die letzten Weichen gestellt. Auf verschiedenen Arbeitsfeldern kann die Verwaltung außerdem drei freie Stellen wieder besetzen. Klärungsbedarf gibt es noch im Dezernat für Finanzen. CDU und Freie Wähler haben gestern im Verwaltungsausschuss ihre Ankündigung wahr gemacht, dass sie die Personalpolitik im Rathaus noch kritischer als in der Vergangenheit verfolgen werden. Weil die Kosten steigen, forderten sie zu allen geplanten Ausschreibungen exakte Informationen. Am Ende gab der Ausschuss für die Besetzung von vier Stellen grünes Licht. So kann die Suche nach einem Nachfolger für Rudolf Obenland beginnen. Der Werkleiter des Städtischen Verkehrsbetriebs geht im Sommer in den Ruhestand. Der Ausschuss ließ sich vor dem Ja zur Wiederbesetzung der Stelle die Zusage geben, dass der Text für die Ausschreibung noch diskutiert wird.
Im Referat für Wirtschaftsförderung kann sich Stephan Reichstein auf die lang ersehnte Verstärkung freuen. Der Einzelkämpfer, der als viel zitierter Lotse der lokalen Wirtschaft bislang lediglich halbtags von einer Verwaltungsfachangestellten unterstützt wird, erhält nach dem Auswahlverfahren zusätzlich einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin. Er oder sie soll ihm künftig den Rücken für die direkten Kontakte mit Unternehmen frei halten und eine Vielfalt von Aufgaben übernehmen.
Lob für Reichsteins Engagement
Die endgültige Freigabe der Ausschreibung verbanden Sprecher der Fraktionen mit einem dicken Lob für Reichstein und dessen Engagement. Vor der Entscheidung hatte der Wirtschaftsförderer zusammen mit Josef Rother von der Gesellschaft für angewandte Kommunikationsforschung das Ergebnis einer Umfrage präsentiert, an der 230 von 700 angeschriebenen Unternehmen teilgenommen haben. „Die meisten Betriebe bewerten den Standort sehr positiv“, erklärte Rother. Vor allem die Verkehrslage sowie die Nähe zu den Hauptkunden spricht aus Sicht der Wirtschaft für Esslingen. Die Umfrage zeigt weiter, dass die Mehrzahl der Unternehmen bis 2010 eine Expansion anstrebt und auch die Einstellung von Personal plant. Getrübt wird das Bild lediglich durch die schwierige Suche nach Fachkräften und die Kosten, die mit dem Standort Esslingen verbunden sind. Reichstein wollte letzterer Aussage keine allzu große Bedeutung bemessen. Mit der Klage der Wirtschaft über hohe Grundstückspreise und Gewerbesteuern stehe Esslingen nicht allein.
Während der Gemeinderat für die Wirtschaftsförderung eine neue Stelle bewilligt, werden beim Städtischen Verkehrsbetrieb (Werkleiter), im Eigenbetrieb Städtische Gebäude (technischer Betriebsleiter) sowie im Haupt- und Personalamt (Sachbearbeiter) lediglich drei vorhandene Stellen ausgeschrieben, deren Wiederbesetzung aus Kostengründen zunächst auf Eis gelegt werden sollte. Nicht zufrieden geben wollte sich der Ausschuss mit den Auskünften über die Notwendigkeit, im Finanzdezernat sofort wieder einen Sachbearbeiter einzustellen, der sich um den neuen Haushalt kümmert. CDU und Freie Wähler pochen darauf, dass vor einer Entscheidung alle Informationen in einer schriftlichen Vorlage auf den Tisch gelegt werden.
Quelle: Esslinger Zeitung am 22.01.2008
12/2007: Newsletter Herbst/Winter 2007/2008
Themen:
- 2007 - fast alles dreht sich um KWIS.net
- Bestandsflächen besser vermarkten mit E-Government ?
- Komplexe Adress-Verteiler: Mit KWIS.net kein Problem
- KWIS.net vernetzt die Region Prignitz
- KWIS.net in Baden-Württemberg auf dem Vormarsch
- KWIS-Anwenderkonferenz Bayern 2007 in Coburg
- Ländliche Wirtschaftsförderung in Burkina Faso durch Unternehmertraining
- GEFAK intern
- Verstärkung KWIS.net - Team
- Termine
12/2007: Nürnberger Land ist ein gutes Pflaster für Unternehmen
Einzig der erwartete Mangel an Gewerbeflächen trübt die positiven Umfrageergebnisse
NÜRNBERGER LAND (ab) - "Ich bin sehr zuversichtlich, was die wirtschaftliche Entwicklung im Nürnberger Land betrifft", fasste Josef Rother im Wirtschaftsausschuss des Kreistags zusammen. Der Geschäftsführer der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) hatte zuvor den Ausschussmitgliedern Details zu einer Unternehmensbefragung im Landkreis präsentiert, deren Daten in der Wirtschaftsförderung im Landratsamt hinterlegt sind. Zu einem Problem allerdings könnte sich schon mittelfristig der Mangel an Gewerbegebieten im Kreis entwickeln.7922 Betriebe hat die GEFAK im Landkreis mit einem vierseitigen Fragebogen im September angeschrieben, 1149 haben Antwortbögen zurückgesandt.Die Kommunalforscher wollten von den Unternehmen unter anderem wissen, wie sie denn zufrieden sind mit ihrem Standort im Nürnberger Land, wie sie die aktuelle Steuer- und Abgabensituation beurteilen und was ihnen am hiesigen Wirtschaftsstandort besonders wichtig ist. Außerdem wurden Fragen zur Verkehrsanbindung gestellt, wie es um die Nähe zum Kunden bestellt ist, um die Verfügbarkeit von Arbeitskräften oder welche Rolle die Lebensqualität im hiesigen Landkreis für die jeweiligen Unternehmen spielt.Dabei erhielten Rother und seine Mitarbeiter zum Teil recht überraschende Ergebnisse: Das Leben im Grünen, der Standort auf dem Land also, ist für viele Firmen wichtiger als etwa die günstige Anbindung an den Flughafen Nürnberg, wobei die hiesige Verkehrsinfrastruktur von einer Mehrzahl der Firmen ohnehin sehr positiv bewertet wird.Negativ beurteilen viele Unternehmen dagegen die Steuern- und Abgabesituation und die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt, weil es zu wenige Fachkräfte im Nürnberger Land gibt. Darüber hinaus wird ein Mangel an geeigneten Gewerbeflächen beklagt. "Das ist ein ganz brisantes Thema", so Rother. Die Unternehmensbefragung zeigte nämlich, dass derzeit jede fünfte Firma im Nürnberger Land erweitern will und Flächen braucht.Die Kommunalforscher haben die nachgefragten Flächen einmal zusammengerechnet und kommen auf insgesamt 238.000 Quadratmeter. Da dürfte allerdings noch einiges hinzukommen, weil nur ein Teil der Firmen im Nürnberger Land im Rahmen der Unternehmensbefragung zum Flächenbedarf Auskunft gab. Deshalb Rothers Warnung: "Mittelfristig kann sich das Ganze zu einem Problem für die Wirtschaftsfähigkeit des Landkreises entwickeln."Trotzdem: Die befragten Unternehmen im Nürnberger Land sind überwiegend zuversichtlich, was deren mittelfristige Perspektiven betrifft. Bis 2010 will eine Vielzahl von Firmen mit neuen Produkten auf den Markt gehen, neue Produktionsverfahren einführen und jedes dritte befragte Unternehmen will neue Mitarbeiter einstellen.Mehr InformationenVon der Abteilung für Wirtschaftsförderung im Landratsamt wünschen sich die befragten Firmen eine bessere Information darüber, wer was im Nürnberger Land alles anbietet. Stichwort Unternehmenskooperation: Die können sich viele Firmenchefs im Nürnberger Land sehr gut vorstellen. Und auch eine Ausbildungskooperation ist für eine Mehrheit der Unternehmen durchaus wünschenswert.Die Grundstimmung der Unternehmen im Nürnberger Land ist positiv. Mittelfristig allerdings könnte sich der Mangel an Gewerbeflächen, [...] als Problem darstellen.
Quelle: Pegnitz-Zeitung vom 11.12.2007
11/2007: Viele Firmen wollen wachsen
VIELE UNTERNEHMEN FINDEN GRUND- UND GEWERBESTEUER ZU HOCH. DAS SEI ABER ÜBERALL SO.
VON THORSTEN KUCHTA
OLDENBURG - Ob’s am Aufschwung liegt oder an Oldenburg: Die Pläne und Entwicklungsabsichten der Unternehmen in der Stadt sind „dynamischer als in vergleichbaren Städten“. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Jürgen Bunde, Leiter der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak). Der Statistiker hat Antworten von 407 Unternehmen ausgewertet, die an der zweiten stadtweiten Umfrage zum Wirtschaftsklima nach 2002 teilgenommen haben.
48,4 Prozent der befragten Unternehmen wollen demnach ihre Geschäfte ausweiten und Personal einstellen, 22,6 Prozent ihre Produktionskapazitäten erhöhen und 20,4 Prozent sogar neue Standorte errichten.
Zum Umfragezeitpunkt im Juni wurden den Angaben zufolge 604 Neueinstellungen geplant. Sorgen macht das im Vergleich zu anderen Städten geringe Angebot an Ausbildungsplätzen.
Was die Firmenchefs an Oldenburg so finden, offenbarte die Frage nach den wichtigsten Standortfaktoren: Da steht die Lebensqualität ganz oben (siehe Grafik). „Die weichen Faktoren werden immer wichtiger“, sagt Bunde. Dass Steuern und Abgaben als wichtig (und zu hoch) bezeichnet wurden, sei „keine Oldenburger Besonderheit“.
Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner, der in seinem Haushaltsentwurf gerade eine Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuer gefordert hat, sieht sich deswegen von diesem Ergebnis nicht angefochten: „Steuern sind angeblich immer zu hoch. Das ist für meine Strategie nicht relevant.“ Energie müsse man aufwenden, um die Stärken zu stärken. In diesem Zusammenhang verwies er auf das Projekt „Stadt der Wissenschaft“. Uni und Hochschule als Standortfaktor wurden immerhin mit der Note 2,06 bewertet.
Richtig gut schnitt die Wirtschaftsförderung ab. 21,6 Prozent der befragten Unternehmen meldeten sehr gute Erfahrungen mit Wirtschaftsförderern, 40 Prozent gute, 25 Prozent überwiegend gute. 13 Prozent der Betriebe monierten schlechte Erfahrungen. Allerdings: Die Chefs schätzen die Wirtschaftsförderer als kompetent ein, wünschen sich aber mehr Durchsetzungsfähigkeit der Wirtschaftsförderer innerhalb der Verwaltung. Schwandner sagte, dass in der Verwaltung abgewogen werden müsse.
Quelle: www.nwzonline.de
07/2007: Ausbildung bleibt auf der Strecke
Gutachten Dem Wirtschaftsstandort Bamberger Land fehlen plötzlich Facharbeiter. Dies ergab eine Expertise des Marburger Gefak-Institutes. Im Vergleich zu vor fünf Jahren sind die Lehrstellen deutlich weniger geworden.
Von Hans W. Penning
Zu den Zeiten, als es den deutschen Unternehmen nicht so gut ging, war der Sektor Ausbildung allzu häufig von strikten Sparmaßnahmen betroffen. Die Folge war, dass Strukturen verändert wurden und viele Schulabgänger ohne berufliche Perspektive blieben. Jetzt hat sich die Lage ins Gegenteil verkehrt, wie eine Standort-Untersuchung für den Landkreis Bamberg ergab: Plötzlich fehlen die Facharbeiter, die in den vergangenen Jahren nicht ausgebildet wurden.
Vorgestellt wurde die Expertise vor zahlreichen Wirtschaftsvertretern und Bürgermeistern durch Josef Rother von der Marburger "Gesellschaft für angewandte Konsumforschung" (Gefak) im großen Sitzungssaal des Landratsamtes. Mit dieser zweiten Unternehmens-Befragung nach 2002 wolle man, so Landrat Dr. Günther Denzler, die nötigen Informationen erhalten, um die Betriebe besser unterstützen und die Standort-Bedingungen durch die Wirtschaftsförderung verbessern zu können.
"Der Landkreis Bamberg ist mit diesen Bemühungen schon weiter als andere", lobte eingangs seiner Ausführungen Josef Rother von der Gefak die Verantwortlichen im Landratsamt. Mit der zweiten Aktion dieser Art lasse sich die Entwicklung gut ablesen. Von den angeschriebenen 886 Betrieben habe man einen Rücklauf von 242 Fragebogen verzeichnet, was rund 9000 Arbeitsplätze oder ca. ein Drittel der Stellen im Bamberger Land repräsentiere.
Ablesen lasse sich z.B. eine deutliche Zunahme des Export-Anteiles an der Produktion von 18 auf 23 Prozent. Gestiegen sei auch die Innovationsfreudigkeit: Betrieben 2002 nur neun Prozent der Betriebe Forschung und Entwicklung am Standort Landkreis Bamberg, sei dieser Anteil auf 15 Prozent gestiegen. Die Internet-Präsenz stieg von 57 auf 67 Prozent – ein Drittel der Betriebe nutzt also dieses Medium bisher noch nicht.
Insgesamt habe sich gezeigt, so Rother, dass der Standort Landkreis Bamberg mit einem Mittelwert von 2,7 gut bis befriedigend bewertet werde. Im Vergleich zu vor fünf Jahren bedeute dies eine Verbesserung um drei bis vier Zehntelpunkte. Positiv bewertet würden dabei vor allem Kundennähe und Verkehrslage, weniger gut stellen sich Energiepreise, Forschungseinrichtungen und das Potenzial an qualifizierten Arbeitskräften dar. Bei letzteren müsse derzeit sogar ein echter Engpass festgestellt werden. Die Nachbar-Region Schweinfurt schneide hier deutlich besser ab, dafür mangele es dort an „weichen“ Standort-Faktoren wie Kultur und Freizeit.
Derzeit, so schätzte Rother, seien im Landkreis Bamberg rund 300 Stellen sofort zu besetzen, davon etwa 120 Facharbeiter und 60 Ingenieure. "Sehr ernst nehmen" solle man die Entwicklung bei den Ausbildungsplätzen. Während 2002 noch 64 Prozent der Betriebe ausgebildet hätten, sei dieser Anteil auf 48 Prozent gesunken. Der Anteil der Auszubildenden in den Betrieben ging von 6,3 auf 4,7 Prozent zurück, wobei die Unternehmen allerdings nicht identisch mit 2002 seien.
Besonders gravierend ist der Vergleich zum normalen Arbeitsmarkt. Während die Zahl der Beschäftigten in den letzten fünf Jahren um fünf Prozent zurück ging, sank die der „Azubis“ um 17 Prozent. In der „Reihe von Herausforderungen“ nannte Rother denn auch die Lage auf dem Lehrstellenmarkt an zweiter Stelle hinter dem Fachkräftemangel, aber noch vor dem Mangel an Forschungseinrichtungen, Flächenbedarf, Energiepreisen und Betriebsnachfolge.„Woran liegt's?“ lautete die zentrale Frage in der Diskussion. Den Fachkräftemangel führte Siegfried Wagner von der Wirtschaftsförderung im Landratsamt auf das Fehlen einer technischen Universität in der Region zurück. Die Zuwanderung aus anderen Zentren halte sich auf Grund schlechterer Bezahlung in Grenzen.
Strukturen zurück entwickelt
Auf dem Sektor Ausbildung hätten sich in den schlechten Jahren verschiedene Strukturen „zurückentwickelt“, hieß es in der Diskussion. Weite Wege zu Berufsschulen in Hof und Kronach seien das Ergebnis und forderten von den Haupt-Betroffenen, den Jugendlichen, ein kaum nachvollziehbares Maß an Flexibilität. Und: Erst mittelfristig könne der Fachkräfte-Mangel durch Ausbildung behoben werden. Zu schnell sei einfach die Konjunktur angesprungen, als dass der Arbeitsmarkt hier Schritt halten konnte.
Quelle: Fränkischer Tag Bamberg vom 06.07.2007, S. 17
06/2007: Neues Wirtschaftsportal der Stadt Dachau mit KWIS-Anbindung
Neues Wirtschaftsportal dachau.com
Stadtverwaltung erhofft sich vom speziellen Internetauftritt eine große Resonanz bei Firmen und Investoren
Von Peter Becker
Dachau. Der moderne japanische Geschäftsmann will nicht nur harte Fakten sehen, wenn er online eine Abfrage über Wirtschaftsdaten zur Stadt Dachau startet. Er möchte auch visuell angesprochen werden. Zum Beispiel durch ein Foto auf der Website der Stadt. Vom Schlossberg aufgenommen, soll im Hintergrund das Allianz-Stadion zu sehen sein. Das versinnbildliche den Fun-Faktor, erklärte Stefan Wolf während der Vorstellung des Wirtschaftsportals der Stadt. Dass auf der Website dachau.com Information und ansprechende Optik eine gelungene Verbindung eingehen, darauf hätten er, Silvia Kalina und Sabrina Frater vom Referat Wirtschaftsförderung Wert gelegt.
"Eine gigantische Menge an Information", stellte Oberbürgermeister Peter Bürgel beeindruckt fest. Die "drei Highlights" sind laut Wolf die interaktiven Anwendungen Branchenverzeichnis mit einer Kooperationsbörse, einer Ausbildungsbörse und dem Menüpunkt Gewerbeflächen zur Anzeige leer stehender Gebäude und zu vermietenden Ladenflächen.
Im Branchenverzeichnis sind alle Unternehmen aufgelistet, die sich an einer Umfrage der Stadt unter Unternehmen beteiligt haben. Diese Auflistung "ist mehr als die regionalen Gelben Seiten", betonte Wolf. Außer Dienstleistungen und Produkten sind dort von sofort an weitere Daten wie Ansprechpartner abrufbar.
Besonderen Wert legt Wolf auf die Kooperationsbörse. Dort kann jedes Unternehmen angeben, welche Leistungen es anbietet oder sucht. Dies erlaubt Rückschlüsse, welche Firmen sich im Stadtgebiet ansiedeln könnten. Wolf hofft, dass sich auch Unternehmen, die sich nicht an der Umfrage beteiligt haben, ins Branchenverzeichnis eintragen. Umso wertvoller werde es, meinte er. Das Wirtschaftsportal ist in Deutsch und Englisch abrufbar. Zum Jahresende soll es in den neuen Internet-Auftritt der Stadt integriert sein. Gleichzeitig sollen eine hochwertige Broschüre und ein Videofilm erscheinen.
Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr.133, Mittwoch, den 13. Juni 2007 , Seite 2
05/2007: GEFAK erarbeitet Entwicklungskonzept für Region Burgwald-Ederbergland
Vier Gemeinden aus dem nordhessischen Ederbergland schließen sich mit der Region Burgwald zur neuen Region "Burgwald-Ederbergland" zusammen. Voraussetzung für eine Förderung dieser Region aus EU-Mitteln ist die Erstellung eines regionalen Entwicklungskonzeptes, das von der Hessischen Landesregierung bewertet wird. Die GEFAK ist für die Analyse der demografischen und wirtschaftsstrukturellen Daten zuständig. Auf dieser Basis berät die GEFAK die Entscheider in der Region bei der Festlegung von Leitbildern, Zielen und Handlungsfeldern.
04/2007: GEFAK moderiert Workshop zum Wirtschaftsstandort Stadt Dachau
Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Unternehmensbefragung, bei der die GEFAK im Herbst 2006 über 3.000 Betriebe in der Stadt Dachau angeschrieben hatte, fand am 25.4.2007 ein Impulsworkshop zur Zukunft der Stadt Dachau als Wirtschaftsstandort statt. Die Stadt Dachau hatte dazu einige Unternehmerpersönlichkeiten eingeladen, die das gesamte Spektrum der Dachauer Wirtschaft widerspiegeln. Moderiert wurde der Workshop von der GEFAK
04/2007: 2. BUS-Training of Trainers in Burkina Faso
Im Rahmen eines Projektes der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Burkina Faso haben 15 Teilnehmer ihre Ausbildung zum BUS-Trainer erfolgreich fortgesetzt.
Durch das von der GEFAK zusammen mit der Andreas-Hermes-Akademie durchgeführte Projekt soll das in Deutschland sehr erfolgreiche BUS-Trainingsprogramm für landwirtschaftliches Unternehmertum in dem westafrikanischen Land eingeführt werden. Die Bauern lernen, wie sie ihre Ressourcen und Perspektiven besser einschätzen und individuelle Entwicklungpläne erarbeiten können und wie sie ihre persönliche Qualifikation verbessern können, um neue Ideen erfolgreich durchzusetzen.
Nach dem im März durchgeführten 2. Kurs werden jetzt in der Praxisphase die auf die Verhältnisse angepassten Lehrinhalte und -methoden in 10 Dörfern mit Bauerngruppen getestet. Der abschließende 3. Trainingskurs wird durch die Experten Dr. Anton Bojanovsky und Ingo Binnewerg vom 26.4. bis 3.5.2007 durchgeführt werden.
03/2007: Newsletter Frühjahr 2007
Themen:
- Unternehmensbefragung in der Stadt Dachau zeigt große Standortzufriedenheit
- CeBIT 2007 15.-21.03.2007 - GEFAK in Halle 4 Stand C70 auf dem hessen-media-Gemeinschaftsstand
- KWIS.net-Einführung im Landratsamt Ebersberg
- Landkreis Rottal-Inn verlinkt sein Wirtschaftsportal mit den "Key Technologies in Bavaria"
- Das neue KWIS.net Auswertungsmodul:
beste Voraussetzungen für Ihren Tätigkeitsbericht - Jetzt auch www.gefak.de neu entwickelt
- GEFAK intern
- Hans-Peter Wildermuth: Unser Experte für alles rund um KWIS
- Termine
03/2007: Neuer Informations-Service
Seit Jahren betreibt das Landratsamt Rottal-Inn eine erfolgreiche Unternehmensdatenbank im Internet. Die komplette Administration der Internetlösung läuft über die Arbeitsplattform KWIS im Landratsamt. Online-Änderungen durch die über 1.600 teilnehmenden Betriebe werden laufend mit dem Datenbestand in KWIS abgeglichen und nach Freischaltung übernommen. Dadurch ist die Pflege der Unternehmensdaten erheblich erleichtert.
Für Interessenten, die über das Wirtschaftsportal des Landkreises (www.rottal-inn.de/wirtschaft) nach Unternehmen recherchieren, bietet das Landratsamt seit Mitte Februar 2007 einen weiteren Service: Über einen Link kann der Besucher auch direkt zu den Unternehmen aus dem Landkreis gelangen, die in den „Key Technologies in Bavaria“ gelistet sind. Dort findet man detailliertere Daten über die technologieorientierten Unternehmen, wie etwa deren Kernkompetenzen, Zertifizierungen oder Zielmärkte.
Quelle: GEFAK Newsletter 2007/1
Ihr Ansprechpartner: Josef Rother
02/2007: Unternehmensbefragung in Dachau
Die im Norden Münchens gelegene Große Kreisstadt Dachau (40.000 Einwohner) will mit Hilfe eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes ihre Zukunft aktiv gestalten. Im Herbst 2006 wurde eine breit angelegte Unternehmensbefragung durchgeführt. Ziel war es, jedem Unternehmen die Chance zu geben, seinen Standort zu bewerten und sich mit seinen Zukunftsplänen in den Stadtentwicklungsprozess einzubringen.
Die Auswertung von über 450 Fragebögen brachte zutage, dass die Unternehmen mit ihrem Standort äußerst zufrieden sind. Kritisch wurden lediglich die – in der gesamten Region München üblichen – hohen Standortkosten bewertet. Handlungsbedarf für die Stadt zeigte sich vor allem in den Bereichen Ausbildungsplätze und Gewerbeflächenmanagement.
Einen hervorragenden Anknüpfungspunkt für den Aufbau von Unternehmensnetzwerken bietet das sehr große Interesse der befragten Unternehmen an einer stärkeren lokalen Zusammenarbeit. Fast jeder zweite Befragte kann sich vorstellen, mit anderen Unternehmen aus Dachau zu kooperieren.
Die Kooperationspotenziale wurden auch für einzelne Felder abgefragt und, wie alle Ergebnisse der Befragung, für deren Umsetzung in die KWIS-Datenbank der Wirtschafts-förderung integriert. Die Stadt Dachau kann jetzt ganz gezielt die Netzwerkbildung ihrer Betriebe initiieren.
„Durch den Einsatz von KWIS und die Übernahme sämtlicher Befragungsergebnisse haben wir eine hervorragende Grundlage für eine Wirtschaftsförderung, die sich wirklich an den Anforderungen der Wirtschaft orientiert“, sagt Wirtschaftsförderer Stefan Wolf. Als erste Umsetzungsschritte der Befragung sind eine Produkt- und Dienstleistungsbörse und eine Immobilienbörse im Internet geplant, die beide mit der Arbeitsplattform KWIS interaktiv verbunden sind.
Quelle: GEFAK Newsletter 2007/1
Ihr Ansprechpartner: Josef Rother
02/2007: KWIS.net-Einführung im Landratsamt Ebersberg
Zu den bundesweit ersten Anwendern der neuen Programmgeneration KWIS.net gehört das Landratsamt Ebersberg in Oberbayern. Im Vorfeld der KWIS.net-Installation wurden über die GEFAK Unternehmensdaten aus dem Landkreis von bedirect beschafft und mit den bisherigen Einträgen im Gewerberegister abgeglichen. Nach dem Import in KWIS.net kann die Arbeit im KWIS-Nachfolgesystem mit über 12.000 Unternehmensdaten beginnen.
Wirtschaftsförderer Hannes Weininger: „Die gelungene Einführungsschulung hat uns motiviert, mit KWIS.net den Dialog mit unseren Betrieben zu verbessern und unser Informationsangebot für die Wirtschaft auszubauen.“
Für die laufende Aktualisierung der Datenbank soll unter anderem die Schnittstelle zum GEWAN-Verfahren im Gewerberegister sorgen.
Quelle: GEFAK Newsletter 2007/1
Ihr Ansprechpartner: Josef Rother
12/2007: Befragung zur Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen
Seit einem Jahr begleitet die GEFAK mit verschiedenen Beratungsleistungen das Projekt "www.comeback50.de" im Landkreis Marburg-Biedenkopf, mit dem ältere Langzeitarbeitslose wieder verstärkt in den Arbeitsprozess integriert werden sollen. Mit diesem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Projekt wurden bereits über 100 Personen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. In einer selbst organisierten Dienstleistungsagentur "Heinzelmann e.V." haben sich ausschließlich über 50-jährige Hilfeempfänger gemäß SGB II zusammengeschlossen. Zweck der Agentur ist, sogenannte "haushaltsnahe Dienstleistungen" (Putzen, Bügeln, kleine Reparaturen, Kinderbetreuung u.a.) für Privathaushalte anzubieten.
Im Auftrag des KreisJobCenters Marburg-Biedenkopf führte die GEFAK eine Haushaltsbefragung in drei Marburger Stadtteilen sowie in der Gemeinde Cölbe durch, um das Interesse und die Zahlungsbereitschaft für diese Dienstleistungen zu ermitteln. Die Interviews und eine begleitende Imagekampagne sollen zu einer Legalisierung dieser - oft über den Schwarzmarkt erledigten - Arbeiten beitragen. Innerhalb von vier Wochen wurden über 600 Haushalte befragt und einige interessante Ergebnisse erzielt:
- Die Befragung erzeugte eine positive Resonanz und großes Interesse an den angebotenen Leistungen.
- Die am häufigsten gewünschten Dienstleistungen waren Putzen, Renovierungs- und Gartenarbeiten, Reparaturen im Haushalt und Winterdienst.
- Die befragten Haushalte würden im Durchschnitt 90 € pro Monat dafür ausgeben.
- Innovative Vermarktungsformen für die Service-Angebote wurden sehr positiv aufgegriffen (Geschenkgutscheine, Abonnements).
Quelle: GEFAK Newsletter 2006/4
Ihr Ansprechpartner: Jürgen Bunde
GEFAK berät GTZ-Projekt zur Entwicklung des "Cebu Business Webportal" auf den Philippinen
Im Rahmen ihrer Auslandsprojekte hat die GEFAK die Chamber of Commerce in Cebu bei der Entwicklung eines neuen Wirtschaftsportals beraten. Diese Unterstützung für die zweitgrößte Wirtschaftskammer der Philippinen wurde im Rahmen des Programms "Förderung von Klein- und Mittelunternehmen" (SMEDSEP) der GTZ und im Auftrag des Consultingunternehmens GFA Consulting Group geleistet.
Carl E. Krug von der GEFAK identifizierte im Sommer 2006 die Informationsbedarfe der Unternehmen sowie vorhandene Informationsquellen in der Region Visayas, erarbeitete das Pflichtenheft für die Programmierung des Portals und betreute die Wirtschaftskammer während der Umsetzung.
Die Besonderheit des Portals besteht darin, dass die Kammer die Unternehmen mit einem Basiseintrag präsentiert und diese mit einem passwortgeschützten Zugang ihren Eintrag jederzeit pflegen können. Durch diese Interaktivität stehen allen Nutzern aktuelle Informationen zur Verfügung. Mit Hilfe der Beratung von Seiten der GEFAK konnte die effektive Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftskammer, dem Programm der GTZ und den öffentlichen Stellen unterstützt werden.
Am 15. November 2006 wurde das Portal mit einem Datenbestand von ca. 4.000 Unternehmen offiziell eröffnet und dabei der für die Philippinen innovative Charakter hervorgehoben.
Quelle: GEFAK Newsletter 2006/4
Ihr Ansprechpartner: Carl E. Krug


















