04.09.2018

Coworking Spaces und Pendlerstationen: Neue Arbeitsformen für die Region Stuttgart

Pilotprojekt der GEFAK ermittelt Bedarf in Kirchheim unter Teck

Mit dem Modellvorhaben „Pendlerstationen“ will die GEFAK einen Anstoß geben, Arbeitswelt und Mobilität neu zu denken (vgl. www.pendlerstation.de). Die Idee zielt auf eine nachhaltige Stärkung insbesondere von Verdichtungsräumen, und zwar sowohl der Arbeitsplatzzentren als auch der dezentralen Wohnorte. In ausgewählten Mittelzentren rund um die großen Metropolen sollen Bürostandorte mit flexiblen Arbeitsplätzen für Pendler*innen eingerichtet werden. Die Arbeitgeber buchen ein Flächenkontingent in einer oder mehreren Pendlerstationen und vereinbaren mit den in Frage kommenden Mitarbeiter*innen entsprechende Arbeitszeitmodelle, z.B. an einzelnen Wochentagen nicht in der Metropole, sondern in einer Pendlerstation in der Nähe ihres Wohnortes arbeiten zu können.

Aufgrund des besonderen Problemdrucks in der Region Stuttgart hinsichtlich der verkehrlichen Belastung, der Flächenknappheit und des Fachkräftemangels will die Wirtschaftsregion Stuttgart GmbH (WRS) die Anwendbarkeit der Idee auf ihre Region prüfen.

Die GEFAK wird dazu die konzeptionellen Grundlagen schaffen und am Beispiel eines Pilotstandortes in der Stadt Kirchheim unter Teck die Einstellung der beiden zentralen Zielgruppen, Pendler*innen und deren Arbeitgeber, gegenüber der Idee identifizieren.

Die Stadt Kirchheim unter Teck möchte die beiden neuen Arbeitsformen Coworking Spaces und Pendlerstationen im Stadtgebiet fördern. Mit dem Otto-Ficker-Areal verfügt die Stadt über einen ehemaligen Industriestandort, der für die Einrichtung eines Coworking Spaces und einer Pendlerstation geeignet zu sein scheint. Der private Projektentwickler des Areals befürwortet die Idee für die künftige Nutzung eines Teils des Gebäudes. Parallel zu der für 2018/19 geplanten baulichen Entwicklung des Otto-Ficker-Areals will die Stadt Kirchheim unter Teck den Bedarf für die neuen Arbeitsformen konkretisieren (www.otto-ficker-areal.de).

 

Kontakt: Josef Rother