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05/2010 Frühjahrsnewsletter der GEFAK

Ab sofort steht der Newsletter für Sie zum Download bereit.

 

05/2010 Stadt Freising: Unternehmer listen Wünsche auf

Quelle: Süddeutsche Zeitung 21.05.2010

03/2010 Weißenburg-Gunzenhausen: Aufbruchstimmung in den Betrieben

Quelle: Weißenburger Tagblatt 24.03.2010

03/2010 Weißenburg-Gunzenhausen: Gute Stimmung im Landkreis

Quelle: Altmühl-Bote 24.03.2010

03/2010 Weißenburg-Gunzenhausen: Landrat sichert Unternehmen Unterstützung zu

Quelle: Altmühl-Bote 24.03.2010

03/2010 Weißenburg-Gunzenhausen: Unternehmensbefragung 2009

Referent Josef Rother (links) und Landrat Franz Xaver Uhl

 

Die Wirtschaftsförderung des Landratsamts Weißenburg-Gunzenhausen hat im Herbst 2009 eine Unternehmensbefragung im Landkreis durchgeführt. Die Auswertung der Fragebögen wurde mit Spannung erwartet - und brachte überraschende Ergebnisse.

Hunderte Fragebogen verließen Ende 2009 das Landratsamt. Der Rücklauf war beachtlich: 42 Prozent der insgesamt 650 angeschriebenen Unternehmen nutzten die Chance, sich an dem Dialog zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung des Landkreises zu beteiligen. „Das ist ein absoluter Spitzenwert", lobte Josef Rother.
Der Referent von der GEFAK (Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung) hat die Untersuchungsergebnisse rund 120 Unternehmern in der Stadthalle in Gunzenhausen vorgestellt. Laut Rother punktet der Landkreis bisher vor allem mit seiner grünen Landschaft, dem Angebot sozialer Einrichtungen, der Verfügbarkeit und dem Preisniveau von Wohnflächen und dem Service der örtlichen Behörden. „Vor allem die Dienstleister sind damit sehr zufrieden", kommentierte Rother die entsprechende Graphik in seiner Präsentation.
Nachbesserungsbedarf haben die Befragten dagegen bei den harten Wirtschaftsfaktoren angemeldet: bei der überregionalen Verkehrsanbindung, der Verfügbarkeit qualitativer Arbeitsplätze, der Telekommunikations- und Datenverkehrsinfrastruktur sowie bei der Nähe zu den Hauptlieferanten. Denn trotz der Wirtschaftskrise wollen viele Unternehmen im Landkreis expandieren: Gut 40 Prozent möchten bis 2012 neue Dienstleistungen und/oder Produkte auf den Markt bringen. Über ein Viertel der Befragten will sogar sein Personal aufstocken. Und jeder neunte Betrieb im Landkreis steht in den nächsten zwei Jahren vor einer Betriebsübernahme.
Zu dieser positiven Tendenz kommt eine weitere: 60 Prozent der Betriebe zeigten sich in dem Fragebogen Kooperationen gegenüber aufgeschlossen. Großer Bedarf besteht vor allem bei den Themen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Energieberatung, Marketing/Vertrieb und Weiterbildung.
Landrat Franz Xaver Uhl sicherte den Unternehmern die Unterstützung des Landkreises zu: „Wir werden dafür kämpfen, dass der ländliche Raum stark bleibt und stark wird!" Unter anderem würden von seinen Mitarbeitern gerade ein regionales Entwicklungskonzept und die öffentliche Nahverkehrsplanung erarbeitet.

Quelle: www.landkreis-wug.de

 

03/2010 Bundesweites Pilotprojekt „Flächen ins Netz“ in der Otto-Dix-Stadt freigeschaltet

Freuen sich über die gelungene Kooperation beim bundesweiten Pilotprojekt „Flächen ins Netz“: Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (2.v.l.), die Flitz-Projektverantwortlichen Dr. Stefan Blümling von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH (GEFAK) und Dr. Busso Grabow vom Deutschen Institut für Urbanistik, GEFAK-Geschäftsführer Dr. Jürgen Bunde und Rene Döring, Regionalsprecher Gera und Umgebung des Immobilienverbandes Deutschland (v.r.n.l.) sowie die Fachdienstleiterin Wirtschaftsförderung/Stadtentwicklung, Maren Ritter, bei der Freischaltung der Gewerbeimmobilienbörse

Gera vermarktet Gewerbeimmobilien über die Datenautobahn

Bundesweites Pilotprojekt „Flächen ins Netz“ in der Otto-Dix-Stadt freigeschaltet – OB Dr. Norbert Vornehm: Neuer Service ist Standortvorteil im Wettbewerb um Investoren

Gera vermarktet Gewerbeimmobilien künftig über die Datenautobahn. Eine entsprechende Börse auf der Website der Otto-Dix-Stadt www.gera.de wurde am 16. März im Beisein aller beteiligten Partner im Geraer Rathaus freigeschaltet.  

Mit dem Vorhaben „Flächen ins Netz“ (Flitz) gehe Gera im Rahmen eines Pilotprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ganz neue Wege in der Wirtschaftsförderung, sagte Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm. „Wir erfassen und vermarkten Gewerbeflächen unterschiedlicher Eigentümer mit Hilfe moderner Informationstechnologien. Dieser neue Service ist ein Standortvorteil im Wettbewerb um Investoren, weil wir die Gewerbeimmobilien in unserer Stadt nicht nur besser und schneller vermarkten, sondern sie auch zielgerichtet weiter entwickeln sowie letztlich effizient und sinnvoll auslasten können“, macht er deutlich.

Er forderte alle Privateigentümer und gewerblichen Anbieter auf, von dieser neuen Offerte regen Gebrauch zu machen, um so eine schnelle Nachnutzung brachliegender Gewerbeflächen zu ermöglichen. Außerdem bündele die Immobilienbörse das bislang auf verschiedene Stellen innerhalb der Stadtverwaltung verteilte Wissen um gewerbliche Immobilien und sei damit ein weiterer Baustein für eine wirtschaftsfreundliche, service- und kundenorientierte Verwaltung und bietet neue Chancen für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Koordiniert von dem Fachdienst Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung hatten seit Anfang 2008 auch die Fachdienste Zentrale Dienste, Stadterneuerung und Immobilien der Stadtverwaltung Gera gemeinsam mit Experten vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) Berlin und der GEFAK Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH Marburg an der Börse für Gewerbeimmobilien gearbeitet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte das Projekt mit 230.000 Euro.

Ab sofort sind brachliegende Grundstücke sowie nicht oder nur teilweise genutzte Objekte unter www.gera.de, Menüpunkt Wirtschaft/Europa, Unterpunkt Gewerbeimmobilienbörse zu finden. Dort gibt es nicht nur ein Verzeichnis, sondern auch einen interaktiven Stadtplan, über den sich die Standorte einfach erschließen. Gestartet mit einem Grundangebot von circa 40 privaten und städtischen Gewerbeflächen und –objekten, können private Eigentümer und kommerzielle Anbieter von Gewerbeimmobilien diesen Service nutzen, um ihre Objekte über die städtische Homepage zu bewerben und so potenzielle Interessenten gezielt über ihre Angebote zu informieren. Einmal registriert, haben sie über ihr ganz persönliches Login die Möglichkeit, solche dort einzustellen und die Daten immer auf den aktuellsten Stand zu bringen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit können alle Interessierte über das Internet nach freien Gewerbeimmobilien in der Stadt Gera suchen. Der Datenaustausch läuft dabei weitestgehend automatisiert ab. Die Mitarbeiter des Fachdienstes Wirtschaftsförderung versetzt diese neue Offerte in die Lage, verlagerungsbereite Unternehmen, ansiedlungswillige Investoren, Existenzgründer und Projektentwickler in Sachen Gewerbeimmobilien schneller und kompetenter zu beraten.

„Das neue Gewerbeflächenportal der Stadt Gera wurde im Rahmen eines großen Forschungsprogramms des Bundesministerium für Bildung und Forschung realisiert“, erläuterte Difu-Wissenschaftler und Projektverantwortlicher Dr. Busso Grabow. Dieses ziele auf herausragende Konzepte zum verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Flächen. Er bewerte die Zusammenarbeit der wissenschaftlichen und der Umsetzungspartner mit der Stadt Gera als „hervorragend“, und auch seitens der Makler und privaten Flächeneigentümer sei die Unterstützung erfreulich gewesen. Das entwickelte und nun freigeschaltete Portal konzentriere sich auf den Bedarf der in der Stadt und der Region ansässigen Gewerbeflächenanbieter und -nachfrager. „Es ist vorbildhaft für andere Städte in Deutschland, da die realisierte Lösung grundsätzlich auf andere Städte und Gemeinden übertragbar ist.“

Als Partner in diesem Projekt freue sich die GEFAK, zusammen mit der Stadt Gera und dem Difu eine innovative technische Gesamtlösung erarbeitet zu haben, betonte GEFAK-Geschäftsführer Dr. Jürgen Bunde. „Als Ergebnis steht ja nicht nur das entwickelte Portal zu Buche, sondern auch die im Hintergrund aufgebaute Bündelung von vielen Informationen, die in Gera zu Gewerbeimmobilien vorliegen.“ Nicht zuletzt sei es auch gelungen, die relevanten Akteure innerhalb wie außerhalb der Stadtverwaltung zusammenzubringen. Der in Gera erarbeitete Ansatz habe in anderen Städten und Landkreisen ein überaus positives Echo gefunden. Den Grund dafür sieht er in der Verknüpfung einer gelungenen Nutzeroberfläche im Internet mit dem professionellen Arbeitswerkzeug KWIS.net in der Wirtschaftsförderung. „Dadurch ist die Wirtschaftsförderung in Gera viel näher an ihren Kunden, als dies bei den andernorts vorherrschenden isolierten Immobilienportalen der Fall ist“, machte er deutlich.

„Flitz“ mache den Geraer Gewerbeflächenmarkt transparenter, biete zusätzliche Vermarktungschancen und sofort den richtigen Ansprechpartner, schätzte René Döring, Regionalsprecher für Gera und Umgebung des Immobilienverbandes Deutschland IVD Region Mitte e.V., ein. Sein Unternehmen gehörte zu einem der Geraer Immobilienbüros, die an dem Projekt mitgearbeitet haben. „Bisher nutzen Akteure aus unterschiedlichen Gründen verschiedene Immobilienportale. Kaum ein Anbieter ist auf allen Portalen vertreten“, betonte er. Das bedeutete für sie bislang aufwendige Recherchen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der Erfolg des Geraer Pilotprojektes hänge nun davon ab, wie Anbieter - etwa Wohnungsgesellschaften, Makler, Projektentwickler, Unternehmer und private Eigentümer – dieses moderne Medium zur Vermarktung ihrer Gewerbeflächen zu nutzen.

Quelle: www.gera.de

 

02/2010 Unternehmen klagen über hohe Kosten

Quelle: SZ 06.03.2010

01/2010 Ergebnisse Unternehmensbefragung Stadt Pforzheim

Kompetente Runde: Oberbürgermeister Gert Hager, Reiner Müller, Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaftsförderung der WSP, Referent und GEFAK-Prokurist Josef Rother, WSP-Direktor Christoph Dickmanns und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw Herbert Müller (von links).

„Darin liegt Potenzial“ - Unternehmerfrühstück zu Standortstudie

PFORZHEIM. Wie mit einem neuen Schuh verhalte es sich mit den Ergebnissen der Unternehmensbefragung Stadt Pforzheim: „Es gibt zwar ein paar Druckstellen, aber im Großen und Ganzen passt er gut“, fasste Oberbürgermeister Gert Hager am Donnerstagmorgen beim Unternehmerfrühstück der Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) – erstmals im Turm der Sparkasse Pforzheim Calw – humorvoll zusammen. Er sei optimistisch gestimmt.

Tatsächlich hat die im Mai 2009 durchgeführte Befragung (PZ hat berichtet) eine überdurchschnittliche Investitionsbereitschaft sowie ein hohes Niveau in Forschung und Entwicklung der Pforzheimer Unternehmen ergeben, präzisierte Referent Josef Rother, Prokurist und Gesellschafter der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK), die die Befragung durchgeführt hat. Kritik gab es hingegen für die hohe Gewerbesteuer, die unzureichende Schienenanbindung, den Fachkräftemangel sowie das Preisniveau für Gewerbeflächen. Insbesondere das Image der Goldstadt in der Außendarstellung wurde bemängelt.

Für diesen Kritikpunkt hatten jedoch nicht alle Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks Verständnis: „Stehen wir beim Image wirklich so schlecht da“, wollte ein Jungunternehmer wissen. Rother gab ihm insofern recht, als dass ein Unterschied zwischen der Eigen- und der Fremdwahrnehmung gemacht werden müsse. Allerdings, so der Referent, dürfe auch das Feedback nicht unterschätzt werden, das Unternehmer regelmäßig von außen mit in die Stadt brächten. „Ich habe gestern den Marburger Oberbürgermeister gefragt, was er mit Pforzheim verbindet“, erzählte Rother. Die Antwort: Gold und René Weller, Pforzheimer Ex-Profiboxer. Eine überraschende Antwort, deutet man das Raunen, das daraufhin durch den Panoramasaal im Sparkassen-Turm ging. Allerdings relativierte der Referent im Gespräch mit der PZ anschließend diesen Ausspruch mit einer weiteren Anekdote: „Eine junge Frau im Zug hat mir auf diese Frage geantwortet: ‚Mode und Design – muss ganz trendig da sein’.“ Und darin liege Potenzial, so Rother.

„Auf Unternehmen angewiesen“

„Wie bekommen wir hochqualifizierte Leute oder halten Studenten der Hochschule in der Stadt“, fragte ein Unternehmer. Auch das sei ein Punkt, der eng mit der Kritik am Image der Stadt verwoben sei. Eine prompte Antwort kam von Oberbürgermeister Hager: „Von Stadtseite her greifen wir das Thema stark an, aber wir sind auch auf die Unternehmen angewiesen.“ Um den Standort für die Studenten interessanter zu machen, müsse es mehr Praktika-Möglichkeiten und Plätze für Werkstudenten geben, so Hager.

Verbesserungsbedarf sahen die befragten Unternehmen unter anderem auch bei der Telekommunikations- und Datenverkehrsinfrastruktur in den Industriegebieten. „Jammern wir auf hohem Niveau, oder sind wir tatsächlich schlecht aufgestellt“, fragte ein Unternehmer. „Wir haben Stimmungen, Meinungen abgefragt“, so Rother. Ob diese Einschätzung der Unternehmer den Tatsachen entspreche, könne er nicht sagen. Da die Befragung jedoch personalisiert sei, habe die WSP nun die Möglichkeit, die Themen gemeinsam mit den Unternehmen anzugehen. „Diese Analyse war erst der Anfang“, so der GEFAK-Prokurist.

Quelle: PZ-News, 28.01.10

 

01/2010 GEFAK erarbeitet Standortmarketingkonzept für den Landkreis Cochem-Zell

Mehr als nur eine Urlaubsregion - Landkreis Cochem-Zell mit neuem Standortmarketing

Mit einem neuen Marketingkonzept will der Landkreis Cochem-Zell sich dem wachsenden Wettbewerb der Wohn- und Wirtschaftsstandorte in Deutschland stellen. So soll der Landkreis mit seinen Chancen und nach Möglichkeiten analysiert und neu positioniert werden. Im Januar 2010 starten die Aktivitäten mit drei Workshops zu zentralen Themen der künftigen Entwicklung.

Wohnen und Infrastruktur, Tourismus sowie Wirtschaft, Arbeit und Bildung – das sind die Themen der Workshops, mit denen der Landkreis Cochem-Zell in die Entwicklung seines neuen Standortmarketingkonzeptes einsteigt. Im Fokus steht dabei vor allem das Verhältnis von Tourismus und gewerblicher Wirtschaft, das eine zentrale Rolle für die künftige Profilierung des Kreises spielen soll. „Mit dem neuen Konzept wollen wir einen aktiven Beitrag leisten, um junge Menschen in der Region zu halten und zukunftsfähige Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen", unterstreicht Manfred Schnur, Landrat des Kreises Cochem-Zell.

Im Mittelpunkt der Entwicklung müsse die Steigerung der Attraktivität des Landkreises als Wohn- und Arbeitsstandort stehen, so Schnur weiter. Eine ausschließliche Konzentration auf den Fremdenverkehr halte er für nicht ausreichend. Vielmehr gehe es darum, ein effizientes Nebeneinander von Tourismus und gewerblicher Wirtschaft zu etablieren. Beide könnten als gleichbedeutende Standbeine entscheidend zur Entwicklung der Region beitragen. Wichtig sei es zudem, die Akteure vor Ort von Beginn an in den neuen Prozess einzubinden. Daher habe man die Workshops bewusst an den Beginn des Prozesses gesetzt.

Los geht es am 25. Januar mit dem Thema „Wohnen und Infrastruktur". Es folgen der Tourismus-Workshop am 3. Februar und zum Thema Wirtschaft, Arbeit und Bildung am 8. Februar 2010. Alle drei Veranstaltungen sollen dazu beitragen, eine möglichst breite Akzeptanz für das neue Konzept und seine Umsetzung zu erzielen. Um auch die Wirtschaft frühzeitig „mit ins Boot" zu bekommen, wird zudem eine breit angelegte Unternehmensbefragung im Landkreis durchgeführt. Sie richtet sich an 850 Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen (einschließlich Tourismus) und ergänzt die bereits seit Ende des Vorjahres durchgeführte Analyse der wichtigsten Strukturdaten. Ein besonderes Ziel ist es dabei, das Mitwirken der Unternehmen bei künftigen Maßnahmen der Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung zu erhöhen.

Insgesamt wird die Entwicklung des neuen Standortmarketingkonzeptes bis zum Sommer 2010 abgeschlossen sein. Dann, so die Erwartung der Beteiligten, wird der Landkreis Cochem-Zell sowohl sein Image als Tourismusstandort als auch seine Qualitäten als Wohn- und Arbeitsstandort gestärkt haben und mit einem klar definierten Profil in die Zukunft gehen.

Landrat Manfred Schnur jedenfalls ist angesichts der anstehenden Neuorientierung optimistisch. „Uns geht es darum, die Strukturen und die Lebensqualität im Landkreis nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu verbessern und so die Zukunftsfähigkeit des Kreises zu untermauern", betont er. Die attraktive Kulturlandschaft, der Erhalt und Ausbau qualifizierter Arbeitsplätze sowie die Entwicklung innovativer Ansätze in Wirtschafts- und Entscheidungsprozessen sind wichtige Meilensteine auf diesem Weg.

Begleitet wird der Prozess vom Marburger Büro GEFAK, Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH. Das Unternehmen berät bundesweit rund 200 Kunden in den Bereichen Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung.

Quelle: http://www.cochem-zell.de/

 

12/2009 Projektstart zur kartografischen Darstellung der "Key Technologies in Bavaria"-Firmendatenbank

Josef Rother, Geschäftsführer der Firma GEFAK, die die Key Technologies Datenbank betreut, zusammen mit Barbara Baur bei der Präsentation zum Kick-off des Projektes

lmmer mehr ausländische Firmen suchen mithilfe der 0nline-Datenbank ihre Partner in Bayern. Mittlerweile enthält die Datenbank über 18.000 Eintrage von bayerischen Unternehmen. Die Datenbank wird in 33 Lädern von Bayern International online vermarktet und als CD-Version auf unseren weltweiten Veranstaltungen verteilt. Um die Attraktivität der Datenbank weiter zu steigern, wurde im August mit der Visualisierung der Datenbank begonnen. Mithi|fe der Kartografie auf Basis von Microsoft soll die Unternehmensdarstellung erweitert und verbessert werden. Unternehmensstandorte werden so in Landkarten, Stadtplänen und Luftbildern visualisiert und zugleich die räumlichen Konzentrationen von Kompetenzfeldern und Clustern dargestellt. Die neue Funktion in der Firmendatenbank wird ab Januar 2010 auf der neuen Homepage von Bayern International zur Verfügung stehen. 

Quelle: Aussenwirtschaft im Focus, Dezember 2009, Seite 8

 

09/2009 Herbstnewsletter der GEFAK

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07/2009 Unternehmen befragen, um ihnen besser helfen zu können

Gewerbegebiet Wilferdinger Höhe in Pforzheim. Ob neue Gewerbeflächen nötig sind, ermitteln Unternehmensbefragungen. FOTO: FLAGMEYER

Die Stadt Herrenberg hat vor Kurzem eine durchführen lassen, für Pforzheim werden die Fragebögen gerade ausgewertet: Unternehmensbefragungen sollen vielerorts der kommunalen Wirtschaftsförderung Impulse geben. Was können solche Befragungen tatsächlich leisten?

„Es hat sich im Wesentlichen eigentlich das verfestigt, was wir glaubten, zu wissen - aber einfach nicht mit der Sicherheit wussten, um darauf aufbauend zu handeln": So beantwortet Karl Sammet, seit zehn Jahren Wirtschaftsförderer bei der Stadt Herrenberg im Landkreis Böblingen, die Frage, ob ihn das Ergebnis der Unternehmensbefragung in seiner Stadt überrascht hat. Ende Juni wurden die Resultate in der Alten Turnhalle in Herrenberg vorgestellt, das Interesse daran war groß: Mehr als 130 Firmenvertreter folgten der Einladung der Stadt und kamen zur Präsentation von Josef Rother.

Information und Vernetzung sind zentral bei der Wirtschaftsförderung

Rother arbeitet bei der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak), die solche Befragungen im Auftrag von Städten durchführt. Das Beratungsunternehmen ist 1990 als Ausgründung der Universität Marburg entstanden und hat derzeit 19 Mitarbeiter. „Wirtschaftsförderung ist als Infobörse zu verstehen", sagt Rother. Betriebe zusammenzubringen, die trotz geografischer Nähe oft nichts voneinander wussten, und Netzwerke zu bilden, das sei die Kernaufgabe. Aus der Vogelperspektive, wie sie eine Unternehmensbefragung böte, seien Potenziale einer Stadt und der Unternehmen besser zu erkennen. Rother zufolge lohne sich das für Städte ab etwa 20000 Einwohnern.

Doch kennt ein Wirtschaftsförderer die Struktur der Wirtschaft und die Betriebe vor Ort nicht sowieso schon zur Genüge? Diesen Einwand lässt Rother nicht gelten. Mittelständler seien das Rückgrat der Wirtschaft. Sie beschäftigten gerade in Baden-Württemberg die meisten Mitarbeiter und seien das stabilisierende Element eines jeden Standorts. Unmöglich aber könne ein Bürgermeister oder Wirtschaftsförderer alle mittelständischen oder gar die kleinen Betriebe kennen.
Die Zahlen geben Rother recht. In der 32 000-Einwohner-Stadt Herrenberg verschickte die Gefak im Auftrag der Stadt 656 Fragebögen, im viermal so großen Pforzheim wurden sogar 1200 Betriebe angeschrieben.
Im Idealfall lässt sich als Folge einer solchen Befragung die Kreislaufwirtschaft vor Ort optimieren. Rother nennt das die „Abrundung des Unternehmensbesatzes" und gibt ein Beispiel für den konkreten Nutzen, der sich ergeben kann: So kam einmal zutage, dass ein geeigneter Zulieferer für eine Firma, die benötigte Werkteile aus Norddeutschland bezog, bloß einen Kilometer entfernt seinen Sitz hatte.
Die Städte erhoffen sich von der Befragung mehr als eine aktuelle Bestandsaufnahme und eine Aktualisierung teils schon vorliegender Unternehmensdaten. Sie wollen erfahren, wie Unternehmen den Standort einschätzen und ob sie mit der städtischen Wirtschaftsförderung zufrieden sind. Die Fragen zielen auch in die Zukunft: Welchen Bedarf an Arbeitskräften und Gewerbeflächen erwarten die Betriebe in absehbarer Zeit, welche Märkte wollen sie sich neu erschließen? In Herrenberg wurde die Umfrage auch dazu genutzt, nach der Einschätzung aktueller Vorhaben der Stadt seitens der Unternehmer zu fragen: Herrenberg plant ein Business-Center, ferner eine Kindertagesstätte und eine Kantine. Überrascht sei er, sagt Wirtschaftsförderer Karl Sammet, wie groß das Interesse kleinerer Unternehmen und Betriebe an diesen Projekten sei.
Nun lotet er aus, ob und welche auch finanzielle Beteiligung die aufgeschlossenen Firmen einzugehen bereit sind. Ferner hat die Unternehmensbefragung ergeben, dass sich fünf Firmen künftig in Fernost engagieren wollen. Sammet und seine Mitarbeiter bringen diese jetzt zusammen und vernetzen sie: „Es hat sich geradezu aufgedrängt, da schnell etwas zu tun", sagt Sammet.
Auch Reiner Müller, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung in Pforzheim, erhofft sich als Ergebnis der aktuellen Unternehmensbefragung nicht nur eine Antwort auf die Frage „Marschieren wir in die richtige Richtung?", sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen. Welche Veranstaltungen soll die Wirtschaftsförderung anbieten, an welchen Messen soll man sich beteiligen - und dort etwa für die Unternehmen der Stadt einen Gemeinschaftsstand organisieren?
Anstoß für die Unternehmensbefragung in Pforzheim gab eine Analyse: Demnach besitzt die metallverarbeitende Branche sowie die Medizin- und Dentaltechnik in Pforzheim einen sehr hohen Innovationsgrad und ist besonders zukunftsträchtig. Die Wünsche und Bedürfnisse der entsprechenden Unternehmen besser kennenzulernen und sie besser miteinander zu vernetzen, sogenanntes Clustermanagement, war ein Grund, eine Befragung in Auftrag zugeben - in die dann aber auch gleich alle anderen Betriebe miteinbezogen wurden.

Was Unternehmensbefragungen kosten und wie repräsentativ sie sind

Die Kosten der Unternehmensbefragung beliefen sich in Herrenberg auf mehr als 10000 Euro, in Pforzheim auf etwa 13 000 bis 14 000 Euro. Aber sind die Ergebnisse solcher Unternehmensbefragungen überhaupt repräsentativ? Wie viele Firmen beantworten den vierseitigen Fragenkatalog? Genug jedenfalls, meint Josef Rother. Bei wissenschaftlichen Befragungen betrage die Rücklaufquote oft bloß zehn bis 15 Prozent; ähnliches gelte für Umfragen von Kammern. In Herrenberg aber antwortete jeder dritte befragte Betrieb, in Pforzheim waren es kaum weniger.

Sinn und Zweck von Unternehmensbefragungen

Für die optimale Wirtschaftsförderung in einer Stadt müssen Wünsche und Anforderungen der Betriebe vor Ort bekannt sein, Unternehmensbefragungen gelten als geeignetes Instrument dazu - vor allem, wenn die Befragungen regelmäßig durchgeführt werden und nicht anonymisiert sind. Dann können die Wirtschaftsförderer gezielt Betriebe ansprechen, die mit den Standortbedingungen unzufrieden sind, neues Bauland benötigen oder Arbeitskräfte suchen.

Quelle: BSZ Nr. 27 vom 17.07.2009

 

07/2009 Unternehmensbefragung 2009 mit interessanten Ergebnissen

Hohe Standortverbundenheit der Herrenberger Unternehmen

Die Stadt Herrenberg hat im März und April eine Unternehmensbefragung durch die GEFAK, Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung im Marburg, durchgeführt. Die große Teilnahme der Herrenberger Unternehmen, sowohl an der Befragung als auch bei der Präsentation am vergangenen Mittwoch durch Josef Rother von der GEFAK in der Alten Turnhalle hat eine hohe Standortverbundenheit der Unternehmen zu Herrenberg gezeigt. Eine auch nach Auffassung der GEFAK hohe Teilnahme von über 33 Prozent der befragten Unternehmen und die Anwesendheit von über 120 Firmenvertretern bei der Präsentation bestätigen dies.

Die Stadt Herrenberg betreibt seit vielen Jahren eine aktive Wirtschaftsförderung. Für die strategische Ausrichtung der Wirtschaftsförderung auch in der Zukunft sind die Standortbewertungen und Anforderungen der im Stadtgebiet ansässigen Unternehmen von zentraler Bedeutung. Deren Kenntnis ermöglicht eine kundenorientierte Wirtschaftsförderung, weshalb die Stadt an einem kontinuierlichen Dialog mit der Wirtschaft interessiert ist. Sie hat deshalb eine wichtige Form des Dialogs über eine Unternehmensbefragung genutzt. Die Befragung zielte auf wichtige Handlungsfelder der Wirtschaftsförderung. Insbesondere war eine aktuelle Bestandsaufnahme der betrieblichen Strukturen von Interesse. Außerdem war die Ausgangslage zur Positionierung der Stadt in Zukunftsthemen wie Kompetenzfelder, Beschäftigungspolitik und Flächenmanagement wichtig. Gefragt waren insbesondere auch die künftigen Anforderungen an die Wirtschaftsförderung aus Unternehmersicht. Für die tägliche Arbeit war auch eine Aktualisierung des Datenbestandes für die laufende Ansprache der Unternehmen der Herrenberger Wirtschaftsförderung das Ziel.

Die Unternehmen waren gebeten, einen 4-seitigen Fragebogen mit 16 Fragekategorien auszufüllen, weshalb Ihnen auch an dieser Stelle von der Wirtschaftsförderung aus für ihre Mitwirkung „herzlichen Dank" gesagt wird. Um die praktische Verwertbarkeit der Befragungsergebnisse zu gewährleisten, wurde die Befragung in nicht „anonymisierter Form" durchgeführt. Die Angaben der Unternehmen wurden in dem seit kurzem bei der Wirtschaftsförderung als Arbeitswerkzeug eingesetzten Kommunalen Wirtschafts-Informations-System „KWIS" eingearbeitet und stehen der Wirtschaftsförderung nun jederzeit zur Verfügung.

Stadt als Wirtschaftsstandort

Die Befragung sollte auch Antwort darauf geben, wie die Wirtschaft in Herrenberg strukturiert ist und wie die Stadt als Wirtschaftsstandort von den ansässigen Firmen bewertet wird und welche Standortfaktoren ihnen dabei besonders wichtig sind. Die Wirtschaftsförderung hat auch darüber hinaus interessiert, wie die kurz- bis mittelfristigen Entwicklungspläne der Unternehmen aussehen und welche Standortrelevanz diese Pläne haben. Ganz wichtig war die Frage, ob es potenziale zum Ausbau regionaler Unternehmenskooperationen - und in welchen Kooperationsfeldern - es gibt. Des Weiteren war die Frage nach einem aktuellem Arbeitskräfte- und Flächenbedarf der Unternehmen gestellt und wie künftige Anforderungen einzelner Zielgruppen an die Wirtschaftsförderung aussehen. Ganz konkret und von zeitlicher Relevanz waren Fragen nach der Unterstützung des in Herrenberg geplanten Jugendforschungszentrums sowie eines Business-Centers mit Kindertagesstätte und Kantine in Herrenberg-Gültstein.

Jugendforschungszentrum, Business-Center

Um Letzteres gleich vorneweg zu nehmen: Erfreulicherweise zeigten über 46 Betriebe Interesse an einer Förderung und Unterstützung eines Jugendforschungszentrums in der Innenstadt. 30 Betriebe haben Interesse an einem Business-Center mit gemeinsam genutzter Infrastruktur. Die Verwaltung wird diese Vorhaben einer genaueren Prüfung unterziehen. Auch die Frage der Errichtung einer Betriebskindertagesstätte im Gewerbegebiet Gültstein wird vertieft bearbeitet werden müssen. Während 36 Betriebe grundsätzlich einen Kinderbetreuungsbedarf für ihre auswärtigen Beschäftigten äußern, sehen 17 Betriebe einen solchen Bedarf für zusammen etwa 40-45 Kinder. 11 dieser Betriebe gaben an, dass ihr Bedarf für etwa 32-28 Kinder im Gewerbegebiet Gültstein gedeckt werden könnte.

Zielgruppe der Befragung und Resonanz

Die Befragung richtete sich an alle der städtischen Wirtschaftsförderung vorliegenden Adressdaten von Unternehmen mit einer Betriebsstätte in Herrenberg mit zwei und mehr Beschäftigten. Darüber hinaus wurden weitere interessierte Betriebe durch öffentliche Bekanntmachung sowie durch Einstellung des Fragebogens auf der Internetseite der Stadt Herrenberg zur Teilnahme eingeladen. Von den 656 zugestellten Anschreiben haben 217 Betriebe einen verwertbaren Fragebogen zugesandt, was einer sehr hohen Rücklaufquote von über 33 Prozent entspricht. Von 205 der erreichten Betriebe waren zum Zeitpunkt der Befragung von Herrenberg über 4.800 Beschäftigte tätig. Die Ergebnisse der Unternehmensbefragung beziehen sich also auf jeden 3. Arbeitsplatz in Herrenberg.

Standortbindung und Absatzmärkte

Die allermeisten Betriebe, nämlich 86Prozent haben ihren Hauptsitz in Herrenberg. 7 Betriebe sind Niederlassungen von Betrieben, die Ihren Firmensitz außerhalb der Region haben. Der derzeit wichtigste Auslandsmarkt für die Herrenberger Unternehmen ist die Schweiz (21 Nennungen). Ebenfalls häufig wird genannt Österreich, Frankreich und die USA. Mehrere Betriebe möchten künftig bspw. erstmals in Japan oder Indien aktiv werden. Hierbei bietet sich eine Kooperationsanbahnung durch die Wirtschaftförderung an.
Kompetenzfelder der Unternehmen

Da mehr als die Hälfte der Unternehmen mit ihrer Zuordnung zu den Kompetenzfeldern auch der Weitergabe ihrer Basisdaten zugestimmt haben, ist die Wirtschaftsförderung aufgrund der Unternehmensbefragung unter anderem in der Lage, die in der Region Stuttgart oder auf Landesebene arbeitende Cluster bzw. Netzwerkinitiativen auf die für sie relevanten Unternehmen in Herrenberg aufmerksam zu machen und damit zu deren Berücksichtigung bei landesweiten oder (über-)regionalen Aktivitäten beizutragen. Mit Blick auf die Cluster- bzw. Innovationspolitik in Baden-Württemberg ist auch die Zahl von 16 Betrieben (7,5 Prozent) von Interesse, die angeben, an Ihrem Standort in Herrenberg Forschung und Entwicklung zu betreiben.

Die Präsentation der ausgewählten Befragungsergebnisse wurden von der Wirtschaftsförderung im Internet der Stadt unter www.herrenberg.de -> Wirtschaft -> Unternehmensbefragung eingestellt und kann dort jederzeit eingesehen werden.



Quelle: Amtsblatt Herrenberg, 02.07.2009

 

06/2009 Optimistische Signale aus der Wirtschaft

Unternehmensbefragung: Standort Herrenberg konkurrenzfähig

Überraschendes offenbarte die im März '09 im Auftrag der Stadt Herrenberg durchgeführte Befragung örtlicher Unternehmen. Fast ein Drittel der sich beteiligenden Firmen will in den nächsten drei Jahren neue Mitarbeiter einstellen, jede fünfte die Produktionskapazität erweitern. Resignation angesichts der Wirtschaftskrise sieht anders aus.
Gut 120 Firmenvertreter waren der Einladung zur Präsentation der Befragungsergebnisse in der Alten Turnhalle gefolgt. Ein „rekordverdächtiger Besuch", wie Josef Rother von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH (GEFAK) feststellte. Das sei er nicht gewohnt, genauso wenig die große Bereitschaft der Unternehmung an der Befragung mitzuwirken. Und die GEFAK habe schon viele solcher Befragungen durchgeführt. Normal sei eine Beteiligungsquote von zwölf bis 20 Prozent, in Herrenberg waren es 33 Prozent. 656 Unternehmen aus allen Branchen hatte die städtische Wirtschaftsförderung ausgesucht, 217 Unternehmen schickten den Fragebogen zurück. Sie stellen rund ein Drittel der Arbeitsplätze in der Gäustadt.

Fragebogen waren nicht anonymisiert

Da die Fragebogen nicht anonymisiert sind, weiß man auf dem Herrenberger Rathaus jetzt exakt, wo welche Unternehmen der Schuh drückt, kann möglicherweise Abhilfe schaffen oder die Unternehmen mit ähnlich gelagerten Sorgen oder Vorhaben in Kooperationen zusammen bringen.

Fast 60 Prozent der befragten Betriebe zählen mit bis zu neun Beschäftigten zu den kleinen, nur acht Prozent beschäftigen 50 und mehr Mitarbeiter. Erstaunlich, welch seltene Sparten in Herrenberg vertreten sind: Immerhin sieben Prozent geben Medizintechnik als Tätigkeitsfeld an, fünf Prozent beschäftigen sich mit neuen Werkstoffen und je zwei Prozent mit Nanotechnologie sowie mit Luft- und Raumfahrttechnik.

Den Standort Herrenberg - 86 Prozent der Betriebe haben hier ihren Hauptsitz - bewerten die Unternehmen insgesamt recht positiv. 54 Mal und damit am häufigsten nennen die Firmen die gute überregionale Verkehrslage Herrenbergs als wichtigsten Standortfaktor, gefolgt von der Nähe zu den Hauptkunden mit 28 Nennungen. 69 Unternehmen geben der Verkehrsanbindung die Note sehr gut, 100 die Note gut. Schlechter sieht des bei der Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften aus. Hier bezeichnen nur neun Unternehmen die Lage als sehr gut, 74 finden sie befriedigend, 29 nennen sie sie schlecht oder sehr schlecht.

Etwas kurios findet der städtische Wirtschaftsförderer Karl Sammet, dass 22 Unternehmen mit der Verfügbarkeit von Gewerbeflächen unzufrieden sind. Immerhin habe die Stadt in Gültstein knapp zehn Hektar im Angebot und 1,78 Hektar in kleineren, auch für Handwerksbetriebe geeigneten Segmenten in den Schanzenwiesen am Rande der Kernstadt. 14 Betriebe haben für die nächsten drei Jahre einen Gewerbeflächenbedarf von 4,1 Hektar angemeldet. Da die Stadt nun aufgrund der Befragung weiß, wer was benötigt, kann sie auf die Firmen zugehen. Nicht eingerechnet in diesen 4,1 Hektar sind zusätzlich geplante Büro-, Verkaufs- und Produktionsflächen sowieGrundstücke für Lagerhallen in einer Größenordnung von nochmals drei Hektar. Nicht gerade begeistert sind die Unternehmen von den Preisen für Gewerbeflächen, aber wie aus den von Rother präsentierten Sindelfinger und Ludwigsburger Umfrageergebnissen zu entnehmen war, ist es dort nicht anders. Dort aber sind die Grundstücke deutlich teurer. Man befinde sich in Herrenberg, so Karl Sammet, in einer Sandwich-Lage: In Richtung Böblingen, Sindelfingen und Stuttgart steigen die Preise rapid, in Richtung Rottenburg sinken sie.

Großes Interesse an Kooperation in vielen Bereichen

Laut Befragungsergebnis haben viele unternehmen Interesse zu kooperieren. Am meisten genannt wird hier der Bereich Vertrieb/Marketing, gefolgt von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Messeauftritten, Weiterbildung und Einkauf. Auch auf diesem Sektor kann die Stadt nun ähnlich gelagerte Interessen zusammen bringen. Etwas erstaunt war Rother, dass die Unternehmen so großes Interesse an dem geplanten Jugendforschungszentrum zeigen. 46 stellen finanzielle Unterstützung in Aussicht. Für ein Business-Center interessieren sich 30 Betriebe, 17 für eine Betriebskindertagesstätte und 26 für eine Kantine.

Insgesamt, so Rother, lasse die Umfrage als Momentaufnahme aus dem März den Schluss zu, dass die Unternehmen in der Gäustadt optimistisch in die Zukunft blicken.
Die Umfrageergebnisse können auch auf der Homepage der Stadt Herrenberg unter www.herrenberg.de eingesehen werden.

Quelle: Kreiszeitung Herrenberg, 25.06.2009

 

05/2009 Stadt erhält gute Noten

Das Industriegebiet West mit dem Hausberg Achalm im Hintergrund, fotografiert vom Dach des TTR-Gebäudes. Foto: Dege-Kommunikation

Ergebnis der GEFAK-Unternehmensbefragung im Finanzausschuss

Wohlwollend hat der Finanzausschuss das Ergebnis der GEFAK-Unternehmensbefragung aufgenommen, das der Wirtschaftsförderung eine wichtige Datenbank liefert und der Stadt gute Noten ausstellt.

"Orientierung für die nächsten Jahre" soll die im November 2008 von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) konzipierte Unternehmensbefragung zur Wirtschaftsförderung in Reutlingen darstellen, sagte Josef Rother von der Marburger Gesellschaft in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses des Reutlinger Gemeinderates.

Von den angeschriebenen Firmen haben sich laut Wirtschaftsförderer Dr. Christoph-Michael Pfefferle "unglaubliche 30 Prozent" rückgemeldet, Angaben zu Standortfaktoren, Aktivitäten der Wirtschaftsförderung, Arbeitskräfte- und Flächenbedarf sowie zu Entwicklungsabsichten gemacht.
Für Rother ist die Untersuchung durchaus repräsentativ, weil sie sich auf ein Viertel aller Arbeitsplätze in Reutlingen bezieht, folglich also "kein Gutachten für die Schublade" sei, sondern Handlungsanleitung und aussagekräftige Datenbank zugleich für die städtische Wirtschaftsförderung, die so gezielt die Unternehmen ansprechen kann. Freilich, räumt Rother ein, zeige der Rücklauf von 317 Fragebögen an 1075 angeschriebene Unternehmen auch, dass Industrie und Handwerk überrepräsentiert sind und der Dienstleistungsbereich doch etwas schwächer antwortete.

Als "Eckdaten" hat Rother herausgefiltert, dass 94 Prozent der Betriebe ihren Hauptsitz auch in Reutlingen haben, das bedeute, dass lediglich 1000 Arbeitsplätze "fremdgesteuert" sind. Angesichts der Wirtschaftskrise mit einhergehendem Arbeitsplatzabbau gerade bei „Filialen" sei dies für die Echazstadt schon beruhigend. Bei der Ausbildungsquote befinde sich Reutlingen mit 48 Prozent im Durchschnitt, bei der eigenen Internetdarstellung der Betriebe mit 75 Prozent sogar über dem Durchschnitt.
Im Ergebnis, so Rother, könne festgehalten werden, dass die Stadt Reutlingen für ihre Infrastruktur, die durch die Kommunalpolitik unmittelbar beeinflusst werden kann, gute Noten bekommt. Das heißt, bei der "Standortzufriedenheit" seitens der Unternehmen kommt die Stadt auf einen Schulnotenwert von etwa 2,5.

Im Detail sieht es in dem GEFAK-Gutachten so aus, dass Reutlingen besonders gut in den drei wichtigen Bereichen "soziale Einrichtungen", "Nähe zum Hauptlieferanten" und "Verkehrsanbindung" abschneidet, weniger gut hingegen bei der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte. Ein Blick auf andere Städte zeigt, dass es da "marginale Unterschiede" gibt, aber immerhin: Esslingen wird zum Beispiel schlechter, Ludwigsburg besser bewertet. Reutlingen kann außerdem beim Preisniveau von Gewerbe- und Wohnflächen punkten.
Was die Zukunftsperspektiven der Firmen angeht, hat Rother erkannt, dass zum Befragungszeitpunkt November 2008, als die krisenhafte Situation schon erkennbar war, in punkto Entwicklungsabsichten "wenig Negatives" erkennbar gewesen sei. In der Summe hätten sich die Unternehmen sogar positiv, geäußert: 40 Prozent wollen neue Dienstleistungen und Produkte entwickeln, 36 Prozent mehr Beschäftigte einstellen und 20 Prozent die Produktionskapazitäten erweitern. "Das sind keine schlechten Absichten", urteilt Rother.

Weitere Indizien für ein gutes Grundklima  in  Reutlingen  sind, dass nahezu jedes vierte Unternehmen Gewerbeflächenbedarf hat, dass etwa 500 Beschäftigte gesucht werden, darunter rund 200 Facharbeiter. Gerade unter der Achalm ist das Niveau recht hoch, weil hier vergleichweise viele hoch qualifizierte Arbeitskräfte fehlen.

Erstaunlich ist für Rother, dass jedes zweite Unternehmen an Kooperationen mit anderen Betrieben in teressiert ist, aber offenbar nicht so recht den Türöffner findet, den die Wirtschaftsförderung spielen könnte. Hilfe wird auch gewünscht nicht nur bei der Fördermittelberatung, sondern bei der Image-Werbung für die Stadt und bei der Suche nach Gewerbeflächen.
Insofern, sagte Rother abschließend, habe die Expertise für die Stadt Reutlingen gezeigt, wo gezielt der Hebel angesetzt werden kann. So dürfte die Arbeit für Wirtschaftsförderer Pfefferle nicht ausgehen.

Quelle: Reutlinger Nachrichten, 2. Mai 2009, Seite 45

 

04/2009 Adressdatenabgleich zwischen KWIS.net und Outlook

Ein Musterformular und eine ausführliche Beschreibung zum Abgleichen von Adressdaten zwischen KWIS.net und Outlook können Sie unter http://www.gefak.de/files/Datenabgleich_mit_Outlook.zip heruntergeladen werden.
Weitere Informationen zur Funktionsweise können Sie auch in der neuen Ausgabe des GEFAK-Newsletters nachlesen.

04/2009 Frühjahrsnewsletter der GEFAK

Ab sofort steht der Frühjahrsnewsletter für Sie zum Download bereit.

03/2009 Glanz und Schatten des Wirtschaftsstandortes

Stadt gibt 14 000 Euro für Unternehmerbefragung aus – Ergebnisse wurden vorgestellt

Wo Straubing als Wirtschaftsstandort Glanzleistungen vollbringt und wo nicht, darum ging es am Donnerstagabend im Rathaussaal. Vor zahlreichen Wirtschaftstreibenden wurden die Ergebnisse einer groß angelegten Unternehmerbefragung der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung, kurz Gefak, vorgestellt. 14000 Euro hat sich die Stadt diese Erhebung kosten lassen. Jetzt weiß sie, woran es den Unternehmern mangelt: an Fachkräften zum Beispiel.

Für Klaus Hofmann vom Amt für Wirtschaftsförderung stehen arbeitsreiche Zeiten an. Denn seine Aufgabe ist es nun, die vielen Ergebnisse umzusetzen, die die Unternehmerbefragung gebracht hat. „Sie ist ganz bestimmt nicht für die Schublade gemacht worden“, so Hofmann. Vielmehr soll sich die Befragung unter 200 Unternehmern für die Wirtschaftsförderung bezahlt machen. Ihre Ergebnisse sollen es dem Chef- Wirtschaftsförderer der Stadt und seinen Kollegen ermöglichen, in Zukunft gezielt auf die Wünsche der Wirtschaftstreibenden einzugehen.

Aber welche Wünsche haben sie denn nun? Diese Frage beantwortete Josef Rother von Gefak am Donnerstagabend in einem umfassenden Vortrag. Ein Ergebnis ist etwa der Wunsch nach qualifizierten Arbeitskräften. An solchen mangelt es nach Ansicht vieler Unternehmer in und um Straubing nämlich gewaltig. Besser sah es da mit der überregionalen Verkehrslage aus. Als deutlicher Standortvorteil wurde die Anbindung an das Straßennetz bezeichnet. Weit schlechter wird allerdings die Anbindung an das Schienennetz gesehen.
Im Branchenvergleich sind es die Handwerker, die nach den Worten des Gefak-Prokuristen Rother etwas unzufriedener sind als ihre Kollegen in Industrie, Dienstleistung, Gastronomie und Verkehr. „Aber Klappern gehört nunmal zum Handwerk.“

Interessant war auch, wie die befragten Unternehmer aktuelle Stadtentwicklungsprojekte beurteilen. Zwei Beispiele nannte hier Josef Rother. Zum einen das Theresien- Center, bei dem ein Großteil der befragten Wirtschaftstreibenden keine Auswirkungen auf das eigene Unternehmen erwarten. Für die Stadt allerdings bewerten sie das Center als überwiegend positiv. „Dieses Projekt ist noch diskussionswürdig“, meinte Rother. Weit eindeutiger war da die Haltung der Unternehmer zur Ansiedlung der Fraunhofergesellschaft. Hier erwartet knapp ein Drittel aller Befragten positive Konsequenzen für den eigenen Betrieb. Für die Stadt wird die Entwicklung fast ausschließlich begrüßt.

Zahlen, Daten und Grafiken gab es viele in dem Vortrag von Josef Rother. Damit aber begnügte sich der Wissenschaftler nicht. Er gab den Straubingern auch einige Handlungsempfehlungen mit auf den Weg. In dem Problemfeld Fachkräftemangel etwa solle sich die Stadt überlegen, wie sie qualifizierten Arbeitskräften den Gang nach Straubing schmackhaft machen kann. In Sachen Gewerbeflächen riet er, eine stärkere Vermittlerrolle zwischen Anbietern und Nachfragern zu spielen. Denkbar wäre etwa eine entsprechende Internet-Börse. Auch hinsichtlich der Kooperation lokaler Unternehmen solle die Stadt doch öfter mal zum Geburtshelfer werden. Nicht zuletzt wünschen sich viele Wirtschaftstreibende, dass sich Straubing als Industriestandort besser vermarktet, also zu einer überregionalen Marke wird. Auch hier sei die Stadt gefragt.

Interessiert verfolgte auch Oberbürgermeister Markus Pannermayr die Ausführungen Rothers. „Die Botschaft des heutigen Abends ist für mich, eine stärkere Vernetzung zwischen Stadt und Unternehmen anzustreben“. Außerdem wolle er die Bedürfnisse der Wirtschaftstreibenden zukünftig stärker in die Stadtratsarbeit miteinbeziehen. Denn am Wohlergehen der Wirtschaft sei der Stadt ganz besonders gelegen. „Wenn es ihnen gut geht“, sagte Pannermayr mit Blick auf die Gewerbesteuer, „dann geht es auch uns gut.“

Quelle: Straubinger Tagblatt; Sonnabend, den 21. März 2009, Seite 37

 

03/2009 "Eine Stadt, ein Klick"

Dachau Maps bietet eine Ansicht der Stadt, auf der man sich Standorte aller Betriebe und Einrichtungen zeigen lassen kann, die im Dachauer Online-Branchenbuch eingetragen sind.

Dachauer Wirtschaftsförderung stellt die umfassende Informationsplattform Dachau Maps online

Wer bei Google nach einem Friseur in Dachau sucht, erhält tausende Treffer. Damit kann er wenig anfangen. Gibt er das Suchwort Friseur bei der Internetseite "Dachau Maps" (www.dachau.com/maps) ein, werden ihm 33 Treffer angezeigt, alle von Haarschneidern der Stadt. Man kann sie einzeln anklicken, erfährt die Telefonnummer und E-Mail-Adresse sowie gegebenenfalls die Homepage, kann diese Informationen mit einem Klick im Outlook-Programm speichern. Damit aber nicht genug: Man kann sich die Standorte der einzelnen Friseurgeschäfte auf einem Stadtplan oder einem Luftbild anschauen und gleich die Fahrtroute dorthin erstellen und den passenden Parkplatz anzeigen lassen. Wer den Bus nehmen will, kann sich auf Dachau Maps auch gleich die entsprechende Linie mit den notwendigen Haltestellen und dazu den Fahrplan anzeigen lassen.

Dachaus Wirtschaftsförderer Stefan Wolf, der mit den Firmen Gefak und Vianovis zwei Jahre lang an der Erstellung des Portals gearbeitet hat, ist stolz darauf. Das kann er auch sein, wie Josef Rother von Gefak meint, habe Dachau doch mit dieser Verknüpfung von Branchenbuch, Stadtplan, Routenplaner und City-Informationsplattform Pilotfunktion in Deutschland. Die Dachauer Wirtschaftsförderung hat ihr neues Internetportal, das gestern mit 1500 Einträgen von Firmen, Gewerbetreibenden, Freiberuflern und Behörden gestartet ist, angesichts der verschiedenen Funktionen, die man zusammengefügt hat, unter das Motto gestellt: "Eine Stadt, ein Klick".

Wolf betonte bei der Vorstellung aber, dass die Gewerbetreibenden auch mithelfen müssten. Wer in Dachau gewerblich tätig und noch in der Datenbank Kwis (Kommunales Wirtschaftsinformationssystem) erfasst ist, kann sich problemlos dort eintragen. Die Stadt prüft den Eintrag, ehe er in Dachau Maps online gestellt wird. Doch Wolf machte deutlich, dass die Firmen selbst ihre Einträge danach auf aktuellem Stand halten müssten.

In einem nächsten Schritt will die städtische Wirtschaftsförderung auch freie Baugrundstücke, leer stehende Läden und Bebauungspläne in Dachau Maps integrieren. Für Wolf ist das Internetportal "Innenstadt-Werbung reinsten Wassers". Bisher funktioniert das praktische Portal nur für die Stadt Dachau, doch versicherte Johann Liebl, der Wirtschaftsförderer des Landkreises, dass man noch in diesem Jahr kreisweit eine Kwis-Datenbank erstellen werde und zumindest in Maps einsteigen werde.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Nr. 59, Donnerstag, den 12. März 2009, Seite 3

 

2/2009: Den Stier bei den Hörnern packen

Politiker und Unternehmen der Städte und Ämter des Altkreises Neuruppin wollen gemeinsam gegen den Fachkräftemangel angehen

Qualifizierte Fachkräfte findet Olaf Grünheid kaum vor Ort. Er ist Geschäftsführer der PAS Deutschland, einem international tätigem Konzern mit Sitz in Neuruppin. Dort sind 230 der weltweit 1890 Mitarbeiter beschäftigt. Bis Mitte der 90er-Jahre bestand die Belegschaft zu 90 Prozent aus Bandarbeitern. „Die hier zu finden, war überhaupt kein Problem.“, berichtete Olaf Grünheid gestern vor 70 Teilnehmern des Fachkräfte-Forums in Neuruppin. Hochkarätige Vertreter von Politik, Wirtschaft und Verwaltung hatten sich am Nachmittag in der Agentur für Arbeit an der Trenckmannstraße versammelt, um über den Fachkräftemangel zu diskutieren und darüber, was man dagegen tun kann.

Olaf Grünheid war als Referent eingeladen worden, um das Problem aus Unternehmerperspektive zu schildern. Der Geschäftsführer hat inzwischen große Schwierigkeiten, neue Arbeitskräfte zu finden. Bandarbeiter braucht er nur noch wenige. Die Produktion der Blenden für Waschmaschinen und Herde wurde weitgehend ins Ausland ausgelagert. Dafür konzentrierte sich die Verwaltung am Firmensitz Neuruppin. 55 Prozent der Belegschaft sind hoch qualifizierte Fachkräfte. „Die finden wir hier so gut wie gar nicht“, berichtet Grünheid. Notgedrungen holt er sich das Personal aus Berlin. „Studierte Leute kommen nicht aus der Region“, sagt er. „und wer hier einen guten Abschluss macht, geht zum Studium in die weite Welt und kommt in den meisten Fällen nicht wieder.“

Ein Problem von vielen, mit denen sich die Wirtschaft herumschlagen muss. Wie man trotz sinkender Schülerzahlen und beginnender Überalterung in den Betrieben künftig die Fachkräfte für die Region sichern kann, darüber diskutierten auf dem Forum Geschäftsführer, Bürgermeister und Arbeits- und Ausbildungsmarktexperten.

Die Diskussionsgrundlage lieferte der Geschäftsführer der Gesellschaft für angewandte Kommunikation (Gefak) in Marburg, Jürgen Bunde. Er stellte die mit Spannung erwartete Fachkräfteanalyse für den Regionalen Wachstumskern Neuruppin vor, der den Altkreis Neuruppin umfasst. Bundes Fazit: Trotz Krise blicken die Unternehmen der Region überwiegend optimistisch in die Zukunft. 39 Prozent von ihnen wollen neue Dienstleistungen oder Produkte aufnehmen, 20 Prozent planen Neueinstellungen, zwölf Prozent wollen ihre Produktionskapazitäten sogar noch erweitern. Dafür werden in Zukunft noch mehr Fachkräfte gebraucht, doch schon jetzt ist der Arbeitsmarkt in einigen Branchen wie leergefegt. Jeder zweite Betrieb der Region erwartet, in Kürze Probleme bei der Suche von qualifiziertem Personal zu bekommen (siehe Kasten). Die Gründe dafür liegen laut Bunde einerseits bei den Bewerbern, denen es häufig an der richtigen Qualifikation, der Berufserfahrung, aber auch an Motivation und Flexibilität fehle. Andererseits gebe es auch regionale Gründe, so der Marburger Experte: vergleichsweise geringe Verdienstmöglichkeiten, unsichere Arbeitsplätze, kaum Zuwanderung von Arbeitskräften und ein fehlendes Standortmarketing. Neuruppin sei außerhalb des Landes Brandenburg nahezu unbekannt. Bunde riet der Region, gemeinsam die Betriebe und vor allem die Lebensqualität im Altkreis noch viel mehr bekannt zu machen.

Vor allem die Zusammenarbeit mit den Schulen müsse intensiviert werden. Das wünschen sich die Wirtschaftsleute auch. Dass die Vertreter der Schulen trotz Einladung nicht zum Fachkräfte-Forum, gekommen waren, wurde ihnen mit Unmut und mit Unverständnis quittiert.

Raunen entstand im Saal, als Wolfgang Britt von der Agentur für Arbeit einen Überblick über die neuen Förderprogramme für Kurzarbeit, Aus- und Weiterbildung gab. Wenn das Konjunkturpaket der Bundesregierung erst einmal verabschiedet wird, gibt es für Arbeitslose wieder Umschulungen und Weiterbildungen in Hülle und Fülle.

Quelle: Märkische Allgemeine, 18.02.2009

 

2/2009: Personal wird langsam knapp

Fachkräftemangel in Tourismus und Metallwirtschaft schon akut / Kommunen am runden Tisch

„Wir sind schon mittendrin im Fachkräftemangel“, sagt Jürgen Bunde. Der promovierte Volkswirt und Geschäftsführer der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak) in Marburg hat im Auftrag Neuruppins eine Studie über die Fachkräftesituation in und um Neuruppin erstellt. Sein Fazit: In der Region Neuruppin herrscht jetzt schon in einzelnen Branchen ein Fachkräftemangel, der sich mittelfristig verstärken wird. „Im Tourismus haben 50 Prozent der Betriebe in den letzten zwölf Monaten vergeblich versucht, einen freien Arbeitsplatz zu besetzen. Perspektivisch werden es dort sogar zwei Drittel der Betriebe sein. Im Metallbereich waren es 42 Prozent der Betriebe“, sagt Bunde. Damit sind zwei der vier wichtigsten Branchen akut vom Fachkräftemangel betroffen. Zu den wichtigsten Branchen der Region zählen noch der Bereich Ernährung, zu dem Bäckereien oder Fleischereien gehören, und die Energiewirtschaft.

Für seine Studie hat Jürgen Bunde zu 750 Unternehmen aus Neuruppin, Rheinsberg, Fehrbellin und den Ämtern Temnitz und Lindow Kontakt aufgenommen. Mit den Chefs von 50 Betrieben hat die Gefak Einzelinterviews geführt, um die Arbeitskräftesituation, aber auch die Bereitschaft zur Kooperation und ihre Einschätzung der Standortfaktoren zu erfragen. 120 weitere Firmen beteiligten sich per Fragebogen an der Bestandsaufnahme. „Damit haben wir fast 20 Prozent der Betriebe erreicht, da kann man schon eine Tendenz ablesen“, sagt Jürgen Bunde. Sehr positiv wertet er, dass sich an dieser Umfrage viele kleine Unternehmen beteiligt haben.

Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal und eine gute Verkehrsanbindung – das sind laut der Analyse der Gefak die beiden wichtigsten Standortfaktoren für die Firmen der Region. Die Verkehrsanbindung bezeichnen die Firmen überwiegend als gut. Mit der Fachkräftesituation sind aber nur 16 Prozent der Betriebe zufrieden oder sehr zufrieden, 36 Prozent finden sie befriedigend. 33 Prozent beurteilen sie als schlecht.

Jürgen Bunde wird seine Studie am 17. Februar auf einem Forum in Neuruppin vorstellen. Dazu haben die Bürgermeister von Neuruppin, Rheinsberg und Fehrbellin und die Direktoren der Ämter Lindow und Temnitz gemeinsam Experten aus Politik und Wirtschaft eingeladen. Gemeinsam soll dort diskutiert werden, was die Region tun kann, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

Die Gefak kommt mit konkreten Vorschlägen in dieses Forum: Die Betriebe sollen ihre Netzwerkarbeit verstärken und aktiver um Azubis oder junge Facharbeiter werben. Kommunen können ihren Beitrag leisten, indem sie mit attraktiven Freizeitangeboten Jugendliche in der Region halten und beim Land konkrete Förderprojekte abfragen. „Die meisten Jugendlichen wollen gar nicht in den Westen gehen, sondern hierbleiben“, ist Jürgen Bunde überzeugt. Darüber hinaus sollten Schule und Wirtschaft enger zusammenarbeiten.

Bunde sieht für die Region sehr gute Chancen im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Seine Studie hat gezeigt, dass in der Ruppiner Wirtschaft echter Teamgeist herrscht. 66 Prozent der Firmen sind bereit, mit anderen Firmen zusammenzuarbeiten – das sind 16 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Nur in der Prignitz ist die Kooperationsbereitschaft mit 70 Prozent der Firmen noch höher. „Das ist total positiv, weil Betriebe, die regional kooperieren, die höchsten Umsatzzuwächse zu verzeichnen haben“, sagt Jürgen Bunde.

Quelle: Märkische Allgemeine, 09.02.2009

 

2/2009 Mangelware Fachkräfte

Dr. Jürgen Bunde (2.v.l.) im Gespräch mit Teilnehmern der Auswertungskonferenz

Mehr als 46 Prozent von befragten Prignitzer Unternehmen erwarten Schwierigkeiten, ihren künftigen Fachkräftebedarf abzudecken. In der Metall- oder Energiebranche sind es gar 71,8 bzw. 64 Prozent. Ähnlich trübe sind die Erwartungen im Ausbildungsbereich.

Bereits jetzt hat jeder fünfte Betrieb Probleme bei der Besetzung von Arbeitsplätzen, die Verfügbarkeit an Fachkräften wird als schlecht bewertet. Chancen für eine überregionale Anwerbung werden kaum gesehen. Und: Schulische und soziale Kompetenzen bei den Azubis nehmen ab. Diese konkrete Zahlen und Fakten einer aktuellen Bedarfs anlyse für den Regionalen Wachstumskern Perleberg-Wittenberge-Karstädt und den Wirtschaftsraum Wittstock-Heiligengrabe sowie Handlungsempfehlungen stellte gestern Dr. Jürgen Bunde in Perleberg vor.
Für die Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak) ist es die dritte Erhebung in der Prignitz, so dass Vergleiche möglich wurden. Die besagen unter anderem, dass aktuell weniger qualifizierte Arbeitskräfte verfügbar sind als noch 2007. Angesichts der Halbierung der Schulabgängerzahlen in 2011/12 gegenüber 2006/07 (1128) wird die Lage noch dramatischer.

"Hinzu kommt der Ersatzbedarf für den Anteil der über 55-Jährigen, die absehbar in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden und Schnitt 14 Prozent, im Bereich Tourismus gar knapp 20 Prozent der Arbeitskräfte ausmachen", so Jürgen Bunde.

Laut Analyse werden derzeit 253 Arbeitskräfte benötigt: 43 Hochschulabsolventen, 18 kaufmännisch und 160 gewerblich Gelernte sowie 32 Ungelernte. An Azubis werden für 2009 und 2010 ca. 340 Bewerber gesucht. Diese Zahlen sind allerdings zu verdoppeln, denn von 1450 befragten Betrieben mit mindestens drei Beschäftigten antworteten nur 20 Prozent. Dr. Bunde wertete die Quote als normal. Geantwortet hätten vor allem größere Unternehmen, so dass die Ergebnisse als repräsentativ zu werten seien.

Gefragt wurde nicht nur nach dem Fachkräfte- und Azubi-Bedarf. Vergeben konnten die Unternehmen auch Noten für die Standortfaktoren der Prignitz. Positiv: Verkehrsverbindung, Flächenverfügbarkeit für Gewerbe und Wohnen sowie Landschaft. Schlechte Note: Verkehrslage Hafen und Verfügbarkeit an qualifizierten Fachkräften.

"Mehr als zwei Drittel der Befragten bekundeten ihr Interesse an der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, auch bei der Aus- und Weiterbildung", so Bunde. Wichtig sei, ein Unternehmensnetzwerk aufzubauen, das Internetportal durch eine Abfrage zum Arbeitskräfte- und Azubibefarf zu erweitern und Unternehmertreffen zu organisieren. Ebenfalls sollten alle Betriebe kontaktiert werden, die Fachkräftebedarf gemeldet bzw. Entlassungen oder Produktionsverlagerung geplant hätten.

An Handlungsempfehlungen nannte Bunde auch Schülerbefragungen zu Berufsvorstellungen, Neigungen, Verbesserung von Freizeitangeboten sowie die Intensivierung von Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten und des Projekts Schule-Betrieb, um Jugendliche an die Prignitz zu binden.

Quelle: Der Prignitzer, 13.02.2009

 

1/2009: Gute Noten für Standort Ludwigsburg

Unternehmen loben Verkehrslage – Bedarf an Flächen und Facharbeitern

Die Betriebe in der Stadt sind zufrieden mit der Verkehrsanbindung, klagen aber über Fachkräftemangel. Das hat eine Unternehmensbefragung ergeben, deren Ergebnisse dem Ausschuss für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung des Gemeinderats jetzt vorgestellt wurden.

Einen Nachteil hat die Studie: Nachdem die Präsentation der Ergebnisse wegen Haushaltsberatungen mehrfach von der Tagesordnung der Ausschüsse verschwunden war, droht sie zu veralten. Die Fragebögen hat die Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak) nämlich schon im Juni 2008 an 1000 Betriebe versandt.

In der Wirtschaft hat sich seitdem viel getan. Gefak- Geograf Josef Rother geht dennoch davon aus, dass die grundlegenden Trends nach wie vor wichtige Hinweise liefern. Denn die Studie zeigt: Ludwigsburg kommt als Standort bei den 300 Unternehmen, die den Fragebogen ausgefüllt haben, gut an.
Für die Zufriedenheit sorgen insbesondere die örtliche und überregionale Verkehrsanbindung und die Nähe zu den Hauptkunden. Laut Rother zählen diese Punkte zu den wichtigsten Standortkriterien. Die befragten Betriebe verteilten dafür Noten zwischen 1,8 und 2,0. Besonders die örtlichen Anbindungen bewerten 151 Firmen als gut, 92 als sehr gut, nur sieben finden sie schlecht. Mit der überregionalen Straßenanbindung sind 239 Firmen gut oder sehr gut zufrieden.

Doch es gibt auch Punkte, in denen Ludwigsburg weniger gut abschneidet. Darunter fällt die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte – sie wird mit 2,76 bewertet. Fast die Hälfte der Betriebe gab im Juni an, Bedarf an Arbeitskräften zu haben. Besonders gefragt waren gelernte Arbeitskräfte (33 Prozent) und Hochschulabsolventen (21 Prozent).

Kritik an Flächenpreisen

Die schlechtesten Noten gab es für die Barockstadt beim Preisniveau von Gewerbe- und Wohnflächen – sie wurden mit 3,2 bewertet. Dabei meldete jedes vierte Unternehmen an, bis 2011 Flächen zu benötigen. Das könnte sich inzwischen zwar etwas geändert haben, dennoch braucht die Stadt laut Gefak-Analyse eine Strategie, damit der steigende Bedarf die Grundstückspreise nicht weiter in die Höhe treibt.

Vorteile soll die Studie auch für die Wirtschaftsförderung der Stadt bringen: Die Befragungsergebnisse werden den einzelnen Betrieben zugeordnet – die Wirtschaftsförderung kann so mit Firmen, die einzelne Punkte für besonders problematisch halten, direkt in Kontakt treten.

Auch Eigenmarketing scheint gefragt: 46 Prozent der Betriebe gaben an, die Wirtschaftsförderung nicht zu kennen. Im Ausschuss kam die Idee auf, die Befragung regelmäßig zu wiederholen. Dann wird sich auch zeigen, ob die Ergebnisse sich in manchen Punkten verbessern.

Quelle: Ludwigsburger Kreiszeitung, 30.01.2009

 

12/2008: 10 Jahre ‚Key Technologies in Bavaria’ – die Online-Firmendatenbank für bayerische Unternehmen

Zeil: „Effektives Exportinstrument für den bayerischen Mittelstand“

Seit zehn Jahren ermöglicht die Firmendatenbank ‚Key Technologies in Bavaria' mit mittlerweile 17 000 Einträgen die gezielte Suche nach bayerischen Unternehmen aus 20 verschiedenen Branchen. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil: „Mit dieser Online-Datenbank von Bayern International bieten wir dem bayerischen Mittelstand eine kostenfreie, unkomplizierte und wirkungsvolle Möglichkeit, über das Internet weltweit Aufmerksamkeit zu schaffen und so neue Kunden und Kooperationspartner zu finden. Das Interesse aus dem Ausland ist groß. Das macht sich auch bei den stark wachsenden Zugriffszahlen bemerkbar.“  Die Datenbank nutze die Möglichkeiten des Internets optimal und sei damit eine wertvolle Ergänzung bei der Unterstützung des bayerischen Mittelstands im internationalen Wettbewerb.

Die Datenbank wird von der Außenwirtschaftsgesellschaft Bayern International besonders in wichtigten Auslandsmärkten wie USA, Österreich, Italien und den Staaten Mittel- und Osteuropas vermarktet. Die Statistik belegt den Erfolg der Datenbank: „Der Anteil der Zugriffe aus dem Ausland konnte von 44 Prozent 2007 auf fast 60 Prozent in diesem Jahr gesteigert werden“, so Zeil. Die durchschnittliche Zahl aller Aufrufe pro Monat stieg von 67 000 in 2007 auf aktuell 122 000. Bayern International Geschäftsführer Hans-Joachim Heusler: „Das Auslandsgeschäft ist nicht für internationale Konzerne reserviert. Auch unser Mittelstand sieht die Chancen des Auslandsgeschäfts und nutzt die Key Technologies-Datenbank als eine weltweite Präsentationsfläche. Über 90 Prozent der Einträge entfallen auf mittelständische Unternehmen.“

Bayern International ist ein Unternehmen des Bayerischen Wirtschaftsministeriums zur Förderung der Exportaktivitäten kleiner und mittelständischen Unternehmen in Bayern. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von Bayern International unter www.bayern-international.de. Die Datenbank selbst finden Sie unter www.key-technologies-in-bavaria.de.

Kontakt:
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
Prinzregentenstr. 28, 80538 München - Briefanschrift: 80525 München
Pressestelle: Dr. Regina Otto
Tel.: 089/2162-2290/91, 2553, 2747 - Fax: 089/2162-2614
E-Mail: pressestelle@stmwivt.bayern.de
Internet: www.stmwivt.bayern.de

Quelle: StMWIVT, 17.12.2008

 

12/2008: Mehr Expansion als Schrumpfung

Wie sind die Aussichten? Wo drückt der Schuh? Was erwartet man von der Stadt? Aus der Befragung von 226 Sindelfinger Unternehmen ergeben sich für Stadtverwaltung und Wirtschaftförderungs-GmbH interessante Aspekte.

Im September, als wegen der internationalen Finanzkrise schon dunkle Wolken am Konjunkturhimmel aufzogen, das Ausmaß aber nur andeutungsweise bekannt war, flatterte den rund 1500 Betrieben in Sindelfingen ein umfänglicher Fragebogen auf den Tisch. 226 von ihnen machten sich die Mühe und gaben der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak) Antworten auf Fragen nach der Struktur des Unternehmens, den Arbeitsplätzen oder auch der Zukunft.

Nicht nur mit dem Gesamtergebnis, auch mit den Botschaften sind Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer und Wirtschaftsförderer Dr. Olaf Krüger zufrieden. So wertet der Sindelfinger OB den Bau des Daimler-Entwicklungs- und Forschungszentrums „als Signal, das wir brauchen“. Auch die insgesamt optimistische Einschätzung der Lage registriert man auf dem Rathaus und bei der Wirtschaftsförderung als wichtige Botschaft. Die Entwicklungsaussichten seien so dynamisch, dass die meisten Firmen mehr von Expansion als von Schrumpfung sprechen, so Dr. Krüger. Auch Josef Rother von der Gefak liest aus der Befragung Zuversicht. „Wir haben Anlass, nicht pessimistisch zu sein“, sagte Rother vor den knapp 200 Firmenchefs und Geschäftsführern beim Sindelfinger Unternehmertreff.

Ein Großteil der befragten Firmen schätzt am Standort Sindelfingen die überörtliche Verkehrsanbindung, die Nähe zu ihren Hauptkunden und die Telekommunikations-Infrastruktur. Gleichzeitig diktierten die Unternehmer der Stadt und der Wirtschaftsförderung aber auch Hausaufgaben ins Stammbuch. So kritisieren die Firmenvertreter das Preisniveau bei Wohnungen und Gewerbeflächen und die Höhe der Gewerbesteuer. Mit dem Start der S 60 wird sich der Kritikpunkt Schienenanbindung im Jahr 2010 erledigt haben.

Reagieren muss die Stadt beim Thema Gewerbegebiete. Jedes fünfte der befragten Unternehmen will expandieren und sucht ein Gewerbegrundstück, Büroflächen, Lagerhallen oder Verkaufsflächen.

Quelle: Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung, 5.12.2008

 

12/2008: Keine gravierende Kritik am Standort Sindelfingen

Wirtschaftsförderung Sindelfingen GmbH stellt Ergebnisse ihrer Unternehmensbefragung vor

Die Sindelfinger Unternehmer sind mit ihrem Standort zufrieden. Das ist das Fazit der Unternehmensbefragung der Wirtschaftsforderung Sindelfingen GmbH. Deren Ergebnisse wurden jetzt beim Unternehmertreff in der Stadthalle vorgestellt.

"Was wollen die Sindelfinger Unternehmerinnen und Unternehmer?" Das Motto des Abends sorgte für eine große Resonanz. Etwa 200 Interessierte lauschten den Worten von Josef Rother von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK), dessen Unternehmen die Sindelfinger Befragung ausgewertet hatte.

Die Wirtschaftsförderung Sindelfingen GmbH (WSG) hatte im Sommer etwa 1500 Unternehmen angeschrieben. 226 Fragebögen wurden beantwortet, was einer Rücklaufquote von 16 Prozent entspricht. "Im Ergebnis sind die Sindelfinger Unternehmen mit ihren Standortbedingungen weitestgehend zufrieden", heißt es in einer Pressemitteilung der WSG. "Zudem signalisieren sie ihre Bereitschaft, gemeinsam mit der Stadt an der weiteren Attraktivitätssteigerung Sindelfingens als Wirtschaftsstandort zu arbeiten."

Die von den Unternehmen als besonders wichtig erachteten Standortfaktoren der Nähe zu den Hauptkunden und der Straßenanbindung erhalten die besten Bewertungen. Weniger zufrieden sind die Sindelfinger mit dem Potenzial an Arbeitskräften; insbesondere Akademiker und Facharbeitskräfte fehlen. Die kritischen Töne bezüglich der Gewerbeflächenpreise und der Gewerbesteuerbelastung würden sich bei einem Blick auf die vergleichbar schlechten Bewertungen dieser Standortfaktoren in Städten wie Esslingen und Ludwigsburg relativieren. Ein überregionaler Vergleich zeige, dass die Standortkosten der Region Stuttgart im oberen Niveau liegen.

Neben der Bereitstellung von Gewerbeflächen könnte die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte zum möglichen Engpassfaktor für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt werden. Denn trotz abgekühlter Konjunktur sucht fast jedes dritte Unternehmen neue Mitarbeiter. Ein Kritikpunkt in diesem Zusammenhang sind die Kosten für Wohnraum.

Die Befragung zeigt künftige Handlungsfelder der WSG auf: Die Unternehmer wünschen sich neben der Lotsenfunktion der Wirtschaftsförderung innerhalb der Verwaltung und zu Fachbehörden vor allem Fördermittelberatung. Außerdem werden von der Wirtschaftsförderung vermittelnde Tätigkeiten erwartet, sei es bei der Suche nach Gewerbeflächen oder nach Kooperations- und Netzwerkpartnern.

Für Dr. Olaf Krüger, den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, haben die Ergebnisse der Unternehmensbefragung den von der WSG eingeschlagenen Weg bestätigt. "Außerdem haben wir nun konkrete Ansatzpunkte für unsere Arbeit und die Möglichkeit, gezielt auf einzelne Unternehmen einzugehen." Krüger möchte eine derartige Befragung von nun an regelmäßig unternehmen. Damit soll vor allem auch die Datenbank der WSG, deren zentrale Arbeitsplattform, ausgebaut und stetig aktualisiert werden.

OB Dr. Bernd Vöhringer sieht Sindelfingen als starken Standort bestätigt. Und das trotz der Finanzkrise. "Wir werden auch diese Krise überstehen", ist der OB zuversichtlich, "es ist schließlich nicht die erste." Zudem sei Sindelfingen   trotz   der  MonoStruktur  und  der  Abhängigkeit  von  der Automobilindustrie im Vergleich mit anderen Standorten noch in einer guten Lage. In diesem Zusammenhang verwies Vöhringer auf den Ausbau des Mercedes-Benz Technology Centers, mit dem 3000 qualifizierte Arbeitsplätze nach Sindelfingen kommen werden. "Das sind die Signale, die wir hier in Sindelfingen brauchen", betonte er, "das ist ein Stück Zukunftssicherung für Sindelfingen."

Quelle: Böblinger Zeitung, 5.12.2008

 

11/2008: Firmen brauchen Gewerbeflächen

Wichtige Erkenntnisse für Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung: Sindelfinger Firmen brauchen Gewerbeflächen und suchen qualifizierte Mitarbeiter.

Großes Interesse beim 2. Sindelfinger Unternehmertreff: Fast 200 Inhaber und Geschäftsführer informierten sich in der Stadthalle über die Ergebnisse einer aktuellen Unternehmensbefragung. Die Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak) hatte im September fast 1500 Betriebe aus allen Branchen angeschrieben und von 226 Firmen Antwort bekommen.

Großes Interesse haben die Sindelfinger Firmen an der Sicherung und Erweiterung ihres Standorts. So hat jedes fünfte Unternehmen bis zum Jahr 2011 Bedarf an Gewerbeflächen. 39 Unternehmen suchen kurz- oder mittelfristig Gewerbegrundstücke, Büroflächen, Lagerhallen, Produktions- oder Verkaufsflächen. Geschäftsführer Dr. Olaf Krüger kündigte beim Unternehmertreff an, dass die Wirtschaftsförderungs -GmbH dieses Thema verstärkt bearbeiten wird.

Sindelfinger Firmen sind aber auch auf der Suche nach Mitarbeitern. So werden von den befragten Unternehmen aktuell rund 150 Akademiker gesucht. Insgesamt hat jeder dritte Betrieb zurzeit Arbeitskräftebedarf.

Quelle: Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung, 29.11.2008

 

11/2008: Newsletter Herbst 2008

Themen:

  • Nachhaltiges Fachkräftemonitoring per Internet
  • KWIS.net bietet Immobilienvermarktung aus einem Guss (Teil II)
  • KWIS.net-Anwenderkonferenz Bayern 2008 in Garmisch-Partenkirchen
  • ExpoReal 2008: großes Interesse an KWIS.net
  • Nachhaltigkeit in der GEFAK
  • GEFAK intern
    • Strategie-Eintwicklung bei der GEFAK
    • Steckbrief Ortwin Schick
  • Termine

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09/2008: Wirtschaft hat Dynamik

Mehr Expansionspläne als Schrumpfungsabsichten

mm Nordhorn. „Wir haben mit beinahe 33 Prozent eine ausgesprochen gute Rücklaufquote bei der Unternehmensbefragung gehabt“, erklärte Dr. Jürgen Bunde von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses des Kreistages. Insgesamt 945 ausgewählte Unternehmen sind angeschrieben worden, 310 haben geantwortet.
Es wurden vornehmlich große Unternehmen mit mindestens sechs Beschäftigten befragt sowie Unternehmen, die in den vergangenen Jahren Kontakt zur Wirtschaftförderung des Landkreises hatten. Ziel der Befragung waren typische „Kundengruppen“ der Wirtschaftsförderung, diese bilden aber keinen repräsentativen Querschnitt der Grafschafter Wirtschaft ab. Die meisten hiesigen Betriebe haben weniger als sechs Beschäftigte.

Mit der Dynamik der Wirtschaft einher geht „ein steigender Personalbedarf“, betonte Landrat Friedrich Kethorn. Insgesamt würden 53 Prozent der befragten Betriebe Neueinstellungen planen. Das seien in den antwortenden Betrieben fast 1000 Arbeitskräfte. Immerhin 41,3 Prozent der befragten Unternehmen planen die Aufnahme neuer Produkte und Dienstleistungen, 37,4 Prozent wollen darüber hinaus ihre Produktionskapazitäten erweitern.

Diese Absichten lassen sich jedoch nur in die Tat umsetzen, wenn genügend Fachkräfte zur  Verfügung stehen oder ausgebildet werden. „Interessant ist, dass nicht etwa vorrangig Hochschulabsolventen gesucht werden, sondern vor allem Facharbeiter“, ergänzte Dr. Michael Kiehl, Leiter der Wirtschaftsförderung beim Landkreis. Hier bestehe Handlungsbedarf, da dieser Standortfaktor (Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften) einer der am schlechtesten bewerteten Faktoren in der Grafschaft sei.

Die befragten Unternehmen haben zudem einen Bedarf von 240 ungelernten Arbeitskräften
gemeldet. Doch allein 190 dieser 240 gesuchten Arbeitskräfte werden von nur zwei Zeitarbeitsfirmen angefragt.

Bei der Suche nach Arbeitskräften setzen die meisten Unternehmen (zwei Drittel) auf das klassische Instrument der Stellenanzeige in den gedruckten Medien. Etwa die Hälfte der Betriebe nutzt die Leistungen der Arbeitsvermittlung, nur etwa ein Fünftel die Stellenbörsen im Internet.

Und wie sehen Unternehmen den Standort Grafschaft Bentheim? Die am besten bewerteten Standortfaktoren sind die Landschaft („Leben im Grünen“), die Wohnflächenverfügbarkeit und die überregionale Anbindung. Schlechte Noten gaben die befragten Unternehmen dem Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie der Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften. Die schlechteste Note gab es für den Bereich Beiträge und Gebühren sowie kommunale Abgaben. Insgesamt betrachtet ist die Standortzufriedenheit der befragten Unternehmen gut bis befriedigend.

Die Wirtschaftsförderung des Kreises will den direkten Kontakt mit den Betrieben suchen und sie über das geplante Zukunftsforum Wirtschaft noch weiter einbinden, versprach Michael Kiehl.

Quelle: Grafschafter Nachrichten, 12.09.2008

 

08/2008: Standorte im Luftbild

GEFAK bietet kartenbasierte Wirtschaftsdaten an

Die Firma GEFAK, Anbieter des Wirtschaftsinformationssystems Kwis, hat eine neue Schnittstelle zu „visitcity", einer kartografischen Lösung des Unternehmens Vianovis, entwickelt. Dadurch können laut GEFAK die Standortdaten aus Kwis in einer Karte, einem Luftbild oder einem Stadtplan visualisiert werden. Vor allem Städte und Landkreise würden dies für die Unternehmensbetreuung oder das Gewerbeflächenmanagement nutzen. Funktionen wie Such- und Filtermöglichkeiten sollen dabei helfen, Wirtschaftsstrukturen zu analysieren und Zielgruppen zu identifizieren. Die neue Schnittstelle soll der intuitiveren Darstellung von Zahlen, Daten und Fakten dienen. „Sie bietet auch die Möglichkeit, die räumliche Verteilung mehrerer Unternehmen darzustellen" sagt Josef Rother, Prokurist bei GEFAK. Gleiches gilt auch für Flächen- und Objektdaten mit denen beispielsweise gezeigt werden kann, "wo freie Gewerbegrundstücke in Autobahnnähe liegen oder wo sich derzeit ungenutzte Ladenlokale in der Innenstadt befinden. Neben der Information, wo sich der Standort eines einzelnen Unternehmens befindet, eröffnet die Schnittstelle auch die Möglichkeit, die räumliche Verteilung mehrerer Unternehmen darzustellen. Auf der Grundlage entsprechender Analysen in Kwis lassen sich so etwa Branchenschwerpunkte oder auch die Lage von Unternehmen mit bestimmten Merkmalen (etwa stark emittierende Betriebe, Betriebe mit schlechter Verkehrsanbindung oder Erweiterungsbedarf) innerhalb einer Stadt oder Region auf einen Blick erkennen.

Quelle: Wirtschaftszeitung "Business Geomatics", 18.08.2008, Nr. 7, S.4

 

08/2008: Standortinformation

„Wer, was, wo": Die Lösung Visitcity macht Standortinformationen aus dem Datensystem KWIS anschaulich

Rund 200 Städte und Regionen nutzen das Kommunale Wirtschafts-Informations-System KWIS der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) mit Sitz in Marburg für die Unternehmensbetreuung, das Gewerbeflächenmanagement und die Dokumentation der eigenen Tätigkeit. Mit differenzierten Such- und Filtermöglichkeiten lassen sich im System unter anderem Wirtschaftsstrukturen analysieren und Zielgruppen identifizieren. Das gilt sowohl für Unternehmen und Kontaktpersonen als auch für Gewerbeflächen und -immobilien. Eine wertvolle Zusatzinformation für viele Fragestellungen ist die räumliche Lage eines oder mehrerer Unternehmen oder Gewerbeobjekte.
Mit der neuen Schnittstelle zwischen KWIS und Visitcity, den kartografischen Lösungen der Firma Vianovis, lassen sich Standortdaten aus KWIS mit einem Klick in einer Karte, einem Luftbild oder einem Stadtplan visualisieren. Dabei verlinkt das Programm auf webbasierte Karten, sodass dem Wirtschaftsförderer der Zugriff auf das häufig schwerfällige verwaltungsinterne Geografische Informationssystem erspart bleibt. Von den Präsentationsmöglichkeiten dieses Programms und der neuen Schnittstelle profitieren Wirtschaftsförderer und Citymanager zum Beispiel bei der Standortberatung des Einzelhandels oder beim Leerstandsmanagement. Ansprechend visualisierte Standort- und Betriebsdaten können beispielsweise auch in Form eines Branchenbuches dargestellt werden. Die Bündelung von Informationen etwa über Freizeiteinrichtungen, Parkplätze, Bushaltestellen oder Radwege ergibt ein „Schaufenster" der Stadt für Bürger, Touristen und Investoren.

Quelle: Der Gemeinderat Spezial August 2008, S. 43

 

06/2008: Wirtschaftsförderer aus ganz Bayern trafen sich in Garmisch-Partenkirchen

GARMISCH-PARTENKIRCHEN: Bürgermeister Thomas Schmid erläutert Gästen touristische Infrastruktur

(gw) -Die GEFAK, Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH, richtet einmal im Jahr ein Treffen für ihre Mitglieder aus. Diesmal war Garmisch-Partenkirchen die gastgebende Kommune für die Teilnehmer aus ganz Bayern. Die Kernkompetenz der GEFAK liegt im Informationsmanagement. So wird zum Beispiel das Kommunale Wirtschafts-Informationssystem KWIS in rund 200 Institutionen, vor allem Städten und Landkreisen, eingesetzt. Damit ist KWIS die deutschlandweit marktführende Software für die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung. Seit 2007 bietet die GEFAK die neue Programmgeneration auch im Internet an. Bevor man sich aber im Forsthaus Graseck mit solchen Themen zum gegenseitigen Meinungs- und Erfahrungsaustausch zusammensetzte, gab es erst einmal eine Ortsführung und einen Streifzug durch die Geschichte Garmisch-Partenkirchens. Bürgermeister Thomas Schmid ließ es sich nicht nehmen, die Gäste selbst zu begrüßen und die Rolle des Fremdenführers zu übernehmen. Nach einem Streifzug durch den Ort - teilweise mit Fiakern - ging es, diesmal motorisiert, zur Neuen Sprungschanze. Dort, am Fuße des in seiner Art weltweit einmaligen Bauwerkes, beeindruckte Schmid die Gäste mit den enormen Investitionen des Marktes in die Zukunft und der laufenden Modernisierung der sportlichen und touristischen Infrastruktur. Schmid: „Die Ausrichtung der Alpinen Ski- Weltmeisterschaften 2011 und die Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2018 sind das Ergebnis dieser Aufbruchstimmung im Ort. Im Schatten dieses wichtigen wirtschaftlichen Aktivpostens sind wir jetzt angetreten, mit der kommunalen Wirtschaftsförderung ein zweites, wirtschaftliches Standbein zu schaffen, das wir in diesem Jahr noch verstärken werden." Bevor die Wirtschaftsförderer den Aufschwung an der neuen Schanze am eigenen Leib erproben konnten vermittelten sie ihrerseits einen Eindruck davon, wie stark man andernorts in Bayern in Sachen Standortwettbewerb aufgestellt ist. Unter der Moderation von Josef Rother und Hans-Peter Wildermuth von der GEFAK beschäftigte man sich dann im Forsthaus Graseck mit dem aktuellen Entwicklungsstand von KWIS.net, sprach über neue KWIS-Internetverbindungen und tauschte Erfahrungen zu Branchenschwerpunktanalysen aus. Trotz des nicht ganz optimalen Wetters zeigten sich die 40 Fachleute aus allen bayerischen Regierungsbezirken vom Markt Garmisch-Partenkirchen, seinen Investitionen in die Zukunft und seinem Bestreben, die Wirtschaftsförderung zu intensivieren, beeindruckt.

Quelle: Kreisbote Werdenfelser Land 25.06.2008

 

06/2008: Newsletter Frühjahr 2008

Themen: 

  • So kann sich Ihr Standort "sehen" lassen - kartografische Darstellung von KWIS-Daten
  • Die Einbindung der Wirtschaftsförderung in die Entwicklungsstrategie der Stadt Kleve
  • KWIS.web -  Aufbau einer zentralen sächsischen Unternehmensdatenbank bei der WFS Sachsen
  • KWIS.net bietet Immobilienvermarktung aus einem Guss
  • "Klein, aber oho!" - Neuer KWIS-Anwender Entwicklungsgesellschaft Lorsch bietet mehr als ein Weltkulturerbe
  • GEFAK intern
    • GEFAK im Fußball-EM-Fieber
    • Verstärkung KWIS.net - Team

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05/2008 Hoher Job-Abbau in Kleve

KLEVE: Wirtschaftsanalyse in der Stadt Kleve ist Unternehmern bei der Planungswerkstatt vorgestellt worden. Firmen klagen über Facharbeiter-Mangel und Verkehrsanbindung. Standort-Stärke: Kundennähe. Kleve ist überaltert.


(RP) - In Kleve hat es einen deutlichen Verlust sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze gegeben. Das hob gestern Josef Rother von der Firma GEFAK hervor. Der Experte von der Gesellschaft für angewandte Kommunalwerkstatt (GEFAK) stellte die Wirtschaftsdatenanalyse über die Stadt Unternehmern und Politikern bei der Planungswerkstatt im Getreidespeicher des Hafens hervor. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter sei nach aktuellen Werten von 100 Prozent im Jahr 1995 auf 91 Prozent gefallen. „Bis 2006 gab es in Kleve keine Trendwende wie in anderen Städten“, so der Referent. Das Institut hatte die Kreisstadt mit Emden, Gronau, Wesel, Borken oder Bocholt verglichen.

Kleve habe zwar mit fast 50 Prozent der Beschäftigten den höchsten Anteil im Dienstleistungssektor, aber den geringsten Wert im produzierenden Gewerbe, sagte Rother. Hier seien zwischen den Jahren 2000 und 2005 mehr als ein Viertel aller Jobs weggebrochen. Das könnten andere Branchen nicht auffangen. „Der Rückgang ist ein Indiz dafür, dass der Strukturwandel schon stattgefunden hat“, betonte der Fachmann. Das gelte auch für die Industrie, die „sehr zukunftsfähig“ sei. Zahlen für das Jahr 2007 hatte Rother nicht. Er stellte allerdings fest, dass die anziehende Konjunktur erst spät auf dem Arbeitsmarkt in Kleve gegriffen hat.

Gute Note

Die Betriebe in der Kreisstadt geben dem Standort eine Note zwischen gut und befriedigend, sagte der Referent zu dem Ergebnis einer Befragung von 220 Unternehmen. Schlecht seien die Verkehrsanbindung und die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften bewertet worden. Lob habe es dagegen für die günstigen Preise der Wohn- und Gewerbegrundstücke gegeben. Die Nähe zu den Hauptkunden als wichtigster Standortfaktor sei mit dem Wert 2,37 „sehr gut“. Jede zweite Firma in der Stadt exportiere ihre Produkte, erklärte Rother. Die Bedeutung der Niederlande für die Lieferung ins Ausland sei aber gering.

„Kleve ist überaltert. Jeder Dritte in der Stadt wird im Jahr 2020 über 60 Jahre sein“, kommentierte der Fachmann eine weitere Erhebung zu den Vergleichskommunen. Die Kreisstadt habe mit einem Bevölkerungsanteil von über 20 Prozent bei den über 65-Jährigen die meisten Senioren und mit 18 Prozent bei Kindern und Jugendlichen die wenigsten jungen Einwohner. Die Geburtenrate sei zwischen 1995 und 2005 die geringste.

Wanderungsgewinn

Seit 2006 gebe es mit dem Wanderungsgewinn von 3,2 Einwohnern pro 1000 Bürger eine Trendumkehr, so Rother. Mehr Deutsche gingen zwar weg, aber dafür ließen sich mehr Ausländer nieder. Insgesamt gebe es eine überdurchschnittliche Zuwanderung von Senioren.

Quelle: Rheinische Post am 29.05.2008

 

01/2008 Gemeinderat stärkt dem Lotsen der Wirtschaft den Rücken

ESSLINGEN: Verwaltung kann neue Stelle besetzen - Gute Noten für den Standort - Tauziehen um Wiederbesetzung freier Positionen


(do) - Der Esslinger Gemeinderat hat für das Vorhaben, die Wirtschaftsförderung im Rathaus personell zu stärken, die letzten Weichen gestellt. Auf verschiedenen Arbeitsfeldern kann die Verwaltung außerdem drei freie Stellen wieder besetzen. Klärungsbedarf gibt es noch im Dezernat für Finanzen. CDU und Freie Wähler haben gestern im Verwaltungsausschuss ihre Ankündigung wahr gemacht, dass sie die Personalpolitik im Rathaus noch kritischer als in der Vergangenheit verfolgen werden. Weil die Kosten steigen, forderten sie zu allen geplanten Ausschreibungen exakte Informationen. Am Ende gab der Ausschuss für die Besetzung von vier Stellen grünes Licht. So kann die Suche nach einem Nachfolger für Rudolf Obenland beginnen. Der Werkleiter des Städtischen Verkehrsbetriebs geht im Sommer in den Ruhestand. Der Ausschuss ließ sich vor dem Ja zur Wiederbesetzung der Stelle die Zusage geben, dass der Text für die Ausschreibung noch diskutiert wird.

Im Referat für Wirtschaftsförderung kann sich Stephan Reichstein auf die lang ersehnte Verstärkung freuen. Der Einzelkämpfer, der als viel zitierter Lotse der lokalen Wirtschaft bislang lediglich halbtags von einer Verwaltungsfachangestellten unterstützt wird, erhält nach dem Auswahlverfahren zusätzlich einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin. Er oder sie soll ihm künftig den Rücken für die direkten Kontakte mit Unternehmen frei halten und eine Vielfalt von Aufgaben übernehmen.

Lob für Reichsteins Engagement

Die endgültige Freigabe der Ausschreibung verbanden Sprecher der Fraktionen mit einem dicken Lob für Reichstein und dessen Engagement. Vor der Entscheidung hatte der Wirtschaftsförderer zusammen mit Josef Rother von der Gesellschaft für angewandte Kommunikationsforschung das Ergebnis einer Umfrage präsentiert, an der 230 von 700 angeschriebenen Unternehmen teilgenommen haben. „Die meisten Betriebe bewerten den Standort sehr positiv“, erklärte Rother. Vor allem die Verkehrslage sowie die Nähe zu den Hauptkunden spricht aus Sicht der Wirtschaft für Esslingen. Die Umfrage zeigt weiter, dass die Mehrzahl der Unternehmen bis 2010 eine Expansion anstrebt und auch die Einstellung von Personal plant. Getrübt wird das Bild lediglich durch die schwierige Suche nach Fachkräften und die Kosten, die mit dem Standort Esslingen verbunden sind. Reichstein wollte letzterer Aussage keine allzu große Bedeutung bemessen. Mit der Klage der Wirtschaft über hohe Grundstückspreise und Gewerbesteuern stehe Esslingen nicht allein.

Während der Gemeinderat für die Wirtschaftsförderung eine neue Stelle bewilligt, werden beim Städtischen Verkehrsbetrieb (Werkleiter), im Eigenbetrieb Städtische Gebäude (technischer Betriebsleiter) sowie im Haupt- und Personalamt (Sachbearbeiter) lediglich drei vorhandene Stellen ausgeschrieben, deren Wiederbesetzung aus Kostengründen zunächst auf Eis gelegt werden sollte. Nicht zufrieden geben wollte sich der Ausschuss mit den Auskünften über die Notwendigkeit, im Finanzdezernat sofort wieder einen Sachbearbeiter einzustellen, der sich um den neuen Haushalt kümmert. CDU und Freie Wähler pochen darauf, dass vor einer Entscheidung alle Informationen in einer schriftlichen Vorlage auf den Tisch gelegt werden.

Quelle: Esslinger Zeitung am 22.01.2008

 

12/2007: Newsletter Herbst/Winter 2007/2008

Themen: 

  • 2007 - fast alles dreht sich um KWIS.net
  • Bestandsflächen besser vermarkten mit E-Government ?
  • Komplexe Adress-Verteiler: Mit KWIS.net kein Problem
  • KWIS.net vernetzt die Region Prignitz
  • KWIS.net in Baden-Württemberg auf dem Vormarsch
  • KWIS-Anwenderkonferenz Bayern 2007 in Coburg
  • Ländliche Wirtschaftsförderung in Burkina Faso durch Unternehmertraining
  • GEFAK intern
    • Verstärkung KWIS.net - Team
  • Termine

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12/2007: Nürnberger Land ist ein gutes Pflaster für Unternehmen

Einzig der erwartete Mangel an Gewerbeflächen trübt die positiven Umfrageergebnisse


NÜRNBERGER LAND (ab) - "Ich bin sehr zuversichtlich, was die wirtschaftliche Entwicklung im Nürnberger Land betrifft", fasste Josef Rother im Wirtschaftsausschuss des Kreistags zusammen. Der Geschäftsführer der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) hatte zuvor den Ausschussmitgliedern Details zu einer Unternehmensbefragung im Landkreis präsentiert, deren Daten in der Wirtschaftsförderung im Landratsamt hinterlegt sind. Zu einem Problem allerdings könnte sich schon mittelfristig der Mangel an Gewerbegebieten im Kreis entwickeln.7922 Betriebe hat die GEFAK im Landkreis mit einem vierseitigen Fragebogen im September angeschrieben, 1149 haben Antwortbögen zurückgesandt.Die Kommunalforscher wollten von den Unternehmen unter anderem wissen, wie sie denn zufrieden sind mit ihrem Standort im Nürnberger Land, wie sie die aktuelle Steuer- und Abgabensituation beurteilen und was ihnen am hiesigen Wirtschaftsstandort besonders wichtig ist. Außerdem wurden Fragen zur Verkehrsanbindung gestellt, wie es um die Nähe zum Kunden bestellt ist, um die Verfügbarkeit von Arbeitskräften oder welche Rolle die Lebensqualität im hiesigen Landkreis für die jeweiligen Unternehmen spielt.Dabei erhielten Rother und seine Mitarbeiter zum Teil recht überraschende Ergebnisse: Das Leben im Grünen, der Standort auf dem Land also, ist für viele Firmen wichtiger als etwa die günstige Anbindung an den Flughafen Nürnberg, wobei die hiesige Verkehrsinfrastruktur von einer Mehrzahl der Firmen ohnehin sehr positiv bewertet wird.Negativ beurteilen viele Unternehmen dagegen die Steuern- und Abgabesituation und die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt, weil es zu wenige Fachkräfte im Nürnberger Land gibt. Darüber hinaus wird ein Mangel an geeigneten Gewerbeflächen beklagt. "Das ist ein ganz brisantes Thema", so Rother. Die Unternehmensbefragung zeigte nämlich, dass derzeit jede fünfte Firma im Nürnberger Land erweitern will und Flächen braucht.Die Kommunalforscher haben die nachgefragten Flächen einmal zusammengerechnet und kommen auf insgesamt 238.000 Quadratmeter. Da dürfte allerdings noch einiges hinzukommen, weil nur ein Teil der Firmen im Nürnberger Land im Rahmen der Unternehmensbefragung zum Flächenbedarf Auskunft gab. Deshalb Rothers Warnung: "Mittelfristig kann sich das Ganze zu einem Problem für die Wirtschaftsfähigkeit des Landkreises entwickeln."Trotzdem: Die befragten Unternehmen im Nürnberger Land sind überwiegend zuversichtlich, was deren mittelfristige Perspektiven betrifft. Bis 2010 will eine Vielzahl von Firmen mit neuen Produkten auf den Markt gehen, neue Produktionsverfahren einführen und jedes dritte befragte Unternehmen will neue Mitarbeiter einstellen.Mehr InformationenVon der Abteilung für Wirtschaftsförderung im Landratsamt wünschen sich die befragten Firmen eine bessere Information darüber, wer was im Nürnberger Land alles anbietet. Stichwort Unternehmenskooperation: Die können sich viele Firmenchefs im Nürnberger Land sehr gut vorstellen. Und auch eine Ausbildungskooperation ist für eine Mehrheit der Unternehmen durchaus wünschenswert.Die Grundstimmung der Unternehmen im Nürnberger Land ist positiv. Mittelfristig allerdings könnte sich der Mangel an Gewerbeflächen, [...] als Problem darstellen. 

Quelle: Pegnitz-Zeitung vom 11.12.2007

 

11/2007: Viele Firmen wollen wachsen

VIELE UNTERNEHMEN FINDEN GRUND- UND GEWERBESTEUER ZU HOCH. DAS SEI ABER ÜBERALL SO.


VON THORSTEN KUCHTA

OLDENBURG - Ob’s am Aufschwung liegt oder an Oldenburg: Die Pläne und Entwicklungsabsichten der Unternehmen in der Stadt sind „dynamischer als in vergleichbaren Städten“. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Jürgen Bunde, Leiter der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (Gefak). Der Statistiker hat Antworten von 407 Unternehmen ausgewertet, die an der zweiten stadtweiten Umfrage zum Wirtschaftsklima nach 2002 teilgenommen haben.

48,4 Prozent der befragten Unternehmen wollen demnach ihre Geschäfte ausweiten und Personal einstellen, 22,6 Prozent ihre Produktionskapazitäten erhöhen und 20,4 Prozent sogar neue Standorte errichten.

Zum Umfragezeitpunkt im Juni wurden den Angaben zufolge 604 Neueinstellungen geplant. Sorgen macht das im Vergleich zu anderen Städten geringe Angebot an Ausbildungsplätzen.

Was die Firmenchefs an Oldenburg so finden, offenbarte die Frage nach den wichtigsten Standortfaktoren: Da steht die Lebensqualität ganz oben (siehe Grafik). „Die weichen Faktoren werden immer wichtiger“, sagt Bunde. Dass Steuern und Abgaben als wichtig (und zu hoch) bezeichnet wurden, sei „keine Oldenburger Besonderheit“.

Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner, der in seinem Haushaltsentwurf gerade eine Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuer gefordert hat, sieht sich deswegen von diesem Ergebnis nicht angefochten: „Steuern sind angeblich immer zu hoch. Das ist für meine Strategie nicht relevant.“ Energie müsse man aufwenden, um die Stärken zu stärken. In diesem Zusammenhang verwies er auf das Projekt „Stadt der Wissenschaft“. Uni und Hochschule als Standortfaktor wurden immerhin mit der Note 2,06 bewertet.

Richtig gut schnitt die Wirtschaftsförderung ab. 21,6 Prozent der befragten Unternehmen meldeten sehr gute Erfahrungen mit Wirtschaftsförderern, 40 Prozent gute, 25 Prozent überwiegend gute. 13 Prozent der Betriebe monierten schlechte Erfahrungen. Allerdings: Die Chefs schätzen die Wirtschaftsförderer als kompetent ein, wünschen sich aber mehr Durchsetzungsfähigkeit der Wirtschaftsförderer innerhalb der Verwaltung. Schwandner sagte, dass in der Verwaltung abgewogen werden müsse.

Quelle: www.nwzonline.de

 

07/2007: Ausbildung bleibt auf der Strecke

Gutachten Dem Wirtschaftsstandort Bamberger Land fehlen plötzlich Facharbeiter. Dies ergab eine Expertise des Marburger Gefak-Institutes. Im Vergleich zu vor fünf Jahren sind die Lehrstellen deutlich weniger geworden.

Von Hans W. Penning

Zu den Zeiten, als es den deutschen Unternehmen nicht so gut ging, war der Sektor Ausbildung allzu häufig von strikten Sparmaßnahmen betroffen. Die Folge war, dass Strukturen verändert wurden und viele Schulabgänger ohne berufliche Perspektive blieben. Jetzt hat sich die Lage ins Gegenteil verkehrt, wie eine Standort-Untersuchung für den Landkreis Bamberg ergab: Plötzlich fehlen die Facharbeiter, die in den vergangenen Jahren nicht ausgebildet wurden.


Vorgestellt wurde die Expertise vor zahlreichen Wirtschaftsvertretern und Bürgermeistern durch Josef Rother von der Marburger "Gesellschaft für angewandte Konsumforschung" (Gefak) im großen Sitzungssaal des Landratsamtes. Mit dieser zweiten Unternehmens-Befragung nach 2002 wolle man, so Landrat Dr. Günther Denzler, die nötigen Informationen erhalten, um die Betriebe besser unterstützen und die Standort-Bedingungen durch die Wirtschaftsförderung verbessern zu können.

"Der Landkreis Bamberg ist mit diesen Bemühungen schon weiter als andere", lobte eingangs seiner Ausführungen Josef Rother von der Gefak die Verantwortlichen im Landratsamt. Mit der zweiten Aktion dieser Art lasse sich die Entwicklung gut ablesen. Von den angeschriebenen 886 Betrieben habe man einen Rücklauf von 242 Fragebogen verzeichnet, was rund 9000 Arbeitsplätze oder ca. ein Drittel der Stellen im Bamberger Land repräsentiere.
Ablesen lasse sich z.B. eine deutliche Zunahme des Export-Anteiles an der Produktion von 18 auf 23 Prozent. Gestiegen sei auch die Innovationsfreudigkeit: Betrieben 2002 nur neun Prozent der Betriebe Forschung und Entwicklung am Standort Landkreis Bamberg, sei dieser Anteil auf 15 Prozent gestiegen. Die Internet-Präsenz stieg von 57 auf 67 Prozent – ein Drittel der Betriebe nutzt also dieses Medium bisher noch nicht.


Insgesamt habe sich gezeigt, so Rother, dass der Standort Landkreis Bamberg mit einem Mittelwert von 2,7 gut bis befriedigend bewertet werde. Im Vergleich zu vor fünf Jahren bedeute dies eine Verbesserung um drei bis vier Zehntelpunkte. Positiv bewertet würden dabei vor allem Kundennähe und Verkehrslage, weniger gut stellen sich Energiepreise, Forschungseinrichtungen und das Potenzial an qualifizierten Arbeitskräften dar. Bei letzteren müsse derzeit sogar ein echter Engpass festgestellt werden. Die Nachbar-Region Schweinfurt schneide hier deutlich besser ab, dafür mangele es dort an „weichen“ Standort-Faktoren wie Kultur und Freizeit.


Derzeit, so schätzte Rother, seien im Landkreis Bamberg rund 300 Stellen sofort zu besetzen, davon etwa 120 Facharbeiter und 60 Ingenieure. "Sehr ernst nehmen" solle man die Entwicklung bei den Ausbildungsplätzen. Während 2002 noch 64 Prozent der Betriebe ausgebildet hätten, sei dieser Anteil auf 48 Prozent gesunken. Der Anteil der Auszubildenden in den Betrieben ging von 6,3 auf 4,7 Prozent zurück, wobei die Unternehmen allerdings nicht identisch mit 2002 seien.


Besonders gravierend ist der Vergleich zum normalen Arbeitsmarkt. Während die Zahl der Beschäftigten in den letzten fünf Jahren um fünf Prozent zurück ging, sank die der „Azubis“ um 17 Prozent. In der „Reihe von Herausforderungen“ nannte Rother denn auch die Lage auf dem Lehrstellenmarkt an zweiter Stelle hinter dem Fachkräftemangel, aber noch vor dem Mangel an Forschungseinrichtungen, Flächenbedarf, Energiepreisen und Betriebsnachfolge.„Woran liegt's?“ lautete die zentrale Frage in der Diskussion. Den Fachkräftemangel führte Siegfried Wagner von der Wirtschaftsförderung im Landratsamt auf das Fehlen einer technischen Universität in der Region zurück. Die Zuwanderung aus anderen Zentren halte sich auf Grund schlechterer Bezahlung in Grenzen.

Strukturen zurück entwickelt

Auf dem Sektor Ausbildung hätten sich in den schlechten Jahren verschiedene Strukturen „zurückentwickelt“, hieß es in der Diskussion. Weite Wege zu Berufsschulen in Hof und Kronach seien das Ergebnis und forderten von den Haupt-Betroffenen, den Jugendlichen, ein kaum nachvollziehbares Maß an Flexibilität. Und: Erst mittelfristig könne der Fachkräfte-Mangel durch Ausbildung behoben werden. Zu schnell sei einfach die Konjunktur angesprungen, als dass der Arbeitsmarkt hier Schritt halten konnte.

Quelle: Fränkischer Tag Bamberg vom 06.07.2007, S. 17

06/2007: Neues Wirtschaftsportal der Stadt Dachau mit KWIS-Anbindung

Neues Wirtschaftsportal dachau.com

Stadtverwaltung erhofft sich vom speziellen Internetauftritt eine große Resonanz bei Firmen und Investoren

Von Peter Becker

Dachau. Der moderne japanische Geschäftsmann will nicht nur harte Fakten sehen, wenn er online eine Abfrage über Wirtschaftsdaten zur Stadt Dachau startet. Er möchte auch visuell angesprochen werden. Zum Beispiel durch ein Foto auf der Website der Stadt. Vom Schlossberg aufgenommen, soll im Hintergrund das Allianz-Stadion zu sehen sein. Das versinnbildliche den Fun-Faktor, erklärte Stefan Wolf während der Vorstellung des Wirt­schaftsportals der Stadt. Dass auf der Website dachau.com Information und ansprechende Optik eine gelungene Verbindung eingehen, darauf hätten er, Silvia Kalina und Sabrina Frater vom Referat Wirtschaftsförderung Wert gelegt.

"Eine gigantische Menge an Information", stellte Oberbürgermeister Peter Bürgel beeindruckt fest. Die "drei Highlights" sind laut Wolf die interaktiven Anwendungen Branchenverzeichnis mit einer Kooperationsbörse, einer Ausbildungsbörse und dem Menüpunkt Gewerbeflächen zur Anzeige leer stehender Gebäude und zu vermietenden Ladenflächen.

Im Branchenverzeichnis sind alle Unternehmen aufgelistet, die sich an einer Umfrage der Stadt unter Unternehmen beteiligt haben. Diese Auflistung "ist mehr als die regionalen Gelben Seiten", betonte Wolf. Außer Dienstleistungen und Produkten sind dort von sofort an weitere Daten wie Ansprechpartner abrufbar.

Besonderen Wert legt Wolf auf die Kooperationsbörse. Dort kann jedes Unternehmen angeben, welche Leistungen es anbietet oder sucht. Dies erlaubt Rückschlüsse, welche Firmen sich im Stadtgebiet ansiedeln könnten. Wolf hofft, dass sich auch Unternehmen, die sich nicht an der Umfrage beteiligt haben, ins Branchenverzeichnis eintragen. Umso wertvoller werde es, meinte er. Das Wirtschaftsportal ist in Deutsch und Englisch abrufbar. Zum Jahresende soll es in den neuen Internet-Auftritt der Stadt integriert sein. Gleichzeitig sollen eine hochwertige Broschüre und ein Videofilm erscheinen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr.133, Mittwoch, den 13. Juni 2007 , Seite 2

 

05/2007: GEFAK erarbeitet Entwicklungskonzept für Region Burgwald-Ederbergland

Vier Gemeinden aus dem nordhessischen Ederbergland schließen sich mit der Region Burgwald zur neuen Region "Burgwald-Ederbergland" zusammen. Voraussetzung für eine Förderung dieser Region aus EU-Mitteln ist die Erstellung eines regionalen Entwicklungskonzeptes, das von der Hessischen Landesregierung bewertet wird. Die GEFAK ist für die Analyse der demografischen und wirtschaftsstrukturellen Daten zuständig. Auf dieser Basis berät die GEFAK die Entscheider in der Region bei der Festlegung von Leitbildern, Zielen und Handlungsfeldern.

 

04/2007: GEFAK moderiert Workshop zum Wirtschaftsstandort Stadt Dachau

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Unternehmensbefragung, bei der die GEFAK im Herbst 2006 über 3.000 Betriebe in der Stadt Dachau angeschrieben hatte, fand am 25.4.2007 ein Impulsworkshop zur Zukunft der Stadt Dachau als Wirtschaftsstandort statt. Die Stadt Dachau hatte dazu einige Unternehmerpersönlichkeiten eingeladen, die das gesamte Spektrum der Dachauer Wirtschaft widerspiegeln. Moderiert wurde der Workshop von der GEFAK

 

04/2007: 2. BUS-Training of Trainers in Burkina Faso

Im Rahmen eines Projektes der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Burkina Faso haben 15 Teilnehmer ihre Ausbildung zum BUS-Trainer erfolgreich fortgesetzt.

Durch das von der GEFAK zusammen mit der Andreas-Hermes-Akademie durchgeführte Projekt soll das in Deutschland sehr erfolgreiche BUS-Trainingsprogramm für landwirtschaftliches Unternehmertum in dem westafrikanischen Land eingeführt werden. Die Bauern lernen, wie sie ihre Ressourcen und Perspektiven besser einschätzen und individuelle Entwicklungpläne erarbeiten können und wie sie ihre persönliche Qualifikation verbessern können, um neue Ideen erfolgreich durchzusetzen.

Nach dem im März durchgeführten 2. Kurs werden jetzt in der Praxisphase die auf die Verhältnisse angepassten Lehrinhalte und -methoden in 10 Dörfern mit Bauerngruppen getestet. Der abschließende 3. Trainingskurs wird durch die Experten Dr. Anton Bojanovsky und Ingo Binnewerg vom 26.4. bis 3.5.2007 durchgeführt werden.

 

 

03/2007: Newsletter Frühjahr 2007

Themen: 

  • Unternehmensbefragung in der Stadt Dachau zeigt große Standortzufriedenheit
  • CeBIT 2007 15.-21.03.2007 - GEFAK in Halle 4 Stand C70 auf dem hessen-media-Gemeinschaftsstand
  • KWIS.net-Einführung im Landratsamt Ebersberg
  • Landkreis Rottal-Inn verlinkt sein Wirtschaftsportal mit den "Key Technologies in Bavaria"
  • Das neue KWIS.net Auswertungsmodul:
    beste Voraussetzungen für Ihren Tätigkeitsbericht
  • Jetzt auch www.gefak.de neu entwickelt
  • GEFAK intern
    • Hans-Peter Wildermuth: Unser Experte für alles rund um KWIS
  • Termine

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03/2007: Neuer Informations-Service

Seit Jahren betreibt das Landratsamt Rottal-Inn eine erfolgreiche Unternehmensdatenbank im Internet. Die komplette Administration der Internetlösung läuft über die Arbeitsplattform KWIS im Landratsamt. Online-Änderungen durch die über 1.600 teilnehmenden Betriebe werden laufend mit dem Datenbestand in KWIS abgeglichen und nach Freischaltung übernommen. Dadurch ist die Pflege der Unternehmensdaten erheblich erleichtert.

Für Interessenten, die über das Wirtschaftsportal des Landkreises (www.rottal-inn.de/wirtschaft) nach Unternehmen recherchieren, bietet das Landratsamt seit Mitte Februar 2007 einen weiteren Service: Über einen Link kann der Besucher auch direkt zu den Unternehmen aus dem Landkreis gelangen, die in den „Key Technologies in Bavaria“ gelistet sind. Dort findet man detailliertere Daten über die technologieorientierten Unternehmen, wie etwa deren Kernkompetenzen, Zertifizierungen oder Zielmärkte.

Quelle: GEFAK Newsletter 2007/1 

Ihr Ansprechpartner: Josef Rother

 

 

02/2007: Unternehmensbefragung in Dachau

Die im Norden Münchens gelegene Große Kreisstadt Dachau (40.000 Einwohner) will mit Hilfe eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes ihre Zukunft aktiv gestalten. Im Herbst 2006 wurde eine breit angelegte Unternehmensbefragung durchgeführt. Ziel war es, jedem Unternehmen die Chance zu geben, seinen Standort zu bewerten und sich mit seinen Zukunftsplänen in den Stadtentwicklungsprozess einzubringen.

Die Auswertung von über 450 Fragebögen brachte zutage, dass die Unternehmen mit ihrem Standort äußerst zufrieden sind. Kritisch wurden lediglich die – in der gesamten Region München üblichen – hohen Standortkosten bewertet. Handlungsbedarf für die Stadt zeigte sich vor allem in den Bereichen Ausbildungsplätze und Gewerbeflächenmanagement.

Einen hervorragenden Anknüpfungspunkt für den Aufbau von Unternehmensnetzwerken bietet das sehr große Interesse der befragten Unternehmen an einer stärkeren lokalen Zusammenarbeit. Fast jeder zweite Befragte kann sich vorstellen, mit anderen Unternehmen aus Dachau zu kooperieren.

Die Kooperationspotenziale wurden auch für einzelne Felder abgefragt und, wie alle Ergebnisse der Befragung, für deren Umsetzung in die KWIS-Datenbank der Wirtschafts-förderung integriert. Die Stadt Dachau kann jetzt ganz gezielt die Netzwerkbildung ihrer Betriebe initiieren.

„Durch den Einsatz von KWIS und die Übernahme sämtlicher Befragungsergebnisse haben wir eine hervorragende Grundlage für eine Wirtschaftsförderung, die sich wirklich an den Anforderungen der Wirtschaft orientiert“, sagt Wirtschaftsförderer Stefan Wolf. Als erste Umsetzungsschritte der Befragung sind eine Produkt- und Dienstleistungsbörse und eine Immobilienbörse im Internet geplant, die beide mit der Arbeitsplattform KWIS interaktiv verbunden sind.

Quelle: GEFAK Newsletter 2007/1

Ihr Ansprechpartner: Josef Rother

 

 

02/2007: KWIS.net-Einführung im Landratsamt Ebersberg

Zu den bundesweit ersten Anwendern der neuen Programmgeneration KWIS.net gehört das Landratsamt Ebersberg in Oberbayern. Im Vorfeld der KWIS.net-Installation wurden über die GEFAK Unternehmensdaten aus dem Landkreis von bedirect beschafft und mit den bisherigen Einträgen im Gewerberegister abgeglichen. Nach dem Import in KWIS.net kann die Arbeit im KWIS-Nachfolgesystem mit über 12.000 Unternehmensdaten beginnen.

Wirtschaftsförderer Hannes Weininger: „Die gelungene Einführungsschulung hat uns motiviert, mit KWIS.net den Dialog mit unseren Betrieben zu verbessern und unser Informationsangebot für die Wirtschaft auszubauen.“

Für die laufende Aktualisierung der Datenbank soll unter anderem die Schnittstelle zum GEWAN-Verfahren im Gewerberegister sorgen. 

Quelle: GEFAK Newsletter 2007/1

Ihr Ansprechpartner: Josef Rother

 

 

12/2007: Befragung zur Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen

Seit einem Jahr begleitet die GEFAK mit verschiedenen Beratungsleistungen das Projekt "www.comeback50.de" im Landkreis Marburg-Biedenkopf, mit dem ältere Langzeitarbeitslose wieder verstärkt in den Arbeitsprozess integriert werden sollen. Mit diesem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Projekt wurden bereits über 100 Personen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. In einer selbst organisierten Dienstleistungsagentur "Heinzelmann e.V." haben sich ausschließlich über 50-jährige Hilfeempfänger gemäß SGB II zusammengeschlossen. Zweck der Agentur ist, sogenannte "haushaltsnahe Dienstleistungen" (Putzen, Bügeln, kleine Reparaturen, Kinderbetreuung u.a.) für Privathaushalte anzubieten.

Im Auftrag des KreisJobCenters Marburg-Biedenkopf führte die GEFAK eine Haushaltsbefragung in drei Marburger Stadtteilen sowie in der Gemeinde Cölbe durch, um das Interesse und die Zahlungsbereitschaft für diese Dienstleistungen zu ermitteln. Die Interviews und eine begleitende Imagekampagne sollen zu einer Legalisierung dieser - oft über den Schwarzmarkt erledigten - Arbeiten beitragen. Innerhalb von vier Wochen wurden über 600 Haushalte befragt und einige interessante Ergebnisse erzielt:

  • Die Befragung erzeugte eine positive Resonanz und großes Interesse an den angebotenen Leistungen.
  • Die am häufigsten gewünschten Dienstleistungen waren Putzen, Renovierungs- und Gartenarbeiten, Reparaturen im Haushalt und Winterdienst.
  • Die befragten Haushalte würden im Durchschnitt 90 € pro Monat dafür ausgeben.
  • Innovative Vermarktungsformen für die Service-Angebote wurden sehr positiv aufgegriffen (Geschenkgutscheine, Abonnements).

Quelle: GEFAK Newsletter 2006/4

Ihr Ansprechpartner: Jürgen Bunde

 

 

GEFAK berät GTZ-Projekt zur Entwicklung des "Cebu Business Webportal" auf den Philippinen

Im Rahmen ihrer Auslandsprojekte hat die GEFAK die Chamber of Commerce in Cebu bei der Entwicklung eines neuen Wirtschaftsportals beraten. Diese Unterstützung für die zweitgrößte Wirtschaftskammer der Philippinen wurde im Rahmen des Programms "Förderung von Klein- und Mittelunternehmen" (SMEDSEP) der GTZ und im Auftrag des Consultingunternehmens GFA Consulting Group geleistet.

Carl E. Krug von der GEFAK identifizierte im Sommer 2006 die Informationsbedarfe der Unternehmen sowie vorhandene Informationsquellen in der Region Visayas, erarbeitete das Pflichtenheft für die Programmierung des Portals und betreute die Wirtschaftskammer während der Umsetzung.

Die Besonderheit des Portals besteht darin, dass die Kammer die Unternehmen mit einem Basiseintrag präsentiert und diese mit einem passwortgeschützten Zugang ihren Eintrag jederzeit pflegen können. Durch diese Interaktivität stehen allen Nutzern aktuelle Informationen zur Verfügung. Mit Hilfe der  Beratung von Seiten der GEFAK konnte die effektive Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftskammer, dem Programm der GTZ und den öffentlichen Stellen unterstützt werden.

Am 15. November 2006 wurde das Portal mit einem Datenbestand von ca. 4.000 Unternehmen offiziell eröffnet und dabei der für die Philippinen innovative Charakter hervorgehoben.

Quelle: GEFAK Newsletter 2006/4

Ihr Ansprechpartner: Carl E. Krug