GEFAK begleitet Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH Bornheim bei der Erstellung einer Gemeinwohlbilanz

Um ihren Weg einer nachhaltigen Wirtschaftsförderung konsequent fortzuführen, hat die WFG der Stadt Bornheim (Rheinland) als erste Wirtschaftsförderungseinrichtung eine Gemeinwohlbilanz gemäß der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) erstellt. Begleitet von der GEFAK und der Bonner GWÖ-Beraterin Anne Berg beschreibt das Team der WFG darin, wie die Werte Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitentscheidung im Umgang mit ihren Stakeholdern gelebt werden.

Auf dem Weg dorthin hat die GEFAK die WFG in folgenden 4 Phasen begleitet:

  1. Vorbereitung und Kommunikation des Erstellungsprozesses 
  2. Ausarbeitung und Bewertung aller 20 Themen der Gemeinwohlmatrix in fünf Workshop-Reihen zu den jeweiligen Berührungsgruppen
  3. Finalisierung der Inhalte und Bewertungen des Gemeinwohlberichts
  4. Evaluierung des Erstellungsprozesses und Ausblick auf zukünftige Möglichkeiten, die sich aus einer Gemeinwohlbilanz entwickeln können

Ein weiterer Teilbereich des nachhaltigen Handels der WFG Bornheim ist der Umgang mit kommunalen Gewerbeflächen. Nachdem die WFG bereits mehrere Jahre ein eigens entwickeltes Verfahren anwendet, wurde dieses im vergangenen Jahr gemeinsam mit der GEFAK überarbeitet. Im Zuge dessen wurde ein Kriterienkatalog entworfen, der als Entscheidungsgrundlage für die Vergabe von Gewerbegrundstücken an interessierte Unternehmen dient.  

Die Idee dahinter ist, Kriterien zu definieren, durch die anfragende Unternehmen bewertet und verglichen werden können. Die Kriterien konnten durch mehrere Bezugsquellen, unter anderem der Gemeinwohlökonomie, abgeleitet werden und enthalten neben wirtschaftlichen Kennzahlen auch Kriterien in Bezug auf die ökologische Nachhaltigkeit oder soziales Handeln. Um die Bewertung vornehmen zu können, wird den Bewerbern zunächst ein ausführlicher Fragebogen zugeschickt, die Antworten werden in eine Bewertungsmatrix übertragen, wodurch die Interessenten anhand einer objektiven Bepunktung verglichen werden können. 

In der Folge wurde das Verfahren sowohl datenschutz- und wettbewerbsrechtlich überprüft und keine Beanstandungen festgestellt. Somit hat die WFG Bornheim nun ein Instrument zur Vergabe ihrer Gewerbeflächen an der Hand, welches objektiv und nachhaltig mit dem wertvollem Gut Boden umgeht. 

 

Ansprechpartner: Josef Rother